Jobs im Gesundheitssektor
Wo Pfleger und Ärzte besonders gesucht werden

Die Digitalisierung bremst den Jobmotor Gesundheit nicht. Ärzte und Pfleger werden weiter händeringend gesucht. Aber die Branche fragt jetzt verstärkt auch Softwareexperten nach. Wo besonders viele Stellen offen sind.
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FrankfurtIn vielen Branchen sorgen Roboter und Automatisierung dafür, dass traditionelle Jobs wegfallen. Für die Gesundheitsbranche in Deutschland gilt das allerdings noch nicht. Das hat jetzt die Metasuchmaschine Joblift in einer Studie herausgefunden. Sie analysierte die rund 26.500 aktuell in Deutschland ausgeschriebenen Stellen im Bereich Gesundheits- und Sozialwesen.

Die wichtigsten Erkenntnisse der Untersuchung: Einen großen Bedarf gibt es im Bereich Pflegekräfte, Anzeigen hierzu machen alleine ein Drittel des Stellenmarkts aus. Zudem wächst der Stellenmarkt in der Gesundheitsbranche insgesamt doppelt so stark wie im Durchschnitt aller Branchen.

Zwar gibt es auch im Gesundheitssektor Befürchtungen, dass der Einsatz neuartiger Technologien wie der Einsatz von Pflege- und OP-Robotern sowie von künstlicher Intelligenz etwa bei der Erstellung ärztlicher Diagnosen dazu führen könnte, dass weniger Stellen geschaffen werden. Aktuell ist davon jedoch nichts zu spüren. Während die Stellenanzeigen über alle Branchen hinweg in den vergangenen Monaten um durchschnittlich zwei Prozent anstiegen, sind die ausgeschriebenen Jobs im Gesundheitswesen um vier Prozent angestiegen.

Aktuell werden neben Pflegefachkräften für das Krankenhaus und die Altenpflege auch stark Ärzte gesucht: 14 Prozent der Stellenanzeigen wenden sich die Mediziner - vor allem Assistenzärzte und Internisten sind gefragt. Die Chancen, als Pflegekraft eine Stelle zu finden, sind laut Joblift derzeit in Bayern am höchsten: 20 Prozent aller Pflegestellen sind im Freistaat ausgeschrieben. Für Ärzte wiederum empfiehlt sich eine Jobsuche in Nordrhein-Westfalen, hier sind 17 Prozent aller Vakanzen dieser Berufsgruppe zu besetzen.

Gemessen an der Anzahl der aktuell veröffentlichten Jobanzeigen suchen die privaten Krankenhausgruppen Helios und Asklepios das meiste Personal. Sie haben, gefolgt von den Einrichtungen der Arbeiterwohlfahrt (AWO), jeweils mehr als 1000 Jobanzeigen veröffentlicht.

Zudem stellt die Analyse von Joblift fest, dass Teilzeitverträge im Gesundheitswesen nach wie vor viel verbreiteter sind als in anderen Wirtschaftszweigen: Die Suchmaschine zählte mit 24 Prozent ausgeschriebenen Teilzeitjobs im Gesundheitswesen rund ein Drittel mehr als im Durchschnitt aller Branchen.

Der Einsatz von IT im Gesundheitswesen schafft übrigens einen völlig neuen Stellenmarkt in diesem Bereich. Aktuell sind im Bereich mehr als 350 Jobs veröffentlicht, die sich unter anderem mit dem Einsatz von Big Data, der Entwicklung von sensorgestützten Assistenzsystemen, Gesundheits-Apps, Fitness Wearables oder auch Vernetzungsplattformen für Ärzte, Krankenhäuser und Patienten beschäftigen.

Die am häufigsten nachgefragten Berufsgruppen sind in diesem Zweig Softwareentwickler (12 Prozent), Business Development Manager (6 Prozent) sowie Sales Manager (3 Prozent). Insgesamt sind rund 42 Prozent aller Jobanzeigen in der digitalen Gesundheitsbranche der IT zuzuordnen, 14 Prozent dem Vertrieb. Der Anteil von medizinischem Fachpersonal macht hier hingegen nur rund sieben Prozent der Stellenausschreibungen aus.

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