Jobsuche
Das verrät die Stellenanzeige über den Arbeitgeber

Die Stellenanzeige ist viel mehr, als nur ein Anforderungskatalog für Bewerber. Wer zwischen den Zeilen liest, kann besser abschätzen, wen das Unternehmen wirklich sucht und ob sich die Bewerbung lohnt.
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KölnWer auf Jobsuche ist, tut gut daran, die Stellenanzeige vor der Bewerbung genau zu prüfen. Denn wo das Unternehmen nach Bewerbern sucht, ist ebenso aufschlussreich wie die Formulierungen der Stellenanzeige. Die wichtigsten Anhaltspunkte für Bewerber.

Wo veröffentlicht das Unternehmen die Stellenanzeige?

Wo Unternehmen ihre Anzeigen schalten, lässt interessante Rückschlüsse zu. Der einfachste Schritt für ein Unternehmen ist schlicht die Platzierung auf der eigenen Webseite. Die inhaltliche und formale Gestaltung ist individuell, es geht schnell und kostet nichts. Laut einer  Umfrage des Branchenverbands Bitkom tun dies genau 69 Prozent der Unternehmen. Somit ist die Stellenanzeige auf der eigenen Webseite ein guter Indikator dafür, wie viel Mühe sich ein Unternehmen mit der Personalsuche gibt. Manche Unternehmen schalten ihre Offerten oft bewusst ausschließlich im Karrierebereich der eigenen Webseite: „Damit sollen gezielt Branchenkenner angesprochen werden“, so Karriereberaterin Svenja Hofert.

Um die vakanten Positionen breiter zu streuen, nutzen Unternehmen in der Regel zusätzliche Kanäle wie Online Stellenbörsen (laut Bitkom 80 Prozent), Printanzeigen in Zeitungen oder Fachzeitschriften sowie die Dienste von Headhuntern. Doch das hat seinen Preis. Ein Headhunter kann eine Gage von 25 bis 33 Prozent des Jahresgehalts des vermittelten Kandidaten verlangen. Eine Printanzeige kostet je nach Zielmedium rund 10.000 Euro. Die Veröffentlichung in einer Online Jobbörse ist für Unternehmen je nach Konditionen bereits für 500 Euro möglich. In Online Stellenbörsen stöbern die meisten Jobsuchenden.

Das Alter der Stellenanzeige
Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Dies gilt auch für Bewerbungen und auch dann, wenn eine Bewerbungsfrist in der Anzeige ausgeschrieben wurde. Denn Bewerbungen sind zu einem Massengeschäft geworden. Laut Personalmanager Ralf-Michael Zapp gebe es durchaus Unternehmen, die den Bewerbungen, die erst kurz vor Ende der Frist eingehen, wenig bis gar keine Beachtung mehr schenken. Bewerber reizen also besser nicht zwangsläufig die Bewerbungsfrist aus, sondern lassen dem Unternehmen ihre Unterlagen zügig zukommen.

Kommentare zu " Jobsuche: Das verrät die Stellenanzeige über den Arbeitgeber"

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  • aha, wer 5, 10oder 20 Mio € Stammkapital einbringt hat keine Ahnung, die Schlauen machen das alles mit 25000 €
    Ohne Privathaftungen kommen Sie doch da keinen Schritt
    weiter. Frau Bax sieht das in einem weiteren Artikel
    übrigens so wie ich. Aber wir schweifen vom Thema ab, ging eigentlich um den Traumjob.

  • Headhunter verlangen bis 33% des Jahreszieleinkommens und eine Anzeige kostet 10.000€.
    Was ist dass für ein Vergleich?
    Ein seröser Headhunter übernimmt nicht nur die Kosten der Anzeige oder eines Searchers. Er sichtet darüber hinaus noch die Bewerbungsunterlagen, führ die Interviews, trifft eine Vorauswahl, stellt die KAndidaten beim Mandaten vor und begleitet den kompletten Recruiting Prozess. Das sollte man vielleicht dann auch noch erwähnen.

  • Ach ich bin es leid Bewerbungstipps von Leuten zu bekommen, die sich nie wirklich um einen Job bemühen mussten.

    Fakt ist, das Ganze ist ein reiner Konkurrenzkampf, denn es gibt nun mal mehr Arebitssuchende als Stellenangebote. Und ob das eine Muss- oder Kannanforderung ist, interessiert doch keinen, denn es gibt immer jemanden der eine Anforderung besser erfüllt als der andere.

    Das einzige was stört ist, dass man oft ausgesiebt wird, ohne dass man sich das Anschreiben näher ansieht.
    Ich habe aber noch nie erlebt, dass ein Unternehmen nicht geantwortet hätte. Diese Aussage ist ebenfalls schon seit Jahren überholt.

    Grüße


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