Recruiting Trends 2013
Zeitungsanzeigen verlieren immer weiter an Bedeutung

Gute Jobs bekommt man nur über Beziehungen. Die richtigen Leute zu kennen ist das A und O. Doch eine aktuelle Umfrage zeigt: Die meisten Stellen in Deutschland werden immer noch über die klassische Bewerbung vergeben.
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KölnNetworking ist das Trendthema. Wege und Möglichkeiten des Online- und auch Offline–Netzwerkens beherrschen Diskussionen und Veröffentlichungen rund um das Thema Bewerbung. Wie wichtig die klassische Kombination aus Anschreiben und Lebenslauf trotzdem ist, belegt die Auswertung der Personalbeschaffung unter den 1.000 Top-Unternehmen Deutschlands im Rahmen der Studie „Recruiting Trends 2013“. Seit zehn Jahren analysiert das Centre of Human Resources Information Systems (CHRIS) der Universitäten Bamberg und Frankfurt a.M. zusammen mit der Jobbörse Monster die Trendthemen in Sachen Personalrekrutierung. Auf welchem Rekrutierungskanal letztendlich die Einstellung des Personals basiert, war eine zentrale Frage der Studie.

Das Gros an Einstellungen, fast 40 Prozent, erfolgte im vergangenen Jahr auf Basis von Bewerbungen auf Stellenanzeigen im Internet. Drei von zehn Einstellungen wurden außerdem über Stellenausschreibungen auf der eigenen Unternehmen- oder Karrierewebsite vorgenommen. Lediglich elf Prozent der Stellenbesetzungen gehen auf Printanzeigen zurück. Warum dies so ist, erklärt Elke Guhl, Vice President Marketing CE von Monster.de: „Weil es immer noch der effizienteste Weg ist, offene Positionen zu besetzen. Zum einen sind in den Personalabteilungen gar nicht die Ressourcen vorhanden eine größere Anzahl von Stellen aufwendig durch Active Sourcing zu besetzen und zum anderen suchen Kandidaten nun mal am häufigsten bei Online Stellenbörsen nach ihrem nächsten Job.“

Mit dem Jobturbo durchsuchen Sie mehr als 215.000 Stellenanzeigen in 36 deutschen Stellenbörsen.
Diese Jobs suchen die Handelsblatt-Leser:
1. Ingenieur   6. Bauingenieur
2. Geschäftsführer   7. Marketing
3. Financial Analyst   8. Jurist
4. Controller   9. Volkswirt
5. Steuerberater   10. Designer

Und wo bleiben persönlichen Empfehlungen und Netzwerker? Die direkte Mitarbeiterempfehlung führte bei immerhin ca. 8,3 Prozent der Unternehmen zur Einstellung. Schlusslicht bilden erfolgreiche Einstellungen aufgrund von Social-Media-Aktivitäten (4,5 Prozent). Dies wird jedoch nicht so bleiben, prognostizieren die Unternehmen, die bereits jetzt ihre Mitarbeiter dazu anhalten, offline im privaten Umfeld für die freien Stellen zu werben.

Die beliebteste und für Unternehmen einfachste und effizienteste Lösung der Personalbeschaffung ist ganz klar die Veröffentlichung auf der eigenen Unternehmenswebeseite. Neun von zehn freien Stellen werden hier ausgeschrieben. Beim Surfen auf den Karriereseiten potenzieller Arbeitgeber werden Bewerber also in der Regel am besten fündig.

Die Bedeutung von Online Stellenbörsen wie Monster.de oder Metasuchmaschinen wie dem Handelsblatt Jobturbo ist innerhalb des Untersuchungszeitraums konstant gewachsen. Noch nie zuvor wurden so viele Stellen in Online Kanälen veröffentlicht wie im vergangenen Jahr. Im Vergleich: 2003 lag der Anteil der hier veröffentlichten Vakanzen noch  gerade einmal bei 52 Prozent. Im letzten Jahr waren es schon rund 70 Prozent. Fündig werden Bewerber auch mithilfe der Stellenbörse der Bundesagentur für Arbeit (BA). Ihr liefern ca. 27 Prozent der Unternehmen ihre Vakanzen.

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