Unfähige Vorgesetzte: „Mitarbeiter zelebrieren ihre Ohnmacht“

Unfähige Vorgesetzte
Hilfe, mein Chef ist eine Niete!

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„Mitarbeiter zelebrieren ihre Ohnmacht“

Doch in manchen Unternehmen fällt es den höheren Führungskräften oftmals nicht auf, dass der eigentliche Chef seine Führungsaufgabe ignoriert. Denn in manchen Betrieben erklärt sich oftmals ein normaler Mitarbeiter zur informellen Führungskraft: Er strukturiert Meetings, fasst die Inhalte anschließend zusammen und ist der erste Ansprechpartner, wenn andere Angestellte Fragen haben.

Wenn es diesen informellen Chef nicht gibt, lautet die Devise der Mitarbeiter meistens: Flucht oder Kampf. Manche akzeptieren die Inkompetenz ihres Vorgesetzten kommentarlos, kündigen innerlich und erbringen dementsprechend weniger Leistung. Andere reagieren gereizt, bilden Grüppchen – um sich gegenseitig zu bemitleiden oder um zu lästern. „Manche Mitarbeiter steigern sich in die Situation hinein, jammern bei jeder Kleinigkeit und zelebrieren ihre eigene Ohnmacht“, erzählt Schmeer.

Der schwache Chef nimmt dieses Verhalten wahr, ist verunsichert und zieht sich in seine eigene Komfortzone zurück. Anstatt seinen Führungsstil zu reflektieren, verfällt er laut Schmeer oft in Selbstmitleid, nach dem Motto: „Ich wäre so ein toller Chef, wenn nur meine Mitarbeiter mehr drauf hätten.“ Die Konsequenz: Die Fronten verhärten sich. Anstatt ihr Schicksal als gottgegeben hinzunehmen, sollten Mitarbeiter sich nach Ansicht von Müllerschön erstmal darüber bewusst werden, welche konkrete Erwartungen sie an ihre Führungskraft haben.

Oftmals herrscht bei den Chefs selbst große Unwissenheit darüber, was ihre Aufgaben sind. Anstatt sich den Schreibtisch mit Arbeit vollzuladen, ist ihr Auftrag, das Team zusammenzuhalten, zu stärken – im Grunde also zu führen. „Je höher die Führungsebene ist, desto weniger Fachwissen und umso mehr Führungskompetenzen benötigt der Chef“, weiß Müllerschön.

Erst wenn sich der Mitarbeiter darüber bewusst ist, was er von seinem Chef erwartet, sollte die Konfrontation folgen. „Der Chef ist auf das Feedback seiner Mitarbeiter angewiesen, um zu wissen, ob er seinen Job gut macht“, sagt Schmeer. Doch viele Mitarbeiter haben Angst vor dem Gespräch oder befürchten, dass der Chef nach dem Feedback sein Verhalten nicht ändern wird. Wenn die Gespräche mit dem Chef zum wiederholten Mal erfolglos waren, hilft meistens nur noch der Weg zur nächst höheren Führungskraft. Auch, wenn das erstmal unangenehm erscheint. „Der Mitarbeiter sollte sich darüber bewusst sein, dass er dem Unternehmen einen Gefallen tut, wenn er versucht, dadurch Probleme zu lösen“, meint Schmeer.

Müllerschön hält das Überspringen einer Hierarchieebene in manchen Fällen für problematisch – zum Beispiel, wenn der nächst höhere Chef ähnlich tickt wie der Problem-Vorgesetzte. „In unserer Gesellschaft gilt ohnehin schon oft genug: ,Lieber über andere reden als miteinander reden.`“ Ein guter Chef schickt den Mitarbeiter seiner Meinung nach zurück zum Chef mit dem Auftrag, mit diesem zu reden oder arrangiert, falls das nichts bringt, ein Dreier-Gespräch.

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  • Also wenn der Satz stimmt: "Der Erfolg eines Unternehmens steht und fällt mit dem Chef.", dann erübrigt sich der Rest des Artikel, weil man eben nicht sinnvoll darauf reagieren kann. Hm, real gesehen gibt es eben nicht nur schwache Chefs, sondern auch schwache Mitarbeiter, and last but not least: schwache Berater! :-)

    Ok, unterm Strich sind meist alle mittelmässig! die Frage ist dann doch: wie macht man aus den ganzen Mittelmaß trotzdem eine starke Truppe....

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