Selbstvermarktung im Netz So gelingt der perfekte Imagewechsel

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Soziale Netzwerke immer wichtiger für Markenbildung
Soziale Netzwerke wie Xing, Facebook oder Twitter sind für die persönliche Markenbildung mittlerweile unerlässlich. Quelle: dpa

Soziale Netzwerke wie Xing, Facebook oder Twitter sind für die persönliche Markenbildung mittlerweile unerlässlich.

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Und es kommt ein Problem hinzu: Das Internet vergisst nichts. Suchmaschinen orientieren sich bei ihren Trefferlisten eben nicht nach der Aktualität eines Eintrags, sondern nach dessen Relevanz. Wer sich neu erfindet und sein altes Leben hinter sich lassen möchte, kann deshalb noch lange nicht hoffen, dass sein virtuelles Suchprofil diese Veränderung sofort spiegelt. Die alten Einträge kleben an einem wie Kaugummi an der Schuhsohle.

Das betrifft keinesfalls nur Freiberufler oder Angestellte, die Lust haben, etwas Neues auszuprobieren. Genauso betroffen sind Fachkräfte, die innerhalb eines Unternehmens eine neue Profession ergreifen, oder Führungskräfte, die durch einen Jobwechsel eine Blamage abschütteln wollen. Es ist vergleichbar mit einem Comeback – nur virtueller und virtuoser.

Egal, ob der inszenierten Wiederauferstehung eine Phase des Taumelns, Strauchelns und Stürzens vorausging – der perfekte Imagewechsel gelingt vor allem in drei Schritten:

Vor jedem Neuanfang steht gründliche Planung. Andernfalls riskiert jeder Jobwechsler, sein Publikum zu verwirren und sein Image endgültig ins Diffuse zu zerstäuben. Dabei gilt es, die neue Eigenmarke zunächst genau zu definieren: Wofür wollen Sie künftig stehen? Was ist die wesentliche Veränderung in Ihrem Beruf? Was zeichnet Sie künftig aus?

Nutzen Sie die erste Zeit in der Versenkung zur Standortbestimmung und Selbstanalyse. Diese Fokussierung hilft nicht zuletzt dabei, seine Kräfte später umso effektiver zu konzentrieren. Sie ist aber auch notwendig, um in dem ganzen virtuellen Knäuel einen roten Faden zu spinnen und diesen herauszuarbeiten.

„Das ist wie Spurenlegen“, sagt Marcus Schmidt, Chef der Personalberatung Hanover Matrix in München. „Man simuliert dabei eine Markenkontinuität, die bislang noch nicht existiert.“

Drei Phasen zur erfolgreichen Eigenmarke
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1 Kommentar zu "Selbstvermarktung im Netz: So gelingt der perfekte Imagewechsel"

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  • Das ist doch weitgehend eine Nabelschau: Sicher gibt es ein paar wenige Bereiche, in denen es wie im Artikel beschrieben zugeht. In den meisten Branchen sieht das aber ganz anders aus.

    Die Aktivität im Xing-Bereich für meine Branche liegt bei vielleicht 2 Beiträgen/Woche, die vorzugsweise Vorstellungen von Neueinsteigern oder kaum verborgene Werbung sind. Meine Website kann bei branchenspezifischen Suchbegriffen mit Wikipedia, Stepstone oder meinem Berufsverband konkurrieren, das bringt mir aber trotzdem so gut wie keine Kunden ein. Meinen Kollegen geht es kaum anders.

    Praktisch alle Großkonzerne, von denen ich vorzugsweise lebe, haben die Suche nach Dienstleistern ausgelagert. Die Personalberatungen verlassen sich ihrerseits auf ihre Datenbanken und beispielsweise Gulp oder Resoom.

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