Gehaltsübersicht für 2015 Wie viel Ihr Chef Ihnen mehr zahlen sollte

Deutschlands Unternehmer blicken laut einer Studie des Personaldienstleisters Robert Half außerordentlich zuversichtlich in die Zukunft – gute Voraussetzungen für mehr Gehalt. Mit wie viel Sie jetzt rechnen können.
7 Kommentare
Die Unzufriedenheit über das Gehalt ist häufig ein Grund zur Kündigung. Zeit, zu verhandeln! Quelle: dpa

Die Unzufriedenheit über das Gehalt ist häufig ein Grund zur Kündigung. Zeit, zu verhandeln!

(Foto: dpa)

DüsseldorfSie sitzen bei Ihrem Lieblingsarbeitgeber am Tisch. Sie verstehen sich blendend. Das Gespräch läuft richtig gut. Sie haben Ihre Trümpfe ausgespielt, haben gezeigt, was Sie können. Sie haben ein gutes Gefühl. Ihr Gesprächspartner auch. Und so sagt er die magischen Worte: „Prima. Wir sind beeindruckt. Kommen Sie an Bord!“. Und Sie sagen: „Na, gern doch!“. Und schon sind Sie mittendrin im Film, schildern die Autoren Dirk Kreuter und Christopher Funk eine typische Situation bei Neueinstellungen.

Sie sehen sich bereits auf den Hof fahren, an Ihrem schicken Schreibtisch sitzen. Dann sagt Ihr zukünftiger Chef noch ganz salopp: „Bestens, dann lassen Sie uns noch kurz über's Gehalt reden. Was stellen Sie sich denn vor?“ Autsch! Wenn Sie darüber noch gar nicht nachgedacht haben, könnte es an der Stelle richtig brenzlig werden. Denn: „Oft manövrieren sich Jobsucher in den Schlamassel hinein, indem sie viel zu viel oder auch viel zu wenig fordern“, schreibt Christopher Funk in „Verkaufen statt Bewerben“, einem Ratgeber für Jobsucher. „Da geben erwachsene Menschen quasi ihr Schicksal aus der Hand. Wenn Sie einen neuen Fernseher kaufen, vergleichen sie tagelang die Preise, aber wenn sie ihre Lebenszeit verkaufen, machen sie sich nur wenig Gedanken darüber, was sie im Gegenzug dafür bekommen.“

Damit ist jetzt Schluss: Die neue Gehaltsstudie des Personaldienstleisters Robert Half, die Handelsblatt Online exklusiv vorliegt, zeigt Ihnen, was Sie 2015 verlangen können, wenn das Thema Geld auf die Agenda kommt. Denn auch wenn die Konjunktur schwächelt: Sie dürfen sich durchaus über etwas mehr in der Tasche freuen.

Das zeigen auch die jüngsten Daten des Statistischen Bundesamtes, wonach schon normale Lohnsteigerungen bei einer gleichzeitig niedrigen Inflation derzeit zu deutlich höheren Reallöhnen führen. Sie lagen im zweiten Quartal 1,2 Prozent über dem Wert von vor einem Jahr. Laut den Experten von Robert Half geht es im kommenden Jahr noch weiter aufwärts, weil der Arbeitsmarkt – vom Fachkräftemangel gebeutelt – ordentlich in Bewegung ist. Die Unternehmen kämpfen gegen die Personalfluktuation und sorgen sich darum, dass sie ihre Top-Talente in Zukunft an einen Wettbewerber verlieren könnten.

Zeit also, über Gehalt zu reden. Denn auch wenn Mitarbeiter meist mehrere Gründe für ihre Kündigung nennen: bei jedem Dritten führt neben der fehlenden Anerkennung auch die Unzufriedenheit über die Bezahlung zur Trennung vom aktuellen Arbeitgeber. Geld ist allerdings längst nicht mehr der einzige Faktor, mit dem die Unternehmen ihre Mitarbeiter an sich binden möchten. Entscheidend ist auch, wie die Arbeitsbedingungen aussehen. Bewerber überlegen heutzutage ganz gezielt, wem sie ihre Arbeitskraft geben. Mit der Fachkräftelücke wachsen eben auch die Ansprüche der Arbeitnehmer.

„Angesichts dieser Engpässe sollten Unternehmen ihre Gehaltspolitik überdenken oder zumindest in Erwägung ziehen, ihre Wertschätzung durch zusätzliche Benefits für die Altersvorsorge oder die persönliche Weiterbildung auszudrücken“, erläutert Sven Hennige von Robert Half. „Fast alle Unternehmen bieten attraktive Gesamtpakete. Neben einer betrieblichen Altersvorsorge, einem Firmenwagen oder Unterstützung bei der Aus- und Fortbildung spielen auch flexible Arbeitszeitmodelle eine immer wichtigere Rolle.“ Das ist genauso wichtig wie der Kontostand.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Gehaltsübersicht für das Finanz- und Rechnungswesen 2015
Seite 1234567Alles auf einer Seite anzeigen

7 Kommentare zu "Gehaltsübersicht für 2015: Wie viel Ihr Chef Ihnen mehr zahlen sollte"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • "Mit der Fachkräftelücke ..."

