Feel-Good-Management
Wer braucht schon einen Wohlfühl-Beauftragten?

Feel-Good-Manager stellen Mitarbeiter zufrieden – und tragen so zum Unternehmenserfolg bei. Doch laut einer Studie suchen nur wenige Betriebe einen Wohlfühl-Beauftragten. Und wenn doch, soll der am besten Sekretär sein.
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DüsseldorfEine angenehme Arbeitsatmosphäre ist sein Auftrag, Empathie sein Werkzeug: Der Feel-Good-Manager hat jeden Mitarbeiter im Blick. Er sucht das Gespräch mit den Angestellten – will herausfinden, was sie bewegt. Er vermittelt zwischen Kollegen und schafft auf diese Weise eine Unternehmenskultur, in der sich Mitarbeiter voll und ganz auf ihren Job konzentrieren können. Sei es, indem der Wohlfühl-Beauftragte Workshops zur Selbstfindung organisiert, einen Obstkorb für die Belegschaft bestellt oder eine Mitarbeiterparty organisiert.

So weit das Idealbild. Doch obwohl das Feel-Good-Management seit einigen Jahren in der Öffentlichkeit diskutiert wird, legen offenbar nur wenige Unternehmen Wert darauf: Analysten der Metajobsuchmaschine Joblift untersuchten im vergangenen Jahr fast acht Millionen Stellenanzeigen von über 1.000 Partnerbörsen und -webseiten.

Das ernüchternde Ergebnis: Nur 33 Betriebe schrieben Jobangebote für Feel-Good-Manager aus – darunter ein Großunternehmen. Die Hälfte waren Start-ups, zehn stammten aus der IT- und Digitalbranche.

Für Feel-Good-Managerin Gina Schöler sind diese Zahlen ein Beweis dafür, dass die Dringlichkeit eines Feel-Good-Managements noch nicht in das Bewusstsein der Unternehmer gedrungen ist. „Es ist nicht nur wichtig, dass es den Menschen am Arbeitsplatz gut geht. Feel-Good-Management ist auch wirtschaftlich nachhaltig und sinnvoll“, sagt Schöler. Sie hat die Kampagne „Ministerium für Glück und Wohlbefinden“ initiiert und gibt Workshops für Mitarbeiter und Führungskräfte zu den Themen Glück und Zufriedenheit. „Die geringe Zahl an vakanten Stellen ist ein Indiz dafür, dass mehr Aufklärungsarbeit geleistet werden muss.“

Aber auch in den Unternehmen, die bereits Stellen ausschreiben, wie die Untersuchung zeigt. Nur ein Drittel der Jobs verfolgen den Zweck, das Betriebsklima zu verbessern. „Der Begriff Feel-Good-Manager scheint häufig eine beschönigende Beschreibung für assistierende und administrative Tätigkeiten zu sein“, heißt es seitens der Metajobsuchmaschine.

Ein Großteil dieser Konzerne ist offenbar auf der Suche nach einer besseren Sekretärin: 40 Prozent der Stellen sind dem Office-Management zuzuordnen. Die potenziellen neuen Mitarbeiter sollen den Empfang betreuen, Reisen buchen oder Termine planen – und in vielen Fällen auch eine kaufmännische Ausbildung oder ein wirtschaftswissenschaftliches Studium vorweisen können.

Bei anderen Stellenausschreibungen sollen die Wohlfühl-Beauftragten wiederum selber neues Personal rekrutieren. Und bei einigen wenigen Ausschreibungen gehören laut Studie Service- und Reinigungsarbeiten zum Aufgabenspektrum. „Putzen gehört definitiv nicht zu den Aufgaben“, sagt Schöler. „Aber natürlich kann man nicht ausschließen, dass ein Feel-Good-Manager auch mal die Umstrukturierung von Räumlichkeiten ins Auge fassen muss, damit sich die Mitarbeiter wohler fühlen.“

Kommentare zu " Feel-Good-Management: Wer braucht schon einen Wohlfühl-Beauftragten?"

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  • Meiner Meinung nach fehlt es hier bei vielen Unternehmen noch an Aufklärung über Feelgood Managamenent. Den Begriff gibt es erst seit einigen Jahren und dieser ist noch nicht in das Bewusstsein der Unternehmer gedrungen. Unternehmen die Feelgood Manager als Office Manager "missbrauchen" können sich vielleicht auch beide Stellen nicht gleichzeitig leisten und versuchen so zumindest Teilzeit einen Feelgood Manager zu beschäftigen. Ich würde das nicht so negativ deuten.

  • "Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

    @ Herr Hoffmann

    ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
    Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

    @Porters

    VIELEN DANK Herr Porters,
    es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
    Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
    Schön das Sie das zu schätzen wissen.

    Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
    Paff, von Horn, Trautmann, Vinci Queri, Delli, Bollmohr, Caruso, Mücke....

    ohne sie wäre ich hier sehr einsam !
    Danke

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