Ranking
Was Deutschlands beste Arbeitgeber anders machen

Das Handelsblatt hat nach „Deutschlands besten Arbeitgebern“ gesucht. Das Ergebnis zeigt: Unternehmen tun gut daran, sich um zufriedene Mitarbeiter zu bemühen. Wie die Arbeit bei den Top-Firmen aussieht.
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BerlinFünf Jahre lang arbeitete IT-Spezialist Uwe Rotermund als Angestellter. Die Zeit verbindet er mit unguten Erinnerungen. „Es herrschte eine Kultur des Misstrauens. Selbst externen Beratern wurde mehr vertraut als den eigenen Leuten“, berichtet er. Damals schwor er sich: „Wenn ich einmal selbst Chef bin, sollen sich alle in der Firma vertrauen und freundschaftlich zusammenarbeiten.“

Ab 1997 konnte er seine guten Vorsätze in die Tat umsetzen. Rotermund kaufte einen Teil einer IT-Beratung in Münster, in der er zuletzt tätig war. Fortan entwickelte er mit Noventum Consulting seine eigenen Ideen von guter Arbeitsplatzkultur. Wichtig für ihn: Mitarbeitern zuhören, sich gegenseitig wertschätzen und jedem genug Freiraum zur Entfaltung geben.

Rotermunds Strategie ist aufgegangen. Noventum ist heute nicht nur wirtschaftlich erfolgreich. Zum dritten Mal in Folge erreichte die IT-Beratung Platz eins bei „Deutschlands Beste Arbeitgeber“ in der Kategorie 50 bis 500 Mitarbeiter. Auf Platz zwei und drei folgen 2012 Atrias Personalmanagement und der Spielzeughersteller Lego. Great Place to Work, die Experten für Arbeitsplatzkultur, und das Handelsblatt zeichneten gestern Abend in Berlin insgesamt 100 Sieger in vier Firmenklassen aus.

Das Geheimnis des Erfolgs von Noventum Consulting? Eine gute Arbeitsplatzkultur ist hart erarbeitet und kostet viel Zeit und Mühe, betont Rotermund. „Da müssen andere Dinge, die scheinbar wichtiger sind, wie Kundenakquise, auch mal warten.“ Doch die Investition in Mitarbeiter zahle sich langfristig in barer Münze aus.

Das bestätigt die Analyse der 100 besten Arbeitgeber. 48 Prozent der Siegerfirmen bezeichnen ihre Gewinnentwicklung im Branchenvergleich als „überdurchschnittlich“, weitere 24 Prozent sogar als „stark überdurchschnittlich“. Die Besten schaffen zudem mehr neue Stellen als vergleichbare Unternehmen.

„Gute Arbeitgeber sind keine Sozialromantiker, sondern erfolgreiche Leistungsgemeinschaften“, bringt es Frank Hauser, Geschäftsführer von Great Place to Work Deutschland, auf den Punkt. 88 Prozent der Mitarbeiter der 100 Sieger sagen: „Ich bin stolz auf das, was wir gemeinsam leisten.“

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