Studie
Übergewichtige haben schlechtere Chancen im Job

Menschen mit Übergewicht haben weniger Führungsqualitäten – so urteilten Personalverantwortliche in einer Studie der Uni Tübingen. Vor allem Frauen kann Übergewicht die Karriere verbauen.
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TübingenÜbergewicht kann nicht nur die Gesundheit beeinträchtigen, sondern den Betroffenen auch eine berufliche Karriere verbauen: Dies ergab eine Studie von Wissenschaftlern der Universität Tübingen, die 127 Personalverantwortliche befragten. Demnach werden dicken Menschen zum Beispiel Führungsqualitäten abgesprochen. Dies gilt insbesondere für übergewichtige Frauen.

Den Probanden wurden sechs Fotos von Personen mit unterschiedlichem Körpergewicht vorgelegt. Sie sollten einschätzen, welchen Beruf die sechs Menschen ausüben - dabei sollten sie aus einer Liste wählen. Außerdem sollten sie diejenigen benennen, von denen sie glaubten, dass sie bei einer Bewerbung um eine Abteilungsleiterstelle in die engere Wahl genommen würden.

„Die Ergebnisse unserer Studie sind eindeutig“, erklärte die Wissenschaftlerin Katrin Giel. „In beiden Fällen schnitten die Übergewichtigen sehr schlecht ab. Ihnen wurde fast nie ein Beruf mit hohem Prestige zugetraut und sie wurden ebenso selten für eine Abteilungsleiterstelle ausgewählt.“

Die Studie wurde im Juli im Fachjournal „BMC Public Health“ veröffentlicht.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Studie: Übergewichtige haben schlechtere Chancen im Job"

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  • nicht nur Übergewichtige! Es will auch keiner Mitarbeiter über 38 haben oder Behinderte.

    da muss man sich andere Nischen suchen - Dasein als abhängig Beschäftigter wird da nichts.

    fürs Hässlichsein und Fettsein kann man ja meistens nichts.

    die Piraten haben hier letztens mit anonymen Bewerbungen angefangen - Alter, Aussehen, Familienstand, Geschlecht -- war alles egal

    nur die bisherigen beruflichen Abschnitte und Zeugnisse musste man mitteilen.

    ich finde, vor allem die Altersdiskriminierung ist in Deutschland ein Problem, noch vor der Diskriminierung von Adipösen, Hässlichen, Migranten und Behinderten.

    Frauen werden noch am Wenigsten diskriminiert, was sich allein schon aus ihrer Berufswahl ergibt. Die haben sich nunmal andere Berufsfelder erschlossen.

    ab 38 kann man nur noch auswandern, um eine Stelle zu finden. Damit gilt man in Deutschland als Scheintoter. Da ich das weiß bewerb ich mich inländisch gar nicht erst.

  • Ein großer Teil der Übergewichtigen ist aber auch selber Schuld. Sie essen und essen -- bis zum Platzen.
    Das lässt natürlich auf fehlende Disziplin schließen.
    Wer sich selbst nicht im Griff hat, wie soll der andere Dinge in Griff bekommen. Natürlich gibt es Ausnahmen, aber Zunächst mal ist es eben kein einladender Eindruck, wenn jemand kaum durch die Türe kommt. Wenn man sie alle so beobachtet, was sie essen- wieviel sie essen--na dann-
    mich wundert da nichts mehr.
    Entsprechend viele Dicke gibt es auch. Fazit: FDH und es wird besser...und mindestens einen Fasttag in der Woche...

  • Wir brauchen sofort eine Quote für Übergewichtige und ganz besonders für übergewichtige Frauen.

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