Globale Lohnstudie
So viel mehr werden Sie 2016 verdienen

Es gibt gute Nachrichten für alle Arbeitnehmer kurz vorm Weihnachtsfest: Sie dürfen sich freuen, denn im kommenden Jahr sollen die Reallöhne steigen – so stark wie schon seit drei Jahren nicht mehr.

KölnFalls Sie noch keinen Erfolg hatten bei Ihrer Gehaltsverhandlung, weil der Chef einfach schon wieder kein Geld mehr locker machen will, dürfen Sie sich jetzt trotzdem auf das neue Jahr freuen. Denn: Die Reallöhne sollen kräftig steigen, also die Menge des wirklich verfügbaren Geldes, weltweit um 2,5 Prozent – und damit so stark wie schon seit drei Jahren nicht mehr. Das geht aus einer aktuellen Gehaltsstudie der Unternehmensberatung Korn Ferry Hay Group hervor, die für 73 Länder das Lohnwachstum mit den Inflationsprognosen vergleicht.

Das ist wichtig, denn mit dem Netto-Einkommen, dass Ihnen am Ende des Monats von Ihrer Firma aufs Konto überwiesen wird, können Sie sich, weil Güter und Dienstleistungen ja teurer oder günstiger werden, nicht immer gleich viel leisten – insofern drückt der Reallohn die tatsächliche Kaufkraft aus.

Vor allem in Europa können sich die Beschäftigten laut der Studie über deutlich mehr Geld freuen: Flächendeckend sollen die Löhne im kommenden Jahr um 2,8 Prozent steigen – inflationsbereinigt um 2,3 Prozent.

Und in Deutschland? Hier ist ein kräftiges Plus von 2,9 Prozent (real 2,7 Prozent) drinnen und damit liegen wir leicht über dem europäischen Durchschnitt. „Die Ergebnisse zeigen, dass die Vergütung weltweit wieder an Fahrt gewinnt. Vor allem die niedrige Inflation in vielen Ländern führt zu einem starken Anstieg der Reallöhne“, sagt Thomas Gruhle, Vergütungsexperte von Korn Ferry Hay Group. „Auch die Vergütungsdaten für Deutschland sind weiterhin auf einem hohen Niveau. Das starke Gehaltsplus in Deutschland ist ein Indikator, dass Unternehmen auch für das kommende Jahr von einer guten konjunkturellen Lage ausgehen.“

Auch in den anderen europäischen Ländern sind die Aussichten für Arbeitnehmer laut der Studie gut. So sollen die Löhne in Frankreich um 1,9 Prozent (real um 1,7 Prozent) steigen, in Großbritannien sogar um 2,5 Prozent. Inflationsbereinigt - also wenn künftige Preisveränderungen berücksichtigt werden - bedeutet das einen Anstieg von 2,3 Prozent. In Griechenland gehen die Experten aufgrund der Deflation sogar von einem Anstieg der Reallöhne von 3,4 Prozent aus.

Anders dagegen ist die Situation in Russland und der Ukraine. In beiden Ländern sollen die Gehälter mit 7 Prozent und 11,5 Prozent stärker als im Rest Europas steigen. Aufgrund der hohen Inflationsraten müssen Arbeitnehmer aber mit niedrigeren Reallöhnen rechnen (minus 7,5 Prozent bzw. minus 36,8 Prozent).

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