Bitte kein Weichei: Sprechen Sie nie von „Mädchen-“ oder „Jungen-Spielzeug“

Bitte kein Weichei
Was es heute heißt, Mann zu sein

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Sprechen Sie nie von „Mädchen-“ oder „Jungen-Spielzeug“

Sehr geehrte Eltern!

Tja, was Sie, was wir tun und lassen sollen mit unseren Kindern, darüber gibt es mittlerweile ganze Bibliotheken. Teile davon bekomme ich immer wieder zum Geburtstag geschenkt, spannende Bücher von hochintelligenten Köpfen. Ich habe noch keins davon gelesen. Da bin ich weiß Gott nicht stolz darauf, im Gegenteil. Vielleicht wäre ich ein besserer Vater, wenn ich sie gelesen hätte. Es gibt einfach so unglaublich viel, was wir tun könnten, so viel, was wir lassen könnten, so viel, was wir anders oder besser machen könnten. Ganz einfach deswegen, weil wir nun einmal so viel mit unseren Kindern tun. Selbst dann, wenn wir nichts mit ihnen tun.

Angesichts dieser vielen guten Erziehungsideen, dieser Millionen von Dingen, die wir tun könnten und von denen wir häufig auch erschlagen werden, so dass wir am Ende dann gar nichts mehr davon tun, fällt mir hier und jetzt eigentlich nur ein einziger Wunsch ein: Dass wir über uns, unser Eltern-Sein nachdenken. In welcher Form auch immer. Mit Hilfe von Büchern oder Freunden, im Selbstgespräch oder im Gespräch mit unseren Kindern.

Ich persönlich unterhalte mich gerne mit meiner Frau über unsere Kinder, deren Eigenarten und Bedürfnisse, unsere Erziehungsmethoden. Manchmal frage ich auch meinen Sohn, ob ich meinen Vater-Job gut mache, beziehungsweise was genau ich nicht so gut mache. Und häufig, wenn ich mal eine freie Minute habe, also eigentlich nur abends im Bett, denke ich ganz allein über mich und mein Vater-Sein nach. Das ist nicht immer angenehm. Zum Glück schlafe ich meistens relativ schnell ein.

Wir können vielleicht nicht verhindern, dass uns dasselbe Verhalten, das wir bei unserer Tochter toll und niedlich finden, bei unserem Sohn unbehaglich ist. Aber wir können darüber nachdenken, wie wir mit dieser Situation, diesem Gefühl der Unbehaglichkeit umgehen wollen. Und wenn wir wie so oft schon gehandelt haben, ja, handeln mussten, bevor wir zum Nachdenken kamen, können wir immer hin noch hinterher darüber nachdenken, wie wir damit umgehen, dass wir so und nicht anders gehandelt haben. Das ist viel. Sehr viel.

Ach, eins fällt mir doch noch ein: Was Sie auch tun, bitte sprechen Sie bei den Buntstiften Ihrer Kinder niemals von „Mädchenfarben“ oder „Jungenfarben“! Oder von „Mädchen-“ und „Jungen-Spielzeug“. Und wann immer ein drei- oder fünfjähriges Kind dies tut, fragen Sie sich bitte einmal, ob drei- oder fünfjährige Kinder tatsächlich schon zu alt sind, um noch belehrt zu werden.

Kommentare zu " Bitte kein Weichei: Was es heute heißt, Mann zu sein"

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  • @G. Nampf: Die sind doch normalerweise speihässlich, egomanisch und im besten Fall sogar lesbisch, und scheiden daher für die Partnerinnenwahl sowieso aus.
    Und auf deren Meinung ist gesch.... also sollten die doch gar keine Rolle spielen. Ausser im Medien-Mainstream, da haben sie zusammen mit den Schwulen einen gewissen Einfluss. Siehe "Die Verschwulung" von Akif Pirincci.

  • Erst wenn Männer lernen, sich von linken öko-Feministinnen und deren Gesinnungsterror zu emanzipieren, werden Männer wieder Männer werden.

  • Was richtige Männer gar nie brauchen, oder gebraucht haben, ist ein Männertherapeut.
    ICH habe zeitlebens mein Ding gemacht und nie gefragt, wie andere mich haben wollen.
    Mit bestem Erfolg. Ich habe 2 tolle Söhne, die ich in meinem Sinne erziehe, auch das läuft bestens bisher. Die Frau an meiner Seite zieht mit, die anderen vorher sind irgendwann ausgestiegen (worden). Finanziell unabhängig, mit großem Freundeskreis ausgestattet, könnte mein Leben supertoll sein, wenn wir nicht diese abartige, schädliche Regierung hätten. Denn leider sehe ich die Gefahr, dass die mein Leben und das von uns allen kaputt machen werden mit ihrer Irrsinns-Politik.

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