Frauen und Karriere Aufstieg mit Hindernissen

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In Skandinavien lief es ungleich besser
Diese Frauen wollen wir bis 2025 als Dax-CEO sehen
Der Wettbewerb
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Welche der nominierten Frauen wollen Sie bis zum Jahr 2025 im Vorstand eines Dax-Konzerns sehen? Gemeinsam mit der Plattform Edition F und der Huffington Post haben wir den Wettbewerb ausgerufen – und mehr als 500 Nominierungen erhalten. Aus den 50 Frauen, die es in die Vorauswahl geschafft hatten, konnten unsere Leser wiederum ihre Favoritin auswählen und ihre Stimme abgeben. Heute präsentieren wir die Gewinnerinnen.

Aliz Tepfenhart, Geschäftsführerin der Burda Digital Holding
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Im Mai dieses Jahres wechselte Aliz Tepfenhart von der Otto Group zur Burda Digital Holding, für die sie ab sofort als Geschäftsführerin fungiert. Die Managerin zeichnet sich vor allem durch ihre breite Erfahrung im E-Commerce aus, die sie sich als Geschäftsführerin des Baur Versands sowie als Geschäftsführerin von Quelle (Burda Group Russland) aneignete. Das Wissen setzt sie nun für die B2C-Transaktionen der von Burda gebündelten Digitalunternehmen und -Marken ein.

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Antonella Mei-Pochtler, Geschäftsführung Boston Consulting Group
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Antonella Mei-Pochtler ist Senior Partnerin und Geschäftsführerin bei der Boston Consulting Group und berät als Expertin für Markenführung internationale Unternehmen, vor allem aus der Konsumgüterindustrie und der Medienbranche. Sie ist 1984 bei BCG im Münchener Büro eingestiegen, wurde 1990 zur Partnerin und acht Jahre später zur Senior Partnerin ernannt. 1997 eröffnete sie das Wiener Büro von BCG.

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Dr. Caren Genthner-Kappesz, CEO Kalahari
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Nach ihrer Promotion in Mathematik und einer Firmengründung verbrachte sie einige Jahre bei der Boston Consulting Group, es folgten Führungspositionen bei Ebay, Shopping.com und Brands4friends. Seit zweieinhalb Jahren ist sie CEO bei Kalahari.com, Südafrikas größtem Shoppingportal, das kürzlich mit dem zweiten Marktführer Takealot.com fusionierte. Ihr ehemaliger Chef bei Ebay schwärmte in einem Interview mit der „Wirtschaftswoche“ geradezu: „Ihr Team hat sich bei ihr gut aufgehoben gefühlt. Auch in Konfliktsituationen argumentiert sie sachlich. Sie packt mit an, ist eine Macherin.“

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Catrin Hinkel, Vorstandsmitglied Accenture und Geschäftsführerin des Bereichs Health
& Public Service und Human Capital & Diversity Lead
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Sie gehört zu den Top-Frauen der deutschen IT-Branche: Catrin Hinkel ist Geschäftsführerin bei Accenture, einem der weltweit führenden Managementberatungs-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleister, hat in ihrer Karriere Klienten aus den Sparten Telekommunikation, Versorger, Chemie, High Tech und Public Service betreut. Bis 2010 verantwortete sie das gesamte SAP-Implementierungsgeschäft von Accenture im deutschsprachigen Raum.

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Claudia Michalski, Geschäftsführerin der Verlagsgruppe Handelsblatt
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Claudia Michalski ist Geschäftsführerin der Verlagsgruppe Handelsblatt und schwerpunktmäßig für den Fachmedienbereich der Verlagsgruppe sowie die Tochter- und Beteiligungsgesellschaften (wie etwa VDI-Verlag, Meedia, Bellevue & more) zuständig. Hier verantwortet sie insbesondere den strategischen Ausbau und das Beteiligungsmanagement. Darüber hinaus ist Michalski stellvertretende Sprecherin des Verbandes Deutsche Fachpresse und Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft Zeitschriftenverlage. Die Medienmanagerin arbeitete zuvor für den Verlag Walter de Gruyter und den Beuth Verlag.

