Selbstvermarktung im Netz
So gelingt der perfekte Imagewechsel

Brüche im Lebenslauf kommen immer häufiger vor. Doch stellen sie Jobwechsler und sogenannte Patchworker gerade im Internet vor ungeahnte Herausforderungen: Wie positioniert man danach seine Online-Marke neu?
  • 1

Vivian Pein hat lange an ihrem Image gebastelt. Zwei Jahre arbeitete sie als Community-Managerin bei Xing, war auf Netzwerktreffen im realen Leben ebenso präsent wie auf allerlei digitalen Plattformen. Obendrein schreibt die 29-Jährige seit 2007 ein eigenes Blog und organisierte zahllose Fachmessen für Onliner, sogenannte Barcamps. Alles zusammen eine beeindruckende Bilanz – noch dazu eine, die ihr in den vergangenen Jahren einen veritablen Ruf in der Online-Welt beschert hat.

Oder wie Fachleute sagen würden: Vivian Pein besitzt eine starke Eigenmarke.

Vor wenigen Monaten wechselte sie jedoch zum Logistikunternehmen Hermes – als Social Media Managerin. Die Jobs sind verwandt und doch grundverschieden. Im Hamburger Stadtteil Langenhorn verantwortet Vivian Pein nun sämtliche Web-Strategien, baut ein Community-Team mit derzeit zwei Mitarbeitern auf sowie die Hermes-Präsenzen auf Facebook und Twitter. Doch sie hat ein Problem: „Egal, wo ich hinkomme – viele begrüßen mich so, als sei ich noch immer bei Xing.“

Obwohl sie ihren Jobwechsel überall im Netz kommuniziert hat, ist er an vielen vorbeigerauscht. Zwei Jahre Markenpflege im Netz – das schüttelt niemand leicht wieder ab.

So wird es künftig immer mehr Menschen ergehen. Der Aufbau einer Eigenmarke im Internet gehört zum Standardrepertoire moderner Wissensarbeiter. Selbstständige und Freiberufler kommen kaum noch ohne sie aus, aber auch Berufseinsteiger und Fachkräfte legen sich zunehmend solche Profile zu – weil sich Karrierechancen dadurch mittlerweile merklich erhöhen lassen.

Kommentare zu " Selbstvermarktung im Netz: So gelingt der perfekte Imagewechsel"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Das ist doch weitgehend eine Nabelschau: Sicher gibt es ein paar wenige Bereiche, in denen es wie im Artikel beschrieben zugeht. In den meisten Branchen sieht das aber ganz anders aus.

    Die Aktivität im Xing-Bereich für meine Branche liegt bei vielleicht 2 Beiträgen/Woche, die vorzugsweise Vorstellungen von Neueinsteigern oder kaum verborgene Werbung sind. Meine Website kann bei branchenspezifischen Suchbegriffen mit Wikipedia, Stepstone oder meinem Berufsverband konkurrieren, das bringt mir aber trotzdem so gut wie keine Kunden ein. Meinen Kollegen geht es kaum anders.

    Praktisch alle Großkonzerne, von denen ich vorzugsweise lebe, haben die Suche nach Dienstleistern ausgelagert. Die Personalberatungen verlassen sich ihrerseits auf ihre Datenbanken und beispielsweise Gulp oder Resoom.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%