Elite, IMG und Marilyn
Millionenstrafe für Mannequin-Kartell in Frankreich

In Frankreich sollen Agenturen Preise für Models untereinander abgesprochen haben. Das haben Ermittlungen der dortigen Wettbewerbsbehörde ergeben. Viele bekannte und internationale Namen sind unter den Verdächtigten.

ParisEin französisches Mannequin-Kartell muss eine Millionenstrafe zahlen. Die Wettbewerbsbehörde in Paris verhängte am Donnerstag Bußgelder von insgesamt 2,4 Millionen Euro gegen 37 Agenturen, die Preise für Models untereinander abgesprochen hatten. Diese Agenturen – darunter auch international tätige Firmen wie Elite, IMG oder Marilyn – beherrschen weitgehend den französischen Markt.

Die höchste Einzelstrafe kommt mit 600.000 Euro auf Marilyn zu. Auch der Dachverband der Model-Agenturen, Synam, soll sich an den Absprachen beteiligt haben. Ihm wird vorgeworfen, in den Jahren 2000 bis 2010 Tariftabellen verbreitet zu haben, die Werbetreibenden oder Modehäusern einen Aufschluss über die Mindestpreise für Model-Leistungen geben sollten. Diese waren aber nach Einschätzung der Wettbewerbsbehörde deutlich überhöht.

Die Agenturen sollen diese Tabellen nach Absprachen für sich genutzt und zudem ihre Preise für die Kunden weitgehend intransparent gehalten haben.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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