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Dr. Claudia Nagel, Gründerin und Geschäftsführerin Operations, Technik & Finanzen Kiwi.ki
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Die Idee zu Kiwi.ki kam Claudia Nagel im Jahr 2011, als die dreifache Mutter mit Tüten und Taschen behängt vor ihrer verschlossenen Haustür stand und sich fragte, warum man im 21. Jahrhundert immer noch so etwas wie einen Metallschlüssel braucht. 2012 gründete die Ingenieurin und ehemalige McKinsey-Beraterin dann mit zwei Partnern ihr Hardware-Startup, das die herkömmlichen Schlüssel abschaffen will: Das schlüssellose Zugangssystem kann über einen kleinen Transponder Haustüren automatisch aus einer Entfernung von bis zu drei Metern entriegeln. Außerdem lässt sich die Haustür über eine Smartphone-App öffnen. Mehrere Millionen Euro konnte die Gründerin von Investoren einsammeln. Großkonzerne wie die Deutsche Post haben mittlerweile Exklusivverträge mit dem Startup abgeschlossen.

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Zu diesem Schluss kam auch die Geschäftsführung des Pharmakonzerns Baxter angesichts der Erfolge, die ihre ehemalige Mitarbeiterin Manuela Hoffmann-Lücke beim neuen Arbeitgeber in Schweden feierte. „Plötzlich war ich für die Chefs meiner damaligen Chefs sehr interessant und sie versuchten, mich zurückzuholen“, erzählt die heute 52-Jährige im Rückblick. Schließlich erhielt sie ein so attraktives Angebot, dass sie nicht länger nein sagen konnte: „Ich wurde Chefin meiner früheren Chefs und bekam die Verantwortung mehrerer Abteilungen in Deutschland übertragen.“

Fünf Jahre später, Hoffmann-Lücke war inzwischen verantwortlich für das gesamte deutsche Krankenhausgeschäft und das Marketing für den Heimpflege-Bereich, wollte sie endlich auch den entsprechenden offiziellen Titel als Geschäftsbereichsleiterin auf ihrer Visitenkarte sehen. Doch erneut erwiesen sich die männlichen Denkmuster und Vorstellungen von Entscheidern als Blockade für sie: „Einer der damaligen Europa-Chefs meinte, eines Tages sei es vielleicht mal möglich, dass auch eine Frau in diese Führungsposition komme, doch noch wäre es nicht soweit.“

Selbst diese massive Diskriminierung brachte die hartnäckige Deutsche nicht dazu, aufzugeben. „Mir gefällt grundsätzlich, was wir hier tun, wie wir kranken Menschen helfen. Mit meiner Arbeit kann ich viel bewegen. Aber diese Schlappe machte mich stinksauer“, erzählt sie.

Erneut suchte sie ihr Heil in Skandinavien, wo sie ja schon zuvor völlig unabhängig von ihrem Geschlecht als Managerin gepunktet hatte. Mit Mann und inzwischen zwei Kindern zog sie wieder von Süddeutschland nach Stockholm und pendelte von dort aus drei Jahre lang nach Finnland, um als Länderchefin die dortige Baxter-Tochter aus den roten Zahlen zu holen und schließlich zum konzerninternen „General Manager des Jahres“ gewählt zu werden.

Gleichzeitig trat sie aber an ihre Geschäftsführer-Kollegen auf Europa-Ebene heran, um die veralteten Rollenbilder im Pharma-Konzern zu thematisieren. Endlich war sie in einen Zirkel vorgedrungen, in dem sie Gehör fand. Seit dieser Initialzündung durch Manuela Hoffmann-Lücke, die seit knapp zwei Jahren Geschäftsführerin der Baxter-Gesellschaften in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist, hat sich einiges im Konzern getan.

Es gibt zum Beispiel inzwischen neben ihr noch Länderchefinnen in Finnland und in Griechenland sowie ein internationales Mentoren-Programm für vielversprechende weibliche Nachwuchskräfte unter den rund 66.000 Mitarbeitern. Sie selbst berät drei Mentees bei der persönlichen Laufbahnentwicklung, um ihnen die negativen Erfahrungen ihrer eigenen Karriere möglichst zu ersparen. Auf die Frage, ob sich all die Mühe, der Frust und ihr Kampf gegen Vorurteile gelohnt hat, antwortet Manuela Hoffmann-Lücke: „Auf jeden Fall. Mich schreckt so schnell nichts mehr.“ 

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