    Welche Lücke ?
    Eigentlich müsste man denjenigen empfehlen, Arbeitslos zu werden, im Alter ab 40 Jahren aufwärts, mit guter Qualifikation!

    Die Sichtweise ändert sich nach einiger Erfahrungszeit schlagartig, da bin ich mir sicher.

    Wenn man das miese "System" verstanden hat, in dieser Situation, ist es zu spät bei diesem deregulierten Arbeitsrecht!

    Die entzogenen und notwendigen LEITPLANKEN im Arbeitsrecht müssen wieder installiert werden !


  • Das ist es ja. Mit einem normalen Gehalt können Sie sich ein Familie nicht leisten (s.a. die übrigen Beiträge). Wenn doch, gehören Sie zu den Privilegierten, bzw. - zumindest relativ - Überbezahlten. Und dazu gehören die von mir genannten Sparten, ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

  • Also entweder habe ich mich für ca. 50 % der Marktpreise angeboten, oder die Tabellen von Robert Halff sind Phantasie, bzw. umgerechnet auf DM-Basis.

    Meinen Arbeitgeber mit diesen Tabellen zu kommen ist in etwa so Erfolg versprechend, wie Maria Draghi dazu zu bewegen, sein zerstörerisches Wirken zu beenden.

  • Ich finde nicht das Metal Chemie und öffentlicher Dienst zu viel Verdient und Banker (die normal sterblichen) auch nicht die liegen alle in dem was hier im Artikel beschrieben wurde. Das sind keine riesen Einkommen Oder wie soll man sich sonst eine Famiele leisten können ohne vom Staat bezuschusst zu werden.

  • Herr Yander sie habn die ÖR medien vergessen die gehälter dort sprechen jeder erbrachten leistung hohn..
    3te sende intendanten verdienen 4 mal soviel wie die Bankenrettungsassistentin.... äöhem Bundeskanzlerin..

    wirklich gute beitr#ge zeigt man nur spät spät nachts in der woche damit der Michel bloß nich wach wird..

    Viele Medien wirtschafts unternehmen bauen ja schon stellen ab....

    über den GEZ zwangsfinanzierten Haufen hat der Bürger aber keinerlei Kontroll möglichkeit und ihre regelungen bezüglich entlohnungen werdn streng abgeschirmt...

    und der Artikel ist mumpitz....

    seit jahrn predigt man Fachkräfte mangel....

    gäbs den würden die gehälter steigen.... tun sie aber nicht ... selbst Akademiker werden abgespeist...

    darum gehn die D nach ihrer ausbildung zu hundert trausenden jedes jahr ins Ausland... wo arbeit noch was wert ist..

    AUs dem Hochlohn land ist nach CHina und den USA der größte niedriglohn sektor gemacht worden.....

    was an sich schon eine leistung ist...

    nur halt für den einheimischen ist das ne dumme sache

    Die generation meines Vaters ist froh das sie nicht mit uns tauschen müssen..

  • Naja, es gibt immer noch zahlrieche Branchen, die viel zu hohe Gehälter zahlen, denken Sie nur an Chemie und Metall, und natürlich auch Banken und öffentlicher Dienst, insbesondere Beamte. Auch die Law Firms zahlen viel zu hohe zu Gehälter.

    Dann gibt es aber auch Branchen, wo die Gehälter rückläufig sind, beispielsweise in Gastronomie, Handwerk und in der Steuerberatung. Da klingt der Artikel von Robert Halff wie nackter Hohn.

  • Sozialneid: den Affen mal wieder Zucker in die Hand geben.
    Lecker: Der verdient zuwenig und der andere verdient zuviel.
    Besser kann man Menschen nicht entzweien.

    Gleichwie: Personaler als leitende Angestellte bleiben was sie sind: nach obin hin orientiert und komme was da wolle: ein vernünftig bezahlter MA ist ein schlechter MA.

    Wo kommen wir denn dahin, wenn wir realisieren sollten, dass bernünftig bezahlte MA den Betrieb voranbringen könnten?

    Sowas könnte doch nur Kommunismus sein.

    Sieht man sich Gehaltslistings in Summa einmal etwas genauer an, könnte man zu dem Eindruck gelangen, dass da Bettler Bettler zu beeindrucken scheinen.

    Bundesbettlerrepublik Deutschland sei hintangefügt.

    Das verdanken wir Herrn Dr. Kohl: aus einem ehemals funktionierenden Staat eine Bettlerrepublik gemacht zu haben, dessen williger Erfüllungsgehilfe eben jener gewesen ist: Herr Dr. Helmut Kohl.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%