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Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz
„Die Belegschaft kann nur so gut sein wie die Gesellschaft"

Weniger arbeiten für gleiches Geld

Nachahmenswert

Daimler engagiert sich stark für vielfältige Lebensmodelle. Seit 2005 koordiniert das Global Diversity Office elf Mitarbeiternetzwerke, darunter das GL@D (Gay Lesbian Bisexual Transgender at Daimler) mit rund 120 Mitgliedern. Der Leiter des Diversity-Office, Dirk Jakobs, sagt: "Gelebte Vielfalt ist für uns Chance und wichtiger Erfolgsfaktor unserer täglichen Arbeit." Regelmäßig veranstaltet er GL@D-Stammtische. Und die Beteiligung am Deutschen Diversity Tag, am CSD oder an der Karrieremesse Sticks & Stones, die sich an Menschen mit alternativen Lebenskonzepten richtet, ist Standard.

Alter

Spendierten Chefs Weiterbildungen lange nur für Mitarbeiter bis 40 Jahre, denken viele Arbeitgeber angesichts des demografischen Wandels inzwischen darüber nach, wie sie erfahrene Mitarbeiter nicht nur länger fit halten, sondern von ihrem Wissen am besten auch noch jenseits des Rentenalters profitieren können. Immerhin werden der deutschen Wirtschaft aufgrund des Trends - immer mehr Ältere, immer weniger Nachwuchs - rein rechnerisch ab 2025 bis zu 6,5 Millionen Arbeitskräfte fehlen. Da sind kreative Lösungen gefragt. Unternehmenschefs, die wissen wollen, ob ihre Belegschaft zukunftstauglich ist, können die Altersstruktur unter www.agecert.de schon mal analysieren.

Nachahmenswert

Der Leverkusener Konzern Bayer hat ein interessantes Konzept, um die Belastung für seine älteren Mitarbeiter zu reduzieren und diese gleichzeitig mit der jüngsten Generation im Betrieb zusammenzubringen. Ursprünglich für die Produktionsmitarbeiter entwickelt, profitieren neuerdings auch die Angestellten im kaufmännischen Bereich von der Idee: Ab 55 Jahren können sie unter bestimmten Voraussetzungen ihre Arbeitszeit reduzieren. Die Stunden, auf die ein älterer Kollege verzichtet, werden von einem frisch Ausgebildeten geleistet.

Der Clou: Wer weniger arbeitet, muss trotzdem kaum Gehaltseinbußen hinnehmen, dafür sorgt ein Extra-Topf des Arbeitgebers. Personalvorstand Hartmut Klusik sagt: "So bleiben dem Unternehmen qualifizierte Fachkräfte erhalten und es wird ein geordneter Übergang von betrieblichem Erfahrungswissen auf die nachfolgende Generation sichergestellt."

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