Kommunikation für Chefs
Wie man Frauen aus der Firma treibt

Männer machen immer wieder die gleichen Fehler im Umgang mit Frauen – sagt Management-Experte Peter Modler. Das kann im Arbeitsleben tragisch enden. Das sind die fünf gravierendsten Fehltritte.

DüsseldorfDass Männer ja bekanntlich anders kommunizieren als Frauen, wissen wir spätestens seit sich Bücher wie „Männer sind vom Mars, Frauen von der Venus” oder „Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken“ an die Spitzen diverser Charts auf der ganzen Welt katapultierten. Mittlerweile – wir befinden uns gerade im Jahr 2016 nach Christus Geburt – hat es sich herumgesprochen, dass es (mindestens) 1001 Unterschiede zwischen Mann und Frau gibt.

Trotzdem wird häufig gerade in der Arbeitswelt noch unterschätzt, wie sehr sich diese Unterschiede auswirken können – und welche fatalen Folgen es haben kann, wenn sie nicht berücksichtigt werden. So ist es für den Freiburger Unternehmensberater und Bestseller-Autor Peter Modler („Das Arroganz-Prinzip“) kein Wunder, dass Frauen aller Quoten zum Trotz auf Führungsetagen häufig noch Exotinnen sind und sie sich in der betrieblichen Hierarchie zwischen narzisstischen Selbstdarstellern und Don Juans der Gegenwart verloren fühlen. Allein unter Männern: Soll diese Realität für Frauen in Zukunft attraktiver sein, dann muss sich daran etwas ändern.

Doch was bei der Entwicklung erheblich bremst, sind laut Modler, der selber auch langjährige Führungspraxis als Manager und Unternehmer hat, vor allem männliche Chefs, die naiv und ungeschickt kommunizieren. Den Schwerpunkt in seiner Beratung bildet eigentlich ein „Arroganz-Training für weibliche Führungskräfte“, mit dem er nun schon seit zehn Jahren im Markt ist. Seine Methode: Chefinnen können direkt an einem männlichen Sparringspartner wie im Flugsimulator ausprobieren, was in schwierigen Situationen am besten zu ihm durchdringt.

„Das sind aber leider oft nicht gute Argumente” erzählt Modler, der schon knapp 2.000 weibliche Führungskräfte trainiert hat. Eine der wesentlichen Erkenntnisse aus Modlers Arbeit mit Führungskräften ist etwa, wie unterschiedlich Tempo wahrgenommen wird. „Wer sich mit schnellen kleinen Schritten bewegt, gilt in vielen Firmen und Organisationen automatisch als Hilfskraft. Egal, wie groß das tatsächliche Know-how ist“, erzählt der Cheftrainer.

Mittlerweile führt Modler seine Seminare auch umgekehrt, mit männlichen Managern und einer weiblichen Sparringspartnerin durch – „damit die Bosse lernen, was sich in der Firma ändern muss, damit qualifizierte Frauen nicht nur kommen, sondern auch bleiben.” Der Experte sagt: Männer kommunizieren – wie eine fremde Spezies – gerade im Business-Kosmos anders als Frauen, die von Kindheit an auf Harmonie und Höflichkeit gepolt sind.

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