Zum Special von Handelsblatt Online

Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz „Die Belegschaft kann nur so gut sein wie die Gesellschaft"

Seite 5 von 6:
Ausländische Namen als Ausschlusskriterium
Bin ich schön? Ein Länder-Check
Models von Dove zeigen die Vielfalt des weiblichen Körpers
1 von 10

Die Körperpflege-Marke Dove untersuchte in der bisher größten und umfassendsten Studie die Ansichten zu Schönheit und Selbstvertrauen von Mädchen und Frauen aus insgesamt 13 Ländern, unter anderem Deutschland. Das Ergebnis: Ein niedriges Selbstwertgefühl und die kritische Wahrnehmung der eigenen Schönheit sind immer noch ein großes Thema (lesen Sie hier den ausführlichen Text zur Studie).

(Foto: PR Dove)

Wenn Mädchen und Frauen sich nicht wohlfühlen...
2 von 10

Überall auf der Welt nimmt das Selbstbewusstsein von Frauen, wenn es um den eigenen Körper geht, stetig ab – ungeachtet von Alter und Herkunft. Im Kern der Studie stehen vor allem die negativen Auswirkungen eines gestörten Schönheitsempfindens. Fast alle Mädchen (87 Prozent) und Frauen (86 Prozent) in Deutschland geben an, dass sie auf wichtige Aktivitäten ihres sozialen Lebens verzichten und sich freiwillig in die soziale Isolation verbannen. Besonders krass: Hierzulande hat bei fast allen Frauen (91 Prozent) und der Mehrheit der Mädchen (79 Prozent) ein negatives Körpergefühl schon einmal dazu geführt, dass sie auf Nahrung verzichtet oder ihre Gesundheit anderweitig gefährdet haben, weil sie beispielsweise Arztbesuche vermieden haben.

(Foto: Infografik Dove)

Werbung, Facebook, Twitter & Co.: Wer ist schuld?
3 von 10

Eine der wichtigsten Ursachen für den eigenen Schönheitsdruck: Eine eindeutige Mehrheit der deutschen Mädchen (66 Prozent) und Frauen (72 Prozent) nennt das durch die Medien kommunizierte unrealistische Schönheitsbild. Zusätzlich geben 50 Prozent der deutschen Frauen an, dass eine Ursache für ihr Streben nach einem Schönheitsideal ihre ständige Onlinepräsenz in sozialen Netzwerken ist.

(Foto: Infografik Dove)

Schönheit im Länder-Check
4 von 10

Ein spannendes Ergebnis der Studie ist auch, dass Schönheitsdruck zwar ein weltweites Problem ist, Frauen diesen aber je nach kulturellem Hintergrund unterschiedlich wahrnehmen. Die Nuancen und sich verändernden Schönheitsdefinitionen lassen sich in vier Gruppen aufteilen...

Die Traditionalistinnen (China, Indien, Südafrika und die Türkei)
5 von 10

Religion und gesellschaftliche Konventionen bilden den kulturellen Schwerpunkt im Leben der Traditionalistinnen. Mädchen empfinden, dass der gesellschaftliche Druck, dem Vorbild der Mutter Folge zu leisten, sehr hoch ist. Hier hat sich eine einzigartige Spannung entwickelt, da mehr und mehr junge Frauen die traditionellen Einstellungen und Schönheitsideale der vorherigen Generationen hinterfragen. Interessanterweise haben Frauen und Mädchen, die dieser kulturellen Gruppe zugehörig sind, ein höheres Körperselbstbewusstsein als im Vergleich zu den „modernen Kulturen“. 96 Prozent der indischen Frauen sind sich ihrer eigenen Schönheit bewusst – der höchste Wert im Ländervergleich!

