Gedächtnistraining: Spielend das Gehirn trainieren

Gedächtnistraining
Spielend das Gehirn trainieren

Haben Sie sich vorgenommen, 2016 mehr Bewegung in Ihren Alltag zu bringen? Gute Idee. Aber auch das Gehirn freut sich über eine Extra-Trainingseinheit. Was Ihre grauen Zellen brauchen, um fit zu bleiben.

Nachdem die Mehrheit der Deutschen jetzt gut zwei Wochen mit Essen und schlafen verbracht hat, fallen die ersten Arbeitstage im neuen Jahr natürlich schwer: Nicht nur der fiese Wecker und das unfreundliche Wetter machen einem zu schaffen, auch das Konzentrieren-müssen ist nach der Feiertagsruhe irgendwie unangenehm. Denn wenn man so will, ist das Gehirn ein Muskel: Es muss genauso trainiert werden wie unser Bizeps. Und beide lagen die letzten Wochen mehrheitlich faul auf der Couch und erholten sich vom Gänsebraten-Wettessen.

Die gute Nachricht: Beide lassen sich schnell wieder trainieren. Die private Krankenversicherung Central etwa verrät in ihrer Broschüre „Unser Gedächtnis“, wie die grauen Zellen fit werden und bleiben. Kurz und knapp: Wie auch beim Muskel gilt es, die Gehirnzellen so oft wie möglich und so abwechslungsreich wie möglich auf Trab zu halten. Unser Gehirn lernt gerne Neues. Routine macht die grauen Zellen dagegen müde.

Laut Torkel Klingberg, Professor für kognitive Neurowissenschaft am Karolinska Institut in Stockholm, ist Schach das beste Training fürs Gehirn. „Bei einer Langzeitstudie mit älteren Menschen haben wir festgestellt, dass diejenigen, die die regelmäßig Schach gespielt haben, auch im hohen Alter ein besser funktionierendes Gehirn hatten, als diejenigen, die ihren Geist nicht gefordert haben. Die Studie hat gezeigt, dass es einen Trainingseffekt gibt, wenn man sein Hirn regelmäßig mit anspruchsvollen Aufgaben füttert.“

Aber auch Tanzen fördert das Gehirn. Aktive Paartänzer beherrschen nicht nur den Cha-Cha-Cha, auch die grauen Zellen bleiben durch das Lernen von Schritten und Figuren in Kombination mit Bewegung und Rhythmik in Schwung. Gedächtnistraining sollte aber immer auch Spaß machen. Wer Schach langweilig findet und noch nie ein guter Tänzer war, sollte sich nicht dazu zwingen. Versuchen Sie es dann lieber mit kleinen Knobelaufgaben wie beispielsweise diesem Kartentrick aus dem Psycho-Test-Buch von Ben Ambridge, das am 1. September 2015 erschienen ist:

Auf einem Tisch vor Ihnen liegen vier Karten. Sie wissen, dass jede Karte auf einer Seite einen Buchstaben und auf der anderen eine Zahl hat. Ihr wahrheitsliebender Freund sagt: „Jede Karte mit einem D auf der Vorderseite hat eine 3 auf der Rückseite.“

Wie können Sie durch Umdrehen möglichst weniger Karten herausfinden, ob er tatsächlich die Wahrheit sagt? Und welche sind es?

Die Lösung finden Sie auf Seite 2

Oder wie steht es mit einer kleinen Rechenaufgabe aus demselben Buch?

Wissenschaftler haben eine neue Krankheit entdeckt, die sich in Ihrem Heimatland ausbreitet. Die gute Nachricht: Nur einer von 10.000 Menschen bekommt sie. Da die Krankheit ohne sichtbare Symptome verläuft, haben Forscher im Auftrag der Regierung einen Test entwickelt, um festzustellen, wer infiziert ist. Der Test ist allerdings nur zu 99 Prozent verlässlich.

Sie sind nun einer von einer Million Menschen in Ihrem Land, die sich dem Test unterziehen müssen. Laut Testergebnis haben Sie die Krankheit. Aber Sie erinnern sich daran, dass der Test nicht perfekt ist. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie die Krankheit tatsächlich haben?

a) 99 Prozent

b) 98 Prozent

c) 10 Prozent

d) 0,98 Prozent

Auch diese Lösung steht auf Seite 2.

Wichtig ist, das Gehirn regelmäßig zu trainieren und es nicht bei einer Partie Schach bewenden zu lassen. So funktioniert Muskelaufbau schließlich auch nicht.

Seite 1:

Spielend das Gehirn trainieren

Seite 2:

Der Rätsel Lösung

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