Privatschule am Pazifik
Hochgebildet mit Blick aufs Meer

Die kalifornische Cate School steht für eine neue Ära: Weg von den überfüllten und klammen öffentlichen High Schools - hin zu kleinen, aber kostspieligen Lerninstitutionen fernab der US-Ostküste.
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Santa BarbaraCarpinteria, ein Ort hinter Santa Barbara in Kalifornien, führt bis in die hohe Bergkette, die sich an der Küste entlang auftürmt. Eine kleine, kurvige Straße schlängelt sich einen dieser Berge hoch bis zur Cate School, eins der wenigen Privatschulinternate an der US-Westküste und zugleich teuerste Privatschule des Staats.

Über 33.000 Privatschulen gibt es in den USA, das sind 25 Prozent aller Schulen, 5,5 Millionen Schüler bilden sie aus. Die bekanntesten und teuersten privaten Einrichtungen mit der längsten Tradition stehen noch immer an der Ostküste. Viele von ihnen sind gleichzeitig Internate. Doch an der Westküste wächst die Konkurrenz: In Kalifornien ist zwar das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen mit 43.000 Dollar (33.000 Euro) höher als in den meisten anderen Staaten, trotzdem haben sich die Privatschulinternate hier noch nicht durchgesetzt.

Die steigenden Bewerberzahlen der Cate School jedoch stehen für einen Trend, der in diese Richtung geht: Weg von den überfüllten und unterfinanzierten öffentlichen High Schools - hin zu kleinen, aber kostspieligen Lerninstitutionen. Rechts die Berge, links der Pazifik. Nur bleibt nicht viel Zeit zum Genießen. Cate nimmt nur 75 bis 80 Schüler jedes Jahr auf, 2.000 Bewerber gab es allein 2011.

Genau das macht die Schule zu einem so besonderen Ort - private Atmosphäre in einer bombastischen Lage. Die Cate School steht für Bildung auf hohem Niveau, sowohl schulisch als auch geografisch. Die Schule liegt auf einem Hochplateau, fast jedes Zimmer hat einen Balkon oder eine Terrasse, damit die Schüler auch etwas von der Aussicht haben.

Sofern zwischendurch Zeit bleibt, sie zu genießen. Denn die Stundenpläne sind eng getaktet, der typische Tag hier geht erst zwischen 22 und 23 Uhr zu Ende - die Abendstunden sind zum ruhigen Lernen vorgesehen, auf den Gängen der Wohnhäuser herrscht eine konzentrierte Atmosphäre. Nur ein paar Lerngruppen, die sich in den kleinen Schlafräumen zusammengesetzt haben, diskutieren etwas lauter. „Wer sich für Cate entscheidet, muss sich sicher sein, dass ihm dieses intensive Lernen liegt“, sagt Aufnahmeleiterin Charlotte Brownlee. Das sind sich immer mehr, seit fünf Jahren steigen die Bewerberzahlen steil an.

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