Hall of Fame der Familienunternehmen Weitsichtig, radikal, nachhaltig

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Betriebswirtschaft statt Bildende Kunst
Der Siegeszug von Fuchs Petrolub
Der Firmengründer
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Rudolf Fuchs begreift sehr früh, dass die Mobilisierung der Welt und der unaufhaltsame Siegeszug des Verbrennungsmotors eine einmalige Chance bieten: Diese Maschinen brauchen Schmierstoffe, sie brauchen immer mehr davon, und vor allem brauchen sie immer bessere. Darauf fokussiert Fuchs seine Anstrengungen. Sogar mit dem Fahrrad fährt Rudolf anfangs Öl aus in Mannheim.

Schmierstoff für die ganze Welt
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Im Jahr 1931 gründet er im Herzen der Industriestadt Mannheim, der Wiege der Motorisierung, sein Unternehmen: ein Import- und Vertriebsunternehmen für hochwertige Raffinerieprodukte aus Pennsylvania.

Erste eigene Produktion
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Im Jahr 1936 startet das Unternehmen seine erste eigene Produktion und eröffnet eine Niederlassung in München. Wenig später, am 19. Januar 1939, wird Rudolf Fuchs Sohn Manfred geboren.

Der Neuaufbau
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Deutschland liegt nach Kriegsende in Trümmern, und auch Rudolf Fuchs muss quasi bei null beginnen. Der erste Chemiker und Fachingenieur wird 1946 eingestellt, ein Jahr später beginnt der Neuaufbau der Verkaufsorganisation.

Viele Anwendungen
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Neben seinen bekannten Motorenölen für Pkw und Motorräder verkauft Fuchs auch Schmierstoffe für zig weitere Anwendungsgebiete – darunter Agrar- und Bauwirtschaft, Bergbau, Fahrzeug- und Maschinenbau, Gütertransport, Personenverkehr und Stahlindustrie. Auch Unternehmen aus den Bereichen Luft- und Raumfahrt sowie Lebensmittel- und Glashersteller zählen zu den Kunden von Rudolf Fuchs.

Wachstum
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Im Jahr 1951 gründet Fuchs die Tochterfirma Fuchs Lubritec für die Produktion von Hochleistungsschmierstoffen und Trennmitteln. Nach und nach werden eigene Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten aufgebaut, denn dem Unternehmen liegt es am Herzen sich vor allem mit maßgeschneiderten Lösungen für die vielfältigsten Anwendungen gegenüber der Konkurrenz abzugrenzen.
Auch auf das Thema Umweltschutz setzt die Firma früh, beispielsweise mit dem ersten biologisch abbaubaren Sägekettenöl, das 1983 auf den Markt kommt – zur Schonung der Waldböden.

Manfred Fuchs
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Als der Firmengründer Rudolf Fuchs im Jahr 1959 stirbt, übernimmt sein Sohn Manfred die Firma. 1963 wird dieser dann Geschäftsführer des Unternehmens, treibt die Expansion voran und gründet 1968 Tochtergesellschaften in Frankreich und Spanien. Als nach Umsatz wichtigste Märkte nennt Fuchs Westeuropa, Asien und Nordamerika.

Manfred Fuchs ging auch seinen Weg weitsichtig, konsequent und nachhaltig. Aber der langjährige Firmenchef des Schmierstoffspezialisten Fuchs Petrolub ging ihn ganz anders als der typische Familienunternehmer. Er ging an die Börse – bereits Mitte der 80er-Jahre. Dass auch das kein Widerspruch sein muss, zeigt seine Bilanz nach 41 Jahren Unternehmertum. Dabei wollte Fuchs gar nicht Unternehmer werden, sondern Bildhauer. Doch der Vater mahnte, der Bub solle etwas Rechtes lernen. Betriebswirtschaft also statt Bildende Kunst.

„Er hat die Kreativität des Künstlers in unternehmerische Kreativität verwandelt“, fast Laudator Sven Afhüppe zusammen. Und es geht ein Raunen durch den großen Saal des Charles Hotels als der Chefredakteur des Handelsblattes die Leistungen von Fuchs aufzählt: 70 Prozent Eigenkapitalquote, Börsenwert von mehr als 5 Milliarden Euro – Schwergewicht im MDax, 3.400 Prozent Wertsteigerung in den vergangenen 15 Jahren.

Und anders als die meisten Familienunternehmen sieht Manfred Fuchs noch heute, wie Afhüppe ausführt, dass der Börsengang einen „heilsamen Zwang“ entwickelt habe, um Dinge nüchtern zu betrachten und die familiären Emotionen auszuschalten. So zum Beispiel als Sohn Stefan sich bei der Nachfolge nicht nur beim Vater, sondern im ganzen börsennotierten Unternehmen beweisen musste. Dass dies gelungen ist und das Unternehmen heute noch erfolgreicher dasteht, ist eine generationenübergreifende Leistung, die erarbeitet sein will, vom Nachfolger und vom Übergeber.

Heute widmet sich Manfred Fuchs wieder der Kunst. „Das hilft mir auch bei meiner seelischen Balance“, sagt Fuchs in seiner Dankesrede. Mittlerweile malt er abstrakt und findet es am schwierigsten aufzuhören. In seinem Unternehmen aber hat er es geschafft.

„Sie strahlen für die deutsche Wirtschaft“
Preis für Persönlichkeiten
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Jahr für Jahr nimmt das Handelsblatt herausragende Persönlichkeiten in die Hall of Fame der Familienunternehmen auf. Zelebriert wurde das in diesem Jahr bei einem festlichen Dinner im Münchener The Charles Hotel.

Feierliches Dinner
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Auch in diesem Jahr folgten viele bekannte Familienunternehmer der Einladung. Beim Empfang tauschten sie sich über das aktuelle Wirtschaftsgeschehen, aber auch über politische Themen aus.

Bekannte Familienunternehmer
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Unter den Gästen war auch Hans Peter Stihl (links), der 2015 in die Hall of Fame aufgenommen wurde.

Bekannte Unternehmer
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Ebenfalls mit dabei: Hörgeräte-Unternehmer Martin Kind mit Ehefrau Renate.

Prominente Gäste
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Martin Herrenknecht (rechts) gehörte 2009 zu den ersten Geehrten in der Hall of Fame.

Tolles Ambiente
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Rund 200 Gäste feierten im Ballsaal des The Charles die feierliche Aufnahme der neuen Mitglieder in der Hall of Fame.

Musikalische Eröffnung
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Eröffnet wurde der offizielle Teil des Abends musikalisch. Die Sängerin Y’akoto sang ihre Songs „Diamonds“ und „Without You“.

Umrahmt wurde die festliche Preisverleihung von dem Auftritt der Sängerin Y'akoto mit ihren Songs „Diamonds“ und „Without You“.

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