Testserie E-Bikes
Schwarz, schlicht - und ein E-Bike mit Bosch

Bei Autos ist Bosch nicht wegzudenken. Jetzt bietet der Technologiekonzern auch einen Elektroantrieb fürs Fahrrad an. Die VSF Fahrradmanufaktur hat damit ein "unspektakuläres" Bike kreiert - das genau dadurch überzeugt.
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DüsseldorfSerie: Elektrobike-Tests

Entspannt in den Arbeitstag starten – das klappt mit dem Auto selten. Stau und Spritpreise sorgen für Zähneknirschen. Einfacher ginge es mit dem Rad ins Büro. Aber wer sitzt schon gern verschwitzt am Arbeitsplatz? Fahrräder mit Elektroantrieb versprechen einen mühelosen Arbeitsweg mit positiver Ökobilanz. Handelsblatt Online hat einige E-Bikes getestet.

Schwarze Farbe, klassisches Design - bis auf eine rote Klingel ist das P-700 ganz ein Trekking-Fahrad der alten Schule. Wären nicht all die modernen Anbauteile und der Rahmen nicht aus Aluminium, dann könnte das Bike aus dem Hause VSF Fahrradmanufaktur glatt  aus der guten alten Zeit kommen. Und genau das ist der eigentliche Clou dieses E-Bikes. Spektakulär ist, dass das P-700 so verflixt unspektakulär ist. Und das in jeder Hinsicht.

Denn solange man keinen Blick auf die linke Seite des Fahrrads riskiert, ist beim P-700 von einem Elektroantrieb nicht viel zusehen.Während bei anderen Pedelecs der Akku oft klobig wie ein Backstein gut sichtbar am Rahmen befestigt ist, versteckt sich die Batterie des P-700 unter dem Gepäckträger. Ein Kabelgewirr gibt es nicht und der Elektroantrieb klebt recht unauffällig und von einer Plastikblende verdeckt unterm Tretlager.

Unauffällig ist auch das Stichwort beim Fahren. E-Bikes haben ja die Angewohnheit, teils ein recht ungestümes Temperament zu haben. Bei manchen Bikes machen ungeübte Fahrer schnell mal einen Satz nach vorne, weil der Motor zu schnell mit zu viel Kraft anspringt. Das ist beim P-700 nicht der Fall. Ja, in der höchsten Leistungsstufe des schnellsten Fahrmodus (insgesamt stehen vier zur Auswahl) kann auch das P-700 aus dem Stand weg einen flotten Start hinlegen. Aber in der Regel läuft der Motor kultiviert, unterstützt die Fahrt sanft und kontinuierlich, schnurrt wie ein Kätzchen. Überraschungen sind nicht vorgesehen, weder positive noch negative.

Besonders schön unspektakulär: Andere E-Bikes fahren sich auch wie E-Bikes, also wie ein seltsamer Zwitter aus Mofa und Fahrrad. Das P-700 nicht. Dieses Pedelec fühlt sich auch trotz 250 Watt Mittelmotors wie ein Fahrrad an. Ein großer Pluspunkt. Mit hohen Spitzengeschwindigkeiten und dem Gefühl, über Nacht Superkräfte erlangt zu haben, kann das VSF-Fahrrad allerdings nicht aufwarten - bei 25 km/H ist es mit der Elektrounterstützung vorbei. Aber an steilen Autobahnüberfahrten surrt das P-700 zumindest in der höchsten Leistungsunterstützung “Speed” auch aus dem Stand locker los - was fast schon wieder ein bisschen spektakulär ist.

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Die Bedienung ist nicht ganz durchdacht

Kommentare zu " Testserie E-Bikes: Schwarz, schlicht - und ein E-Bike mit Bosch"

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  • das ist ja ganz gut soweit, aber ich hab nichts wirklich neues entdeckt, was Gazelle, Hartje usw. nicht auch gleich oder ähnlich schon seit jahren verbauen!

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