Personalentwicklung
„Kleine Unternehmen planen häufig ins Blaue hinein“

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„Wer auf Personalplanung verzichtet, verschenkt einen Zeitvorteil“

Wie funktioniert das im Detail?
Zuerst machen Betriebe die Personalbestandsplanung: Wie viele Personen werden in den einzelnen Abteilungen beschäftigt? Über welche Qualifikationen verfügen sie? Wie viel kosten sie das Unternehmen? Dann nehmen sie sich den Planungshorizont vor: Wie wird sich der Personalbestand in den nächsten drei bis fünf Jahren entwickeln? Im nächsten Schritt setzen sich die Unternehmen mit der Frage auseinander, welchen Personalbedarf sie haben unter Berücksichtigung von potenziellen Entwicklungen in der Branche und auf dem Arbeitsmarkt – in der Menge, aber auch in der Qualifikation. Durch einen Soll-Ist-Vergleich sind Unternehmen in der Lage, abschließend gezielt Maßnahmen abzuleiten.

Treten Sie mit Ihrem Angebot nicht in Konkurrenz mit Unternehmensberatern?
Nein. Das würden wir nur tun, wenn wir für das Tool Geld verlangen würden. Uns ist es wichtig, dass auch der kleinste Betrieb, der sich einfach keinen Unternehmensberater leisten kann, in der Lage ist, professionell den Personalbestand und -bedarf zu planen. Unternehmensberater können das Programm ja genauso gut herunterladen und dann gemeinsam mit den Betrieben damit arbeiten.

Bei Unternehmen mit 20 oder 30 Mitarbeitern sollte man ja meinen, dass der Personalbestand so übersichtlich ist, dass man auch ohne strategische Planung rechtzeitig erkennt, in welchen Bereichen künftig Bedarf bestehen wird.
Natürlich kennt der Chef solch eines Unternehmens seinen Personalbestand. Mit dem Bedarf sieht es hingegen anders aus: Auch dieser Unternehmer muss sich die Zeit nehmen, darüber nachzudenken, wie sich die Zahl der Mitarbeiter, die Branche, die Technik und auch der Arbeitsmarkt entwickeln könnten. Dann fällt meist ganz schnell auf: „Okay, meinen Gesellen oder den Mitarbeiter Meier müsste ich vielleicht doch noch mal zu einer Weiterbildung schicken.“

Denn was oft in Vergessenheit gerät: Der Umgang mit Personal hat immer eine größere Vorlaufzeit, als wenn Sie aufgrund technischer Entwicklungen einfach nur eine Maschine umstöpseln. Wenn Unternehmen keine Personalplanung machen, verschenken sie den Zeitvorteil – unabhängig von ihrer Größe.

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