Unfähige Vorgesetzte Hilfe, mein Chef ist eine Niete!

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„Mitarbeiter zelebrieren ihre Ohnmacht“
So werden Sie am Arbeitsplatz glücklicher
Lächeln
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Menschen, die häufig lächeln, haben weniger oft Herzkrankheiten und leben länger, schreibt Ilona Bürgel in ihrem Buch „Die Kunst, die Arbeit zu genießen“. Selbst wenn wir uns zwingen, den Mund zu einem Lächeln zu verziehen, erkennt das Hirn den Unterschied nicht und empfängt die Botschaft, dass wir glücklich sind.

Ausgehen, statt zuhause fernsehen
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Glückliche Menschen verbringen 30 Prozent weniger Zeit vor dem Fernseher und sind lieber mit anderen unterwegs. Kino, Kirche oder Tanzen egal: Das Beisammensein mit anderen Menschen zählt.

Erinnerungen an schöne Momente aufbewahren
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Ob Fotos, Steine oder eben Hasen - die Erinnerungsstücke an schöne Momente tragen zu späteren Glücksgefühlen bei und sorgen für die Erwartung weiteren Glücks.

Sport treiben
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Bewegung baue das Stresshormon Cortisol ab und vertreibe Depressionen, so die Autorin. Wenige Minuten pro Tag reichen bereits. Noch besser ist die Wirkung im Freien, da dann zusätzlich Vitamin D produziert wird, das gesund und glücklich macht.

Yoga machen
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Bürgel zitiert eine Studie mit 160 Yoga-Lehrern. Diese ergab, dass regelmäßiges Yoga die Glücksblutwerte um 27 Prozent steigert.

Sich mit glücklichen Menschen umgeben
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Nicht nur negative Informationen, Gefühle und Haltungen stecken an - Glücklicherweise funktioniert das Prinzip auch umgekehrt. Wer bei der Arbeit positive Gefühle hat, nimmt diese mit nach Hause und überträgt sie so ins Privatleben. Und weiter bewirkt ein glückliches Privatleben auch gute Gefühle im Job - der Kreis schließt sich.

Sich massieren lassen
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Massagen sollen die Abwehrkräfte steigern und Stresshormone im Körper abbauen.

Doch in manchen Unternehmen fällt es den höheren Führungskräften oftmals nicht auf, dass der eigentliche Chef seine Führungsaufgabe ignoriert. Denn in manchen Betrieben erklärt sich oftmals ein normaler Mitarbeiter zur informellen Führungskraft: Er strukturiert Meetings, fasst die Inhalte anschließend zusammen und ist der erste Ansprechpartner, wenn andere Angestellte Fragen haben.

Wenn es diesen informellen Chef nicht gibt, lautet die Devise der Mitarbeiter meistens: Flucht oder Kampf. Manche akzeptieren die Inkompetenz ihres Vorgesetzten kommentarlos, kündigen innerlich und erbringen dementsprechend weniger Leistung. Andere reagieren gereizt, bilden Grüppchen – um sich gegenseitig zu bemitleiden oder um zu lästern. „Manche Mitarbeiter steigern sich in die Situation hinein, jammern bei jeder Kleinigkeit und zelebrieren ihre eigene Ohnmacht“, erzählt Schmeer.

Der schwache Chef nimmt dieses Verhalten wahr, ist verunsichert und zieht sich in seine eigene Komfortzone zurück. Anstatt seinen Führungsstil zu reflektieren, verfällt er laut Schmeer oft in Selbstmitleid, nach dem Motto: „Ich wäre so ein toller Chef, wenn nur meine Mitarbeiter mehr drauf hätten.“ Die Konsequenz: Die Fronten verhärten sich. Anstatt ihr Schicksal als gottgegeben hinzunehmen, sollten Mitarbeiter sich nach Ansicht von Müllerschön erstmal darüber bewusst werden, welche konkrete Erwartungen sie an ihre Führungskraft haben.

Oftmals herrscht bei den Chefs selbst große Unwissenheit darüber, was ihre Aufgaben sind. Anstatt sich den Schreibtisch mit Arbeit vollzuladen, ist ihr Auftrag, das Team zusammenzuhalten, zu stärken – im Grunde also zu führen. „Je höher die Führungsebene ist, desto weniger Fachwissen und umso mehr Führungskompetenzen benötigt der Chef“, weiß Müllerschön.

