Fach- und Führungskräfte: Chancen in der Pharmabranche

Fach- und Führungskräfte
Chancen in der Pharmabranche

Die Pharmaindustrie gilt als krisensicheres Arbeitsumfeld. Wer sich in dieser Branche positionieren möchte, hat aktuell die besten Jobperspektiven im Raum Hessen. Der Bereich Biotechnologie gewinnt ebenso an Bedeutung.
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KölnInnerhalb der Gesundheitswirtschaft gilt die Pharmaindustrie als Stabilitätsanker. Im Jahr 2012 setzte die pharmazeutische Industrie nach Angaben des vfa (Verband forschender Arzneimittelhersteller e.V.) knapp 42 Milliarden Euro um. Das sind 5,5 Prozent mehr als im Vorjahr.
Auch die Beschäftigung in diesem Bereich nimmt zu. Im Branchenportrait 2013 des vfa und des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln heißt es: „Mit etwas über 110.000 Menschen arbeiteten 2012 rund vier Prozent mehr Menschen in der Pharmabranche als im Vorjahr beziehungsweise fast sieben Prozent mehr als noch 2010“. Das Jobangebot im Segment Forschung und Entwicklung ist generell überschaubar. Nach einer Auswertung des Handelsblatt Jobturbos machen freie Stellen hier mit einem Anteil von rund 1,6 Prozent lediglich einen Bruchteil des Gesamtstellenmarkts aus. Seit Anfang des Jahres nimmt das Stellengebot jedoch wieder Fahrt auf (Vgl. Grafik Arbeitsmarkt Forschung & Entwicklung).

Die Auswertung basiert auf einer Analyse der Stellenangebote für Fach- und Führungskräfte der bundesweit bedeutendsten Stellenbörsen, Zeitungen und Karriereportale der Top-Unternehmen.
Selbst Krisenzeiten wie zuletzt im Jahr 2009 können der Pharmabranche wenig anhaben. Im Unterschied zu anderen Berufsfeldern gilt die Forschung zudem als konjunkturunabhängig. Investiert wird langfristig - klinische Studien zum Beispiel dauern ihre Zeit. Im Kontext des demografischen Wandels und der zunehmenden Lebenserwartung der Menschen wird sich an der positiven Entwicklung auch in Zukunft nicht viel ändern.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts sind rund 900 Unternehmen in der Pharmaindustrie gemeldet. Für Bewerber in diesem Bereich ist derzeit das Gebiet zwischen Rhein, Main und Neckar interessant. Laut einer aktuellen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) gehört die Region Südhessen zu den innovativsten: Neben der starken  Ausrichtung auf wissensintensive Geschäftsfelder weist die Region außerdem besonders in der Hochtechnologie eine hohe Gründungsdynamik auf.

Amtliche Statistiken belegen: Wo bundesweit 12,2 von 1.000 Beschäftigten in Forschung und Entwicklung tätig sind, sind es in Südhessen 45,1 Prozent. Nicht nur die in Darmstadt ansässige Merck KGaA ist hier ein möglicher Arbeitgeber. Überwiegend viele kleine und mittelständische Unternehmen formen die Branche. Gute Chancen haben Jobsuchende auch in Baden Württemberg und Bayern. Insbesondere in den Ballungsräumen München und Stuttgart schreibt die Pharmabranche neue Stellen aus (Quelle: Handelsblatt Jobturbo).

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