Motivation im Job
Wie Sie Ihren inneren Schweinehund überwinden

Die meisten Arbeitnehmer sind unzufrieden und hadern mit ihrem Job. Ihr größter Feind ist der innere Schweinehund. Motivationscoach Stefan Frädrich erklärt, wie man diesen üblen Zeitgenossen überlistet.
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DüsseldorfHerr Frädrich, in ihrem Buch „Das Günter-Prinzip“ beschreiben Sie, wie man den inneren Schweinehund überwindet. Wer genau ist denn der innere Schweinehund?

Der innere Schweinehund wird im allgemeinen Sprachgebrauch meist als innerer Feind, der einen immer ausbremst, empfunden. Mir ist das nicht so recht, weil man in Gedanken nett mit sich selbst umgehen sollte. Für mich ist der innere Schweinehund eher eine Metapher für die Programme, die unser Gehirn kann und weiß. Die einen Menschen haben hilfreiche Programme drauf, die anderen eher weniger hilfreiche. Manche nützen, manche schaden uns. So können die einen sagen: Ich liebe meinen Job und es war mir immer wichtig, etwas zu finden, dass meinen Vorlieben entspricht. Andere hingegen sind so sozialisiert, dass sie sagen, lieber der Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach, ein sicherer Job geht vor. Diese Leute werden oft unglücklich, weil sie etwas haben, was nicht ihren Vorlieben entspricht. Ich versuche mit dem Buch folgende Koordinaten festzulegen: Was tut uns gut, was tut uns nicht gut.

Vielen Deutschen tut ihr Job offenbar nicht gut, in Umfragen ist die Mehrheit immer unzufrieden. Wie wird der Job zum Traumjob?

Wir neigen dazu, immer intensiver zu jammern als wir das müssten. Wichtig ist, dass man sein Gehirn anständig auslastet und nicht jeden Tag nach Schema 08/15 arbeitet. Ich glaube, dass die meisten Leute bei der Arbeit unterfordert sind, weil sie immer wieder die selben Tätigkeit erfüllen. Ein Ausflug in die Welt der Neuropsychologie: Wir können ungefähr 110 Bits pro Sekunde an Informationen verarbeiten. Wenn wir dauerhaft unterfordert sind und somit unter dieser Zahl bleiben, haben wir zuviel Freiraum. Wir beginnen Fragen zu stellen, warum das alles nicht passt. Dann kommen die Antworten: Der Chef ist schuld oder die Kollegen, die Strukturen und die Kunden. Wer unzufrieden ist, ist meist im Job unterfordert.

Was kann man dagegen tun?

Es gibt die klassische Dreiteilung: „Love it, change it or leave it“. Wenn ich meine Arbeit liebe, ist alles wunderbar. Wenn ich mit dem Job zumindest grundsätzlich zufrieden bin, sollte ich versuchen ihn jeden Tag etwas schöner zu machen. Wie? Vor allem dadurch, dass man sich selbst verbessern möchte. Das Streben nach Perfektion ist ein wichtiger Antrieb für Menschen. Weil wir auf diese Weise im Kopf den Neurotransmitter Dopamin ausschütten, unser Lernsystem anschalten. Lernen ist das langfristige Glückssystem. Deshalb sollte man sich jeden Tag fragen, was kann ich hier strukturell verbessern. Dann lässt sich auch ein Job, der einen eigentlich nicht so glücklich macht, als zufriedenstellend empfinden. Das wäre die Variante „Change it“ ...

... Änderungen muss der Chef aber zulassen.

Klar. Sie brauchen ein Umfeld, in dem Änderungen gestattet sind. Wenn sie einen Job haben, in dem man sie nicht als Gehirn, als lebenden Organismus wahrnimmt, sondern soldatengleich nur Befehle empfangen und in Routine erstarren, ist das der sicherste Weg, um unglücklich zu werden.

Dann gilt Variante drei: „Leave it“?

Das machen sich viele Leute nicht so bewusst. Wir leben in einer freien Welt und wenn man dauerhaft unzufrieden ist und eben nichts ändern kann, dann muss man die Konsequenzen ziehen und gehen. Sonst wird man nicht glücklich. Dieses Gefühl ist ja kein Scheitern, sondern der Hinweis, dass es nicht passt. Ich selbst habe zweimal den Job gewechselt, war weder als Arzt noch später in der Geschäftsführung eines mittelständischen Textilhändlers glücklich, konnte auch nichts ändern - und bin gegangen. Also bin ich in eine selbstständige, kreative Tätigkeit gewechselt und jetzt passt es. Aber es war hart zweimal zu sagen: Du bist noch nicht angekommen und musst weiterziehen.

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„Erfolgreiche Menschen haben Brüche im Lebenslauf“

Kommentare zu " Motivation im Job: Wie Sie Ihren inneren Schweinehund überwinden"

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  • "Ihr da oben, wir da unten", "moderne Sklaverei", "überleben im Büro", "wir sollen schön schaffen und uns krumm legen" ...

    Ich lach mich kaputt über die bisherigen Kommentare. Was seid Ihr denn für arme Opfer? Nee, schimpft und sabbelt ruhig weiter, euch hilft wirklich keiner.

  • Die oberen beiden Kommentare unterschreibe ich voll und ganz.
    Die Medien und voran das Handelsblatt zeichnen von der Arbeitswelt nur noch das Bild des untertaenigen Arbeitnehmers. Da gabs mal eine Reihe im Handelsblatt die hies "Ueberleben im Buero. Es wird nur noch der Kampf jeder gegen jeden propagiert. Es geht nicht mehr um Sachthemen sondern allein um die Darstellung. Wie in der Politik auch.

    Ihr versucht uns gegeneinander aufzubringen. Ihr regiert mit negativen Emotionen. Angst und Selbstsucht sind eure Helfer.

    Tauschhandel, Ersatzwaehrungen, etc.pp.
    Alles was den Verbrechern dieser Welt in den Parlamenten, Regierungen, NGOs,... schadet hilft uns.

    Die westliche "freie" Welt ist inzwischen Ostblock pur.
    Leistung lohnt sich nicht sondern wird ohne Gegenleistung abgegriffen. Macht halt keinen Spass mehr in eurer schoenen neuen Welt seinen Beitrag zu leisten.

    Also: Ihr koennt uns mal. Eure Schuldensklaverei macht mal schoen selbst.

  • Der Artikel ist ein Versuch unseren Zustand der "modernen Sklaverrei" den wir haben zu erhalten, und zu verhindern, daß die Millionen von Sklaven...ehm..Facharbeitern jetzt vielleicht wegen der Finanzkrise bemerken, daß es zwar Gesetze gibt, aber das Politiker/Banker und Manager sich ab einer bestimmten Ebene nicht daran halten müssen - diese Gesetze gelten nur für die Sklaven...ehm...Facharbeiter

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