Wie schlechte Chefs ihre Mitarbeiter vergraulen
Mitdenken nicht erwünscht
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Wunsch: Manuel B., 23, arbeitet im Bereich Kundenservice im Back Office. Er möchte, dass Vorgesetzte ihn ernst nehmen und ihm Handlungsspielraum lassen. Sein Chef muss für ihn ein Vorbild sein. Respekt erhält ein Vorgesetzter von Manuel, wenn er seine Sache gut macht und ihm etwas beibringen kann – nicht umgekehrt.
Mitarbeiterrealität: Manuel B. ist unzufrieden mit seinem Chef, denn er fühlt sich nicht gefördert. Er ist ein flinker Kopf und denkt mit. Wenn er ineffiziente Arbeitsschritte und Fehler identifiziert, will er sie gerne verändern – am liebsten eigenständig. Auch beim Chef entdeckt er solche Fehler. Der will aber nichts davon wissen – Manuel hat nichts zu melden. Er soll sich gefälligst an die Arbeitsanweisungen halten – das war’s.

Im Ton vergriffen
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Wunsch: Inge S., 49, arbeitet in einer sozialen Einrichtung. Sie wünscht sich, dass Vorgesetzte freundlich und angemessen kommunizieren. Insbesondere mit den psychisch erkrankten Menschen erwartet sie einen einfühlsamen Umgang.
Mitarbeiterrealität: Inge S. erlebt ihre Chefin als dominant und unsensibel: „Sie verträgt keine Kritik, teilt aber gut aus. Sie versucht mir Arbeiten aufzudrücken, auch wenn ich ihr sage, dass das die Kollegin macht. Wenn jemand in ihr Büro kommt und sie im Gespräch stört, reagiert sie sehr genervt und unwirsch. Das ist unsachgemäß und für eine Chefin nicht gebührlich.“

Ich kompetent, du nicht
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Wunsch: Lara M., 27, ist Personalreferentin. Sie braucht eine Führungskraft, die ihr Anerkennung zeigt, sie unterstützt und ihr Selbstsicherheit gibt: „Sie muss ansprechbar sein, wenn ich Schwierigkeiten habe, ohne dass mir das als Inkompetenz ausgelegt wird. Ich möchte spüren, dass meine Arbeit und das, was ich tue, gesehen werden. Auch der menschliche, herzliche Umgang ist mir wichtig.“
Mitarbeiterrealität: Lara M. fühlt sich verunsichert und demotiviert. Sie wurde schlecht eingearbeitet, dafür wird sie nun von ihrem Chef umso mehr kontrolliert. Sie erhält von ihm sehr viel Kritik und wenig positive Rückmeldung: „Ich weiß immer schon, egal wie ich es mache, ist es ihm sowieso nicht recht. Das nagt sehr an meinem Selbstbewusstsein. Er verhält sich immer nach dem Motto ‚Ich bin der Chef und nur was ich sage, ist richtig‘.“

Leise Töne überhört
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Wunsch: Barbara L., 56, ist Verwaltungsangestellte. Für sie ist es wichtig, dass Vorgesetzte sie und die anderen Mitarbeiter gleichberechtigt behandeln. Sie möchte, dass ihr Chef ihren Verantwortungsbereich respektiert und sich genauso an die Regeln hält, wie es von ihr selbst erwartet wird.
Mitarbeiterrealität: Barbara L. erlebt leider etwas anderes: „Er hört die Mitarbeiter mehr, die lauter schreien. Ich bin eher ruhiger und setze mich nicht so stark durch. Dadurch komme ich oft kürzer.“ Neulich setzte ihr Chef einfach einen neuen Lieferanten ein, ohne sie darüber zu informieren, geschweige denn sich mit ihr abzustimmen. „Da stehe ich bei den anderen dumm da, wenn ich nicht einmal darüber Bescheid weiß.“

Wo das Chaos regiert
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Wunsch: Bettina O., 38, ist verantwortlich für die interne Kommunikation in ihrem Unternehmen. Sie arbeitet sehr gerne selbstständig und liebt eine „lange Leine“. Von Vorgesetzten braucht sie eigentlich nur eine klare Richtungsvorgabe. Dabei wünscht sie sich auch, dass ihr Chef ein Bild davon hat, was sie tut.
Mitarbeiterrealität: Bettina O. stellt ihre Strategie alleine auf. Ihre Vorschläge werden kritisiert, aber Verbesserungshilfen erhält sie keine. Sie sieht ihren Chef nur sehr unregelmäßig: „Er weiß dadurch oft gar nicht, was bei mir los ist. Manchmal besprechen wir meine Prioritäten und später fragt er nach der unwichtigsten davon. Oder er fragt mich, ob ich Zeit hätte, zu einem Meeting zu gehen, obwohl ich ihm kurz vorher gesagt habe, dass ich nicht weiß, wo mir der Kopf steht.“

