Chronik Hans Peter Stihl: Der Herr der Motorsäge

Chronik Hans Peter Stihl
Der Herr der Motorsäge

Stihl hat sich in über 85 Jahren vom Einmannbetrieb zu einem internationalen Motorsägen-Konzern entwickelt. Die Erfolgsgeschichte ist ist untrennbar mit der Leistung von Hans Peter Stihl verbunden, dem Sohn des Gründers.
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  • 1932: Hans Peter Stihl, Sohn des Firmengründers Andreas Stihl, wird am 18. April in Stuttgart geboren.

  • 1957: Nach der Schule studiert der junge Stihl und erhält im Jahr 1957 sein Diplom als Ingenieur. Seine ersten beruflichen Erfahrungen macht er als Konstrukteur bei der Robert Bosch GmbH und als Betriebsberater bei anderen Unternehmen.

  • 1960: Eintritt in die Firma, kurz darauf Übernahme der Abteilungsleitung „Fertigung und Konstruktion“. Zusammen mit seiner Schwester teilt sich der Ingenieur ein Büro.

  • 1963: Hans Peter Stihl drängt den Vater und Firmengründer Andreas Stihl dazu, aus der mittlerweile defizitären Schlepperproduktion wieder auszusteigen.

  • 1966: Hans Peter Stihl wird Mitglied der Geschäftsleitung mit Verantwortung für die Ressorts Entwicklung, Fertigung und Einkauf.

  • 1971: Stihl wird zur meistverkauften Motorsägenmarke weltweit.

  • 1973: Hans Peter Stihl wird nach dem Tod des Firmengründers Andreas Stihl alleiniger persönlich haftender Gesellschafter und Vorsitzender der Geschäftsführung der Andreas Stihl KG (seit 1998: Andreas Stihl AG & Co. KG). Im selben Jahr wird die erste ausländische Produktions- und Vertriebsgesellschaft in Sao Leopoldo, Brasilien, eröffnet. In den folgenden Jahren treibt Stihl die Internationalisierung des Unternehmens voran.

  • 1998: Hans Peter Stihl wird persönlich haftender Gesellschafter der Stihl Holding AG & Co. KG (Waiblingen), der Stihl Vertriebszentrale AG & Co. KG in Dieburg und der Stihl & Co. in Wil in der Schweiz sowie Beiratsvorsitzender der Stihl Holding AG & Co. KG und Vorstandsvorsitzender der Stihl AG.

  • 1980: Bis 1988 ist Hans Peter Stihl ehrenamtlich Vorsitzender des Verbands der Metallindustrie Baden-Württemberg, Stuttgart. Von 1988 bis 2001 ist er Präsident des Deutschen Industrie- und Handelstages, der Industrie- und Handelskammer Region Stuttgart (1990 bis Februar 2001) und seit Februar 2001 Ehrenpräsident beider Kammerorganisationen und gestaltet so maßgeblich die deutsche Wirtschaftspolitik mit. Darüber hinaus ist Stihl Honorargeneralkonsul der Republik Singapur in Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland.

  • 1984: Hans Peter Stihl leitet für die Arbeitgeberseite die Tarifverhandlungen über die IG Metall-Forderung nach Einführung der 35-Stundenwoche. Erst nach einem harten Arbeitskampf werden die Verhandlungen mit dem sogenannten „Leberkompromiss“ beendet. Für die Arbeitnehmer bedeutet das eine durchschnittliche Verkürzung der Wochenarbeitszeit um 1,5 Stunden auf 38,5 Stunden. Andererseits eröffnet sich so den Unternehmen die Möglichkeit, flexiblere und differenziertere Arbeitszeiten einzuführen.

  • 1997: Hans Peter Stihl wird Ehrenbürger der Stadt Waiblingen sowie in den folgenden Jahren von Prüm-Weinsheim (2001) und Tengen (2002).

  • 2001: Stihl wird ausgezeichnet mit der Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg sowie mit dem großen Verdienstkreuz mit Stern (2002).

  • 2002: Wechsel vom Vorstandsvorsitz auf den Aufsichtsratsvorsitz der Stihl AG. Die Funktion des persönlich haftenden Gesellschafters bei den vier Personengesellschaften der Stihl-Gruppe sowie der Beiratsvorsitz bei der Stihl Holding AG & Co. KG werden beibehalten.

  • 2007: Hans Peter Stihl erhält die große Staufermedaille in Gold.

  • 2012: Wechsel vom Aufsichtsratsvorsitzenden zum Ehrenvorsitzenden des Aufsichtsrats der Stihl AG und Wechsel vom Beiratsvorsitzenden zum Ehrenvorsitzenden des Beirats der Stihl Holding AG & Co. KG. Die Funktion des persönlich haftenden Gesellschafters der Stihl Holding AG & Co. KG wird beibehalten.

Carina Kontio ist Redakteurin im Ressort Unternehmen & Märkte.
Carina Kontio
Handelsblatt / Redakteurin Unternehmen

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