Home Office
Wie sich die Autoindustrie auf die Heimarbeit vorbereitet

Der Trend zur Heimarbeit hält an – davon bleiben auch klassische Industriezweige wie die Autobranche nicht unberührt. Doch Arbeitgeber und Gewerkschaftler meinen: Das Thema „Home Office“ birgt durchaus Gefahren.
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StuttgartAls Angestellter am heimischen Schreibtisch arbeiten – dank Laptop und schnellen Internets ist das technisch kein Problem. Kein Wunder also, dass die Arbeit von Zuhause aus - im „Home Office“ - in Branchen wie der IT relativ normal ist. Doch auch die deutschen Autobauer haben das Thema auf dem Schirm.

Daumen rauf für das „Home Office“, signalisieren sie mal mehr, mal weniger. Zugleich werden aber auch Bedenken laut - etwa dass die Produktivität eines Mitarbeiters ohne direkten Kontakt zu Kollegen nachlassen könnte.

Klar ist: Wenn Branchenvertreter über die Möglichkeit von „Home Office“ sprechen, meinen sie den Bürobereich - die Produktion selbst ist nicht gemeint. „Wir schicken niemanden mit einem Kotflügel unter dem Arm nach Hause, damit er da weiterarbeitet“, meint ein Porsche-Sprecher augenzwinkernd.

Mit vollem Ernst hingegen ließ der Autokonzern Daimler kürzlich seine Mitarbeiter nach ihren Wünschen zur „Arbeitswelt der Zukunft“ befragen. Mehr als 30.000 Rückmeldungen gab es, die noch in der Auswertung sind. Die Ergebnisse und Rückschlüsse daraus sollen im Herbst vorgestellt werden.

Für Daimler-Personalvorstand Wilfried Porth ist schon jetzt klar: Es muss etwas getan werden. Die geltende Betriebsvereinbarung sei bezüglich der Heimarbeit „renovierungsbedürftig, weil sich die (technischen) Möglichkeiten total verändert haben“, sagt er. Gemeinsam mit dem Betriebsrat sollen neue Regeln erarbeitet werden.

Zugleich bremst Porth allerdings mögliche Euphorie: „Da sind schon noch Hürden, über die wir springen müssen.“ Er weist darauf hin, dass die bisherigen Vergütungsmodelle auf der Arbeitszeit basieren und nicht auf dem Ergebnis der Arbeit.

Aber ebenjene Arbeitszeit sei bei „Home Office“-Mitarbeitern schwer nachvollziehbar. Es könne nicht sein, „dass wir jetzt auch noch kontrollieren, (zum Mitarbeiter) nach Hause fahren und gucken, ob du jetzt am PC tatsächlich etwas fürs Büro oder etwas anderes machst“.

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Zuhause wartet oft mehr Arbeit als im Büro

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