Am Team vorbeigeschaut
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Wunsch: Karla D., 42, arbeitet als Psychologin in einer Klinik. Sie schätzt es, sich regelmäßig im Team auszutauschen. Sie wünscht sich, dass Vorgesetzte offen für Verbesserungsvorschläge sind und gute Rahmenbedingungen für ihre Arbeit schaffen: „Eine Führungskraft sollte nicht nur die Sachebene, sondern genauso das Team im Blick haben.“
Mitarbeiterrealität: Karla D. erkennt: „Mein Chef vernachlässigt seine Führungsrolle.“ Mitarbeitergespräche gibt es kaum. In der Arbeit mit Patienten erfährt sie Unterstützung, aber nicht, wenn es um ihre Belange geht. Es gab bereits einige längere krankheitsbedingte Ausfälle unter ihren Kollegen, trotzdem ändert der Chef nichts. Auch unterstützt er wenig, dass das Team gemeinsam Fälle bespricht und sich berät.

Warten auf den Chef
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Wunsch: Dieter K., 58, ist Projektleiter. Er arbeitet am liebsten, wann er möchte und so, wie er es für richtig hält. „Mein Chef soll mich einfach in Ruhe meine Arbeit machen lassen. Ich brauche eigentlich nicht unbedingt einen Chef, zumindest keinen, der mir alles vorschreibt“, sagt er. Er wünscht sich eine flexible Gestaltung von Prozessen und Vertrauen von seinem Chef.
Mitarbeiterrealität: Dieter K. ärgert sich über seinen Chef: „Ich engagiere mich, arbeite sogar an Urlaubstagen, und wenn ich dann mal aus privaten Gründen nicht da bin, macht er gleich eine große Welle. Wenn ich hingegen etwas von ihm brauche, ist er schwer zu erreichen.“ Auch Kalkulationen für kleinere Standardangebote muss Dieter K. vom Chef absegnen lassen. Der lässt mit einer Antwort aber gerne auf sich warten.

Erst wenn sich der Mitarbeiter darüber bewusst ist, was er von seinem Chef erwartet, sollte die Konfrontation folgen. „Der Chef ist auf das Feedback seiner Mitarbeiter angewiesen, um zu wissen, ob er seinen Job gut macht“, sagt Schmeer. Doch viele Mitarbeiter haben Angst vor dem Gespräch oder befürchten, dass der Chef nach dem Feedback sein Verhalten nicht ändern wird. Wenn die Gespräche mit dem Chef zum wiederholten Mal erfolglos waren, hilft meistens nur noch der Weg zur nächst höheren Führungskraft. Auch, wenn das erstmal unangenehm erscheint. „Der Mitarbeiter sollte sich darüber bewusst sein, dass er dem Unternehmen einen Gefallen tut, wenn er versucht, dadurch Probleme zu lösen“, meint Schmeer.

Müllerschön hält das Überspringen einer Hierarchieebene in manchen Fällen für problematisch – zum Beispiel, wenn der nächst höhere Chef ähnlich tickt wie der Problem-Vorgesetzte. „In unserer Gesellschaft gilt ohnehin schon oft genug: ,Lieber über andere reden als miteinander reden.`“ Ein guter Chef schickt den Mitarbeiter seiner Meinung nach zurück zum Chef mit dem Auftrag, mit diesem zu reden oder arrangiert, falls das nichts bringt, ein Dreier-Gespräch.

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1 Kommentar zu "Unfähige Vorgesetzte: Hilfe, mein Chef ist eine Niete!"

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  • Also wenn der Satz stimmt: "Der Erfolg eines Unternehmens steht und fällt mit dem Chef.", dann erübrigt sich der Rest des Artikel, weil man eben nicht sinnvoll darauf reagieren kann. Hm, real gesehen gibt es eben nicht nur schwache Chefs, sondern auch schwache Mitarbeiter, and last but not least: schwache Berater! :-)

    Ok, unterm Strich sind meist alle mittelmässig! die Frage ist dann doch: wie macht man aus den ganzen Mittelmaß trotzdem eine starke Truppe....

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