Equal Pay Day
Warum werden „Frauenberufe“ schlechter bezahlt?

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„Der geringe Verdienst hat auch etwas zu tun mit dem Thema Arbeitsbewertung“

Technische Berufe würden dagegen traditionell häufiger von Männern ausgeübt und daher höher entlohnt. „Ein weiteres Merkmal dieser Berufsgruppen ist, dass es ihnen gelang, Zugänge dazu stärker zu begrenzen und sich stärker gewerkschaftlich zu organisieren als in Frauenberufen“, sagt Kleiner. Auch dadurch konnten sie höhere Löhne erzielen. „Kindergärtnerinnen haben es nie geschafft, ihren Beruf so stark zu schließen und diese Schließung in Lohnvorteile umzuwandeln wie Ingenieure.“

„Der geringe Verdienst hat auch etwas zu tun mit dem Thema Arbeitsbewertung“, sagt Sarah Lillemeier vom Institut für Arbeit und Qualifikation an der Universität Duisburg-Essen, die in einem Kooperationsprojekt mit dem Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) arbeitet und zum Thema geschlechtergerechte Arbeitsbewertung forscht. „Dabei ist eine Schieflage entstanden zwischen der Bewertung und Bezahlung von „Männer-“ und „Frauenberufen“.“

Denn die Kriterien zur Bewertung von Arbeit kämen prinzipiell aus der Industrie. „Darin sind weder psychosoziale Anforderungen enthalten und auch die Verantwortung für das Wohlergehen der betreuten Menschen bleibt oft unberücksichtigt“, so Lillemeier. Sorgeberufe seien daher sehr anfällig für eine zu geringe Bewertung und Bezahlung, gemessen an ihren Anforderungen und Belastungen.

Das wirke auch nach: „Empirische Studien zeigen, dass sich weiblich konnotierte Tätigkeitsinhalte negativ auf die Bezahlung auswirken“, sagt Lillemeier. „Eine Maskulinisierung führte dagegen historisch zu einer Aufwertung.“ Eine Annäherungen sieht zumindest Lillemeier bislang nicht. „Das Bewusstsein für die Thematik ist da“, sagt sie. „Kostendruck und Ökonomisierungstendenzen in den Sorgeberufen führen aber auch dazu, dass sich derzeit wenig ändert.“

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Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Die Gender-Forscherinnen haben aber sehr verquere Ansichten.

    0) In Tarifvertraegen gibt es per Definition kein "Gender pay gap".

    1) Da wird ernsthaft die Qualifikation eines Ingenieurs (>4 Jahre Studium) auf das gleiche Niveau mit einem/r Kindergaertner/in (2-4 Jahre Ausbildung) verglichen. Laecherlich. Warum nicht gleich den Arzt auf die selbe Stufe stellen???

    2) Gehaelter werden blitzschnell von der Marktwirtschaft angepasst, da ist nichts "historisch gewachsen". Wenn es zu wenige Sozialpaedagogen in der Industrie gibt und diese notwendig sind, so bekommen sie ein hoeheres Gehalt.

    3) Maennern ist das Gehalt sehr wichtig, z.B. auch weil sie damit Frauen beeindrucken koennen. Sie waehlen daher Berufe, die gut bezahlt sind. Maenner werden daher auch aggressiver fuer ein hohes Gehalt kaempfen.

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