Bitte kein Weichei: Unternehmer, Sie verschlafen eine Entwicklung!

Bitte kein Weichei
Was es heute heißt, Mann zu sein

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Unternehmer, Sie verschlafen eine Entwicklung!

Sehr geehrte Unternehmer!

Darf ich höflich darauf hinweisen, dass Sie meines Erachtens dabei sind, eine Entwicklung zu verschlafen? Natürlich nicht Sie alle, aber so einige von Ihnen. Denn ich glaube nicht, dass die von Ihnen allen so dringend benötigten qualifizierten Fachkräfte für die traditionellen Geschlechtervorstellungen, die häufig noch Teil Ihrer Unternehmenskulturen sind, wirklich zu begeistern sind.

Und in zehn oder zwanzig Jahren werden sie sie auch nicht mehr stillschweigend tolerieren, denn dann wird es für sie zu nehmend Alternativen geben. Sie werden schlicht dorthin gehen, wo die Möglichkeiten der Vereinbarkeit von Beruf und Familie höher sind und die Frequenz diskriminierender Erfahrungen niedriger.

Und in spätestens fünf Jahren, wenn nicht so gar bereits geschehen, werden sich Vorgesetzte, die Vaterzeit-Wünsche mit kernigen Sprüchen über „männliche Verlässlichkeit und Unternehmenstreue“ vom Tisch wischen, bei Verstehen Sie Spaß? wieder finden. Von daher wünsche ich nicht nur mir, sondern auch Ihnen, dass Sie schnellst möglich Strukturen schaffen, mit denen Sie sich das Knowhow und die Leistungskraft kommender Vätergenerationen sichern können.

Und auch die Leistungskraft kommender Müttergenerationen, denn ein wesentlicher Grund dafür, dass Ihren Unternehmen weiter hin so viel weibliches Potential wegbricht, ist schlicht der, dass diesen jungen Müttern der zeitlich präsente und halbwegs flexible Partner fehlt.

Der Autor

Björn Süfke ist Psychologe und Männertherapeut. Er hält regelmäßig Vorträge und bietet Fortbildungen zu verschiedenen Männerthemen an. Privat ist er passionierter Fan von zwei Fußballvereinen und drei Kindern. Er lebt mit seiner Familie in Bielefeld. Weitere Informationen zu Björn Süfkes Veranstaltungen finden Sie auf www.maenner-therapie.de

Kommentare zu " Bitte kein Weichei: Was es heute heißt, Mann zu sein"

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  • Was richtige Männer gar nie brauchen, oder gebraucht haben, ist ein Männertherapeut.
    ICH habe zeitlebens mein Ding gemacht und nie gefragt, wie andere mich haben wollen.
    Mit bestem Erfolg. Ich habe 2 tolle Söhne, die ich in meinem Sinne erziehe, auch das läuft bestens bisher. Die Frau an meiner Seite zieht mit, die anderen vorher sind irgendwann ausgestiegen (worden). Finanziell unabhängig, mit großem Freundeskreis ausgestattet, könnte mein Leben supertoll sein, wenn wir nicht diese abartige, schädliche Regierung hätten. Denn leider sehe ich die Gefahr, dass die mein Leben und das von uns allen kaputt machen werden mit ihrer Irrsinns-Politik.

  • Mal wieder ein TOTAL VERLOGENER Artikel.
    Diese weitaus ehrlichere Ist-Beschreibung des Mannes - von einer Frau wohlgemerkt - ist dagegen dem geneigten Mainstream-Leser wohl nicht zuzumuten:

    "Mit welcher Perfidie und welch bösartigem Zynismus das Grüne Demiurgentum dabei an sein zerstörerisches Werk geht, ist frappierend.
    Es ist ihm tatsächlich gelungen, aus dem weißen Mann eine effeminierte Memme zu machen, nicht Fisch, nicht Fleisch, irgendetwas dazwischen halt, abgerichtet für Hausarbeit und Kinderpflege oder eben fürs Schwulsein. Dass dieses zwittrige Elend keinen Mumm hat, irgendwas zu verteidigen, das ihm lieb und wert sein sollte, liegt auf der Hand. Was schon sollte ihm lieb und wert sein? Das ewig fordernde, zimperliche, neurotische und faul gewordene Frauenzimmertum, das sich zuweilen diktatorischer gebärdet als die Dicke Bertha? Ein Frauenzimmertum, das sich nach der ersten Schwangerschaft bereits ins sexuelle Rentnertum begibt und in seiner Frigidität sogar den alten Bauknecht* übertrumpft? Frauenzimmer, mit denen einzulassen inzwischen für den Mann eine bedrohliche Existenzfrage geworden ist? Soll er eine Zeitkultur verteidigen, die die Frau ihm in jedem Falle vorzieht und sie zur Richterin über sein Gedeih kürt?...
    Da hat er lieber kapituliert und sich zum niedlichen Teddy gewandelt. Er hat eh keine andere Chance."
    http://krisenfrei.de/von-der-vaterlosen-gesellschaft-zum-neo-matriarchat/

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. http://www.handelsblatt.com/netiquette

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