Jobsuche
Sehtest für die Stellenanzeige

Ob eine Stellenanzeige beim Bewerber ankommt, entscheidet sich meist innerhalb von Sekunden. Eine aktuelle Studie zeigt, dass beispielsweise Ingenieure ein ganz anderes Leseverhalten als Geisteswissenschaftler haben.
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KölnWas nehmen wir eigentlich wirklich auf, wenn wir die Stellenanzeigen in den Jobbörsen durchforsten? Was entscheidet, ob wir uns näher mit einer Anzeige, den darin genannten Aufgaben und dem Unternehmen beschäftigen? Lesen unterschiedliche Bewerber-Zielgruppen Stellenanzeigen anders? Diesen Fragen ist eine aktuelle Eye-Tracking-Studie der Jobbörse Jobware in Kooperation mit USEYE, einem auf Eye-Tracking-Tests spezialisierten Düsseldorfer Unternehmen, nachgegangen.

Eye-Tracking bezeichnet das Registrieren und Aufzeichnen der Blickbewegung einer Person. Dabei wird nicht nur die Bewegung des Auges sondern auch die Fixationsdauer bestimmter Punkte analysiert. Für die Jobware-Studie wurden 230 Probanden 150 unterschiedliche Stellenanzeigen vorgelegt. Neben der Bewegung der Augen wurden auch die Aussagen der Probanden festgehalten und ausgewertet.

Heraus kam dabei, dass sich die Zielgruppen im Leseverhalten erheblich unterscheiden: MINTler (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaftler und Techniker) lesen die Online-Stellenanzeigen lediglich „quer“. Sie selektieren den Text nach optischen Reizen oder bestimmten Schlüsselbegriffen. Nur 34 Prozent unter ihnen lesen die Anzeige überhaupt bis zum Ende. Konventionelle Stellenanzeigen mit langem Fließtext verfehlen damit Informatiker und Ingenieure bei der Jobsuche.

Dagegen verläuft das Leseverhalten bei Geisteswissenschaftlern und Betriebswirten vielmehr seriell von oben nach unten. Anzeigen mit viel Fließtext werden also hier viel eher angenommen und (durch-) gelesen. Über die Hälfte der Probanden (60 Prozent) gelangt bis zum Ende der Stellenanzeige.

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Sehtest für die Stellenanzeige

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Jede Zielgruppe liest anders

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