Bitte kein Weichei: Nicht lachen, wenn Männer beim Fußball weinen

Bitte kein Weichei
Was es heute heißt, Mann zu sein

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Nicht lachen, wenn Männer beim Fußball weinen

Sehr geehrte Frauen!

Ach, ich hätte so viele kleine, feine Wünsche an Sie, ich könnte eine ganze Geburtstagswunschliste damit gestalten. Viel leicht mache ich das einfach mal, ist ja schließlich nicht mehr weit bis zu meinem nächsten Geburtstag … Also, statt Büchern, die er nicht lesen, und Weißwein, den er nicht trinken wird, wünscht sich der Jubilar von den weiblichen Gästen Folgendes: Er warten Sie viel von Männern! Seien Sie enttäuscht, wenn Sie nicht bekommen, was Sie er war ten. Überlegen Sie in Ruhe, wie Sie mit der Enttäuschung umgehen wollen, aber schrauben Sie nicht per se und auf ewig die Erwartungen an Männer herunter. Nichts zu erwarten ist ein Zeichen von Missachtung.

Allerdings: Ist es wirklich wichtig, dass der Mann Blumen mitbringt? Auch wenn das nicht seine Art ist, seine Liebe zu zeigen? Es ist doch letztlich wie bei Auslandsaufenthalten: Man kann sich entweder bemühen, ein wenig von der fremden Sprache zu lernen, oder aber davon ausgehen, dass die eigene Sprache von allen anderen verstanden und fließend gesprochen wird. Versuchen Sie zu verstehen! Nicht nur seine Sprache, sondern so viel wie möglich. Verstehen bedeutet nicht: Entschuldigen, gut heißen oder auch nur akzeptieren. Es bedeutet, etwas nach voll ziehen zu können. Häufig auch: Etwas nachvollziehen, was einem persönlich fremd, unlogisch und sinnfrei erscheint. Verstehen hilft ungemein. Es ist regelrecht schwierig, sich jemandem gegenüber dämlich zu verhalten, den man versteht.

Dass man ihn versteht, ist allerdings keine Gewähr dafür, dass er sich nicht dämlich verhält – aber das ist ein anderes Thema! Und sobald Sie verstehen: Versuchen Sie nicht, ihn zu heilen! Sollte genau das Ihr bisheriges Lebenswerk sein, suchen Sie sich bitte ein anderes! Man sollte wirklich nicht allzu sehr in der eigenen Familie herumtherapieren. Was Sie aber sicherlich können, ist zu helfen. Wobei auch immer. Wenn Sie nicht wissen, wie und wobei, dann halten Sie sich an das Sesamstraßen-Motto: „Wer nicht fragt, bleibt dumm!“ Wann immer ein Mann zum ersten Mal zu mir kommt, frage ich ihn zu Beginn: „Wie kann ich Ihnen helfen?“ Ich bekomme darauf selten eine konkrete Antwort. Aber die Frage finde ich trotzdem ganz gut. Ich sollte vielleicht zuvor noch fragen: „Darf ich Ihnen helfen?“ Wenn Sie nicht verstehen: Versuchen Sie, Bewertungen zu vermeiden, vor allem Abwertungen! Das ist schwer, ich weiß, geht mir auch so. Ist aber leider wichtig. Lachen Sie da her auch nicht, wenn Männer beim Fußball weinen! Oder bei einem kitschigen Kinderfilm. Oder bei einem klischeetriefen den Action-Epos. Wer macht die Vorschriften, welche Erlebnisse, welche Ereignisse, welche Erinnerungen beweinenswert sind und welche nicht?

Und, liebe Mütter, bitte nehmen Sie den Vater Ihrer Kinder ernst! Gestehen Sie ihm seine besondere Funktion als männliches Rollenvorbild zu! Und gestehen Sie ihm grundsätzlich so viel Mitspracherecht und Mitsprachepflicht, Verantwortung und Kompetenz, Lern- und Einfühlungsvermögen zu wie sich selbst! Auf die Gesamtbevölkerung gerechnet wird das – im Durchschnitt eben – ungefähr hinkommen. Auf jeden Fall aber ist es eine gute Ausgangsposition.

Kommentare zu " Bitte kein Weichei: Was es heute heißt, Mann zu sein"

Alle Kommentare
  • Was richtige Männer gar nie brauchen, oder gebraucht haben, ist ein Männertherapeut.
    ICH habe zeitlebens mein Ding gemacht und nie gefragt, wie andere mich haben wollen.
    Mit bestem Erfolg. Ich habe 2 tolle Söhne, die ich in meinem Sinne erziehe, auch das läuft bestens bisher. Die Frau an meiner Seite zieht mit, die anderen vorher sind irgendwann ausgestiegen (worden). Finanziell unabhängig, mit großem Freundeskreis ausgestattet, könnte mein Leben supertoll sein, wenn wir nicht diese abartige, schädliche Regierung hätten. Denn leider sehe ich die Gefahr, dass die mein Leben und das von uns allen kaputt machen werden mit ihrer Irrsinns-Politik.

  • Mal wieder ein TOTAL VERLOGENER Artikel.
    Diese weitaus ehrlichere Ist-Beschreibung des Mannes - von einer Frau wohlgemerkt - ist dagegen dem geneigten Mainstream-Leser wohl nicht zuzumuten:

    "Mit welcher Perfidie und welch bösartigem Zynismus das Grüne Demiurgentum dabei an sein zerstörerisches Werk geht, ist frappierend.
    Es ist ihm tatsächlich gelungen, aus dem weißen Mann eine effeminierte Memme zu machen, nicht Fisch, nicht Fleisch, irgendetwas dazwischen halt, abgerichtet für Hausarbeit und Kinderpflege oder eben fürs Schwulsein. Dass dieses zwittrige Elend keinen Mumm hat, irgendwas zu verteidigen, das ihm lieb und wert sein sollte, liegt auf der Hand. Was schon sollte ihm lieb und wert sein? Das ewig fordernde, zimperliche, neurotische und faul gewordene Frauenzimmertum, das sich zuweilen diktatorischer gebärdet als die Dicke Bertha? Ein Frauenzimmertum, das sich nach der ersten Schwangerschaft bereits ins sexuelle Rentnertum begibt und in seiner Frigidität sogar den alten Bauknecht* übertrumpft? Frauenzimmer, mit denen einzulassen inzwischen für den Mann eine bedrohliche Existenzfrage geworden ist? Soll er eine Zeitkultur verteidigen, die die Frau ihm in jedem Falle vorzieht und sie zur Richterin über sein Gedeih kürt?...
    Da hat er lieber kapituliert und sich zum niedlichen Teddy gewandelt. Er hat eh keine andere Chance."
    http://krisenfrei.de/von-der-vaterlosen-gesellschaft-zum-neo-matriarchat/

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. http://www.handelsblatt.com/netiquette

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