Die Modernistinnen (Deutschland, USA, Kanada, Großbritannien und Australien)
6 von 10

Während ihr privates und öffentliches Leben von einem modernen Standard an Gleichberechtigung und Freiheit geprägt sind, erfahren Modernistinnen einen hohen gesellschaftlichen Druck, „alles zu sein“ (Hausfrau, Mutter, Karrierefrau etc.) und möglichst „alles zu geben“. Diese kulturelle Gruppe ist sich der negativen Auswirkungen der Medien auf das eigene Schönheitsbild zwar durchaus bewusst, lässt sich davon aber dennoch beeinflussen und hat dementsprechend auch ein geringeres Körperselbstbewusstsein. Das anschaulichste Beispiel sind hier die USA: 50 Prozent der Amerikanerinnen fühlen sich selbstbewusst in ihrer Schönheit – das sind 35 Prozent weniger als noch im Jahr 2010.

Die Dualistinnen (Mexiko, Brasilien und Russland)
7 von 10

Dualistinnen leben ein vielschichtiges und gegensätzliches Leben: Öffentlich werden sie darin bestärkt, sich zu bilden und karriereorientiert zu denken, im Privaten wird von ihnen jedoch erwartet, das traditionelle Frauenbild als Hausfrau und Mutter zu erfüllen. Das Schönheitsbild schwankt zwischen traditionellen Vorstellungen und modernen Idealen.

Behinderung

Ob ein Handicap wie Querschnittslähmung, Autismus oder eine schwere Herz-Kreislauf-Erkrankung vorliegt, rund 7,5 Millionen Schwerbehinderte waren 2014 registriert, 3,2 Millionen davon im erwerbsfähigen Alter. Doch nur eine knappe Million von ihnen hatte einen Job. Von 150.000 beschäftigungspflichtigen Arbeitgebern kauften sich 114.000 mit einer Abgabe frei davon, fünf Prozent ihrer Arbeitsplätze mit Schwerbehinderten zu besetzen. An Ausgleichsabgaben kamen dadurch zuletzt rund 543 Millionen Euro zusammen. Auf der anderen Seite stehen vorbildliche Unternehmen wie die Deutsche Post DHL, die bereits acht Prozent Schwerbehinderte beschäftigt. Dazu wird der jeweilige Arbeitsplatz individuell angepasst, ganz egal ober er nun rollstuhlgerecht oder blindentauglich sein muss.

Nachahmenswert

Chancengleichheit für Behinderte und Nicht-Behinderte fängt bei der Bewerbung an. Das hat Chemiemulti BASF, der die gesetzliche Quote bislang knapp verfehlt, erkannt. Neuerdings lädt der Konzern über eine barrierefreie Webseite Menschen mit Handicap ein, sich über ihre Einstiegschancen zu informieren und ihre Bewerbung einzureichen. Dazu ist die Homepage einfach strukturiert und für die Ansicht auf verschiedenen Endgeräten optimiert. Die Navigation ist textbasiert, Bilder sind mit beschreibenden Texten versehen, die sich vorlesen lassen. Angesprochen werden sollen alle Mitarbeitergruppen, vom Azubi bis zum Manager. Silke Heinrichs, Diversity-Chefin, sagt: "Selbstverständlich gibt es bei BASF auch Führungskräfte mit Handicap, da für das Besetzen von Führungspositionen ausschließlich die persönliche und fachliche Eignung zählen."

Ethnische Herkunft

Fünf Dax-Konzerne werden von Ausländern gelenkt: die Deutsche Bank vom Briten John Cryan, Fresenius Medical Care vom Amerikaner Rice Powell und SAP von seinem Landsmann Bill McDermott, Henkel vom Belgier Hans Van Bylen und RWE vom Niederländer Peter Terium. Grundsätzlich jedoch tut sich die deutsche Wirtschaft mit ausländischen Mitarbeitern eher schwer. Die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund läuft schleppend: Ausländische Nachnamen oder dunkle Haut sind oft genug Ausschlusskriterien für Bewerber. Natürlich wird das nicht offen zur Sprache gebracht, das wäre ja ungesetzlich. Dennoch: Anonymisierte Bewerbungen ohne Foto und persönliche Angaben, die Rückschlüsse auf die Herkunft verhindern, setzen sich hierzulande nicht durch.

Der Streit ums Kopftuch
Seite 123456Alles auf einer Seite anzeigen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%