Tipps fürs Mitarbeitergespräch

„Weniger rechnen, mehr reden!“

Alle Jahre wieder: In vielen Unternehmen stehen jetzt die Jahresendgespräche an. Zumindest bei denen, die Mitarbeitergespräche führen. Für viele sind die jährlichen Feedbacks nämlich bloß lästig. Wie es richtig geht.
Mitarbeitergespräche finden oftmals nicht statt oder sind ein reiner Chef-Vortrag. Quelle: Imago
Das Gespräch mit dem Chef

Mitarbeitergespräche finden oftmals nicht statt oder sind ein reiner Chef-Vortrag.

(Foto: Imago)

Einmal im Jahr steht das Mitarbeitergespräch auf der Agenda. Doch was ein gutes Feedback-Instrument sein könnte, ist für viele - Arbeitnehmer und Arbeitgeber - bloß ein lästiger Pflichttermin. Insofern finden Personalgespräche in vielen Unternehmen gar nicht statt. Lob und Tadel gibt es einfach als direkte Reaktion.

Zahlreiche Unternehmen, gerade im Mittelstand, haben keine echte Feedback-Routine und keine regelmäßigen Termine, beobachtet Doris Mailänder, Geschäftsführerin der Hamburger Personalberatung TreuenFels: „Insbesondere in unserem Spezialgebiet, dem Finanz- und Rechnungswesen sowie im Controlling, baut man allein auf gewachsene Strukturen und oft langjährige Beziehungen.

Anders als etwa im Vertrieb werden nur selten Mitarbeitergespräche geführt.“ Dabei sei das direkte Gespräch die beste Gelegenheit, um Wertschätzung zu vermitteln, Ängste oder Kündigungsabsichten abzubauen und Mitarbeiter zu binden. „Im Gespräch erreicht man mit wenig Aufwand so viel mehr als mit dem Riesenprogramm zum Employer Branding“, so Mailänder.

Doch auch namhafte Konzerne mit festem Turnus und ausgefeilten Bewertungskriterien haben mit dem Jahresendgespräch oft ihre liebe Not: Ihr Fokus liegt nicht darauf, wie die Leistung des Mitarbeiters gesichert oder weiter gesteigert werden kann.

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