Gloria Glang
Eine Managerin verrät ihr Erfolgsgeheimnis

Als eine der wenigen weiblichen Managern in der Chemiebranche ist Gloria Glang oft allein unter Männern. Wie sie in die Führungsriege gekommen ist und was man ihrer Ansicht nach als erstes im neuen Job klären sollte.
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DüsseldorfGloria Glang ist in ihrer Branche eine Seltenheit. Sie leitet beim US-Chemiekonzern PPG Industries (Umsatz 2013: rund 15 Milliarden Dollar) als Direktorin den Bereich Strategie und M&A für Europa, den Nahen Osten und Afrika - und ist damit eine der wenigen Frauen im Top-Management in der Chemiebranche. Bei Meetings ist sie oft die einzige Frau unter ihren Kollegen. „Man gewöhnt sich daran“, sagt sie.

Der Lebenslauf der 35-Jährigen ist gespickt mit Superlativen: Jüngstes Mitglied im Europavorstand von PPG, zuvor jüngste Senior Managerin bei der Unternehmensberatung KPMG, das Schweizer Magazin „Women in Business“ zählt sie zu den Top 40 Frauen unter 40 in der Schweiz.

Fragt man sie nach ihrem Erfolgsrezept, sagt sie vor allem eines immer wieder: „Ich hatte nie Angst vor einem Nein. Ich glaube, das ist sehr wichtig.“ Man müsse immer damit rechnen, dass ein Unternehmen noch nicht soweit sei für eine Idee, die man habe. „Manchmal rennt man gegen die Wand“, sagt sie. Dann müsse man seine Idee überdenken und es noch einmal versuchen.

Begonnen hat Glang ihre Karriere beim deutschen Chemieriesen BASF. Bereits damals scheute sie sich nicht davor, mit ihren Ideen auch ganz oben anzuklopfen. Als sie gerade 20 Jahre alt war, hatte sie die Idee, für den Konzern eine Wettbewerbsdatenbanken zu allen relevanten Konkurrenten zu erstellen. Sie sprach mit ihrem direkten Vorgesetzten, der die Idee gut fand, und bekam einen Termin bei einem der Vorstände des Dax-Konzerns. 15 Minuten reichten, um ihn von ihrer Idee zu überzeugen, so erzählt es Glang. Ein paar Jahre später wurde sie jüngste Global Accounting-Managerin in der Geschichte des Unternehmens.

Geholfen hat Glang bei ihrer Karriere ihrer Ansicht nach vor allem eines: Fleiß und Ausdauer. „Ich habe den Eindruck, dass Frauen oft bessere Ergebnisse abliefern müssen als Männer“, sagt sie. „Um Karriere zu machen, ist es gut, immer mehr zu leisten, als die eigentliche Jobdefinition fordert.“

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