Präsentationen
Powerpoint nervt! Hier sind drei Alternativen

Warum präsentieren wir eigentlich immer noch mit Powerpoint? Häufig langweilen sich die Zuhörer und können sich den Inhalt auf den Folien gar nicht merken. Wir zeigen Ihnen drei Alternativen für spannende Vorträge.

Langweilige Powerpoint-Präsentationen sind kein deutsches Problem. Sie sind eine globale Seuche. Das wurde mir bei einem zweitägigen Workshop in Kuala Lumpur, Malaysia klar. Das Thema: Bankwesen nach islamischem Recht.

Zugegeben, das Thema ist nicht der reine Rock’n’Roll. Und ja, die wenigsten Dozenten waren charismatisch oder zum Präsentieren geboren. Aber das größte Problem war: Sie alle nutzten Powerpoint-Präsentationen, um die Erfahrungen aus ihren Heimatländern (Tansania, Deutschland, Indonesien, Oman) zu erzählen.

Leider war das, was ich dabei gelernt habe, ein Gähnen nach innen. Alles, was nach den zwei Tagen übrig blieb, waren Handouts von Folien, auf denen mehr Wörter standen als in den allgemeinen Geschäftsbedingungen von islamischen Banken.

Ich frage mich: Warum präsentieren wir unsere Ideen so ideenlos? Warum unterwerfen wir uns dem Powerpoint-Primat? Und was können wir dagegen tun? Das Wirtschaftsportal Bloomberg schätzt, dass auf der Welt pro Sekunde 350 Powerpoint-Präsentationen entstehen. Tick. Tack. Tausend mehr.

Meinald Thielsch, ein promovierter Psychologe aus Münster, hat 2012 in einer Studie über „Präsentations-Software“ herausgefunden, dass 96 Prozent aller digitalen Vorträge mit Powerpoint gehalten werden. Dieser Marktanteil wird auch in anderen Studien bestätigt.

Das Wort „alternativlos“ drängt sich auf. Powerpoint existiert seit fast 30 Jahren. Wir Menschen haben aus in den letzten Jahrzehnten so viel weiterentwickelt. Warum nutzen wir immer noch Powerpoint?

„Weil es so einfach ist“, sagt Barbara Messer. Die 53-Jährige ist Trainerin und Autorin eines Buchs, das alternative Präsentationsmethoden beschreibt. „Viele denken: Wenn mein Vortrag auf Powerpoint steht, ist es seriös und bedeutsam. Aber so einfach funktioniert das nicht“, meint Messer. Denn es müsse vor allem darum gehen, bei den Zuschauern einen „bleibenden Eindruck“ zu hinterlassen – im wörtlichen Sinne. Das funktioniere nicht beim Einsatz von zahlreichen Folien mit kleinteiligen Grafiken und Text.

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