Ratgeber für Manager
Wie Sie den Druck in Sandwichpositionen aushalten

Auf der einen Seite die Mitarbeiter, auf der anderen die eigenen Chefs – dazwischen der Abteilungsleiter. Worauf Führungskräfte im mittleren Management achten sollten.

Ohne sie läuft nichts. Sie leiten Abteilungen, Teams oder Projekte, sitzen an den wichtigen Schaltstellen von Unternehmen und setzen ganz konkret die Strategien um, die sich die Topmanager, ihre Vorgesetzten, ausgedacht haben.

In dieser sogenannten Sandwich-Position bleiben Führungskräfte nicht nur oft unsichtbar. Sie müssen auch einen Weg finden, mit der großen Herausforderung fertig zu werden, die zum Teil gegensätzlichen Ansprüche ihrer Chefs und die der eigenen Mitarbeiter unter einen Hut zu bekommen.

„Von oben wird erwartet, Ziele zu erreichen und für Produktivität zu sorgen. Nach unten muss ich die Interessen meines Teams wahren, indem ich für eine gute Arbeitsatmosphäre sorge“, sagt Helmut Hofbauer, Managementberater aus Wörthsee in Oberbayern und Autor des Buches „Einstieg in die Führungsrolle“.

Irgendjemand wird immer enttäuscht sein

Diesen Ansprüchen gerecht zu werden, ist eine ständige Gratwanderung. Das gilt vor allem, wenn ein Mitarbeiter neu in eine solche Position aufgerückt ist. Viele glauben, sie müssten sämtlichen Anforderungen gerecht werden. Das, so Hofbauer, sei aber ein typischer Fehler. „Wenn ich die Erwartungen zu 80 Prozent erfüllen kann, ist das schon sehr viel“, sagt er. Spannungen seien in Sandwichpositionen nicht zu vermeiden. „Das Aushalten von Enttäuschungen ist ein Teil des Führungsjobs“, betont er. Irgendjemand werde immer enttäuscht sein, das lasse sich nicht ändern.

Etwa jeder zehnte Mitarbeiter mittelständischer und großer Unternehmen zählt laut einer Studie der Dr. Jürgen Meyer-Stiftung zur Führungsebene der „Mittelmanager“. Sie spielen „eine entscheidende Rolle für den Erfolg vieler Unternehmen und werden auch in Zukunft ihre Bedeutung behalten“, heißt es in der Untersuchung. Und sie müssen einiges leisten.

Berater Hofbauer bringt die schwierige Aufgabe auf den Punkt: „Man muss sich für das Team und die Ziele der Abteilung verantwortlich fühlen, die Führungsrolle annehmen, bereit für Diskussionen und Konflikte sowie willens sein, Verantwortung zu übernehmen“, sagt Hofbauer. Zudem müsse man sich in die Lage der Mitarbeiter versetzen, sozial kompetent sein und auch Widersprüche aushalten.

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