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Aktionärsbriefe mit Kultstatus
„Lieber Aktionär!“

Von Weltlage bis Managementtipp: In den USA sind Briefe an die Anleger Kult. Das lässt sich von den beliebtesten Autoren, ob Investoren-Legende Warren Buffett, Banker Jamie Dimon und Online-Händler Jeff Bezos, abgucken.
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„Lassen Sie es nie zu Tag 2 kommen, denn Tag 2 ist Stillstand. Gefolgt von Irrelevanz. Gefolgt von qualvollem, schmerzhaftem Niedergang. Gefolgt vom Tod. Und deshalb ist immer Tag 1.“ Mit diesen markigen Worten in seinem jüngsten Brief an die Aktionäre hat Amazon-Gründer Jeff Bezos gerade für Aufregung gesorgt. Auf drei Seiten kondensierte der Unternehmenschef seine Weisheiten für Firmenlenker, die ein Management-Handbuch locker ersetzen können.

In den USA haben viele Aktionärsbriefe Kultstatus erreicht. Das gilt vor allem, wenn sie von Unternehmern wie Jeff Bezos, von Investoren-Legende Warren Buffett oder vom JP-Morgan-Banker Jamie Dimon stammen. Keine langweiligen Traktate, sondern Weisheiten, die die Erfolgreichen mit der Welt teilen. Aus ihnen kann der Leser nicht nur viel über das Management des jeweiligen Unternehmens erfahren. Oft kann er auch Management-Lehren für sich selbst daraus ziehen. Dabei ist das Schreiben der Epistel an die Anteilseigner eine Kunst für sich, die längst nicht alle Vorstände beherrschen.

Vater des Genres ist der 86-jährige Warren Buffett. Der zweitreichste Amerikaner hat in diesem Jahr den 53. Aktionärsbrief seiner Berkshire Hathaway Holding veröffentlicht. Buffetts Schreiben gilt als Pflichtlektüre für Klein- und Großanleger. Dabei liest der Investment-Guru nach eigenen Angaben auch die Aktionärsbriefe der anderen. Als Muss für alle ernsthaften Unternehmenschefs empfiehlt er den jährlichen Brief von JP-Morgan-CEO Jamie Dimon.

Schließlich hat sich der amerikanische Spitzenbanker Dimon sein eigenes Denkmal unter den Briefeschreibern gesetzt, als er Anfang 2007 darin de facto die Finanzkrise voraussagte: „Wir wissen nicht genau, was passieren wird oder wann, aber wir wissen, dass schlimme Dinge geschehen werden“, schrieb er kurz vor Ausbruch der Krise und begründete damit die Entscheidung, bei den Subprime-Produkten in seinem Hause Vorsicht walten zu lassen. Das stellte sich später als Segen heraus.

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