Bitte kein Weichei: Was es heute heißt, Mann zu sein

Bitte kein Weichei
Was es heute heißt, Mann zu sein

Gefühlvoller Partner, aber bitte kein Weichei. Kraftvoll, kompromissbereit, ein engagierter Vater und erfolgreich im Job. Kein Wunder, dass der Mann von heute verwirrt ist. Gastbeitrag eines Männertherapeuten.
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BielefeldSensibel mit seiner starken Schulter, James Bond und trotzdem Musterschwiegersohn: Der moderne Mann sollscheinbar widersprüchliche Eigenschaften in sich vereinen - und ist entsprechend verunsichert. Björn Süfke, Bielefelder Männertherapeut und Autor des Bestsellers „Männerseelen“, zeigt nicht nur welche Katastrophen das traditionelle Verständnis von Männlichkeit in der Gesellschaft und in den Männern angerichtet hat. Er beleuchtet in seinem neuen Buch „Männer“, das gerade im Mosaik-Verlag erschienen ist, zudem die aktuellen Krisen heutigen Mann-Seins - und auch die enormen Chancen, die diese bieten. Dieser Gastbeitrag, den er uns für unser Businessnetzwerk Leader.In zur Verfügung stellt, ist das Kapitel 9: „Wege aus dem Krisendschungel: Frage nicht, was die Männer für dich tun können!“

Ratschläge sind auch Schläge!“, sagt man ja. In meiner Kindheit hieß es aber auch: „Kleine Schläge auf den Hinterkopf fördern das Denkvermögen.“ Was davon richtig ist, habe ich auch nach bald zehn Jahren als Vater und zwanzig Jahren als Psychotherapeut noch nicht heraus bekommen. Daher spreche ich hier vorsichtshalber mal nicht von „Ratschlägen“, sondern von „Wünschen“. Von „Denkanstößen für die Krisenbewältigung“. Oder um es frei nach JFK zu sagen: „Frage nicht (nur), was die Männer für Dich tun können! Frage, was Du für die Männer tun kannst!“

Vielleicht ist das naiv, viel leicht gilt für gesellschaftliche Probleme eher das Motto: „Fordere das Unmögliche, um das Mögliche zu erreichen!“ Um für eine gesellschaftspolitische Sache zu werben, muss man vermutlich so richtig auf die Pauke hauen, maximale Betroffenheit schüren und volkswirtschaftlich die positive Kosten-Nutzen-Bilanz vorrechnen. Aber dann komme ich eben doch wieder aus der Psychoecke. Und in der hat man gelernt, eigene Bedürfnisse als Ich-Botschaften zu verfassen und Wünsche zu formulieren. Das ist ein Klischee, ich weiß. Funktioniert aber oft.

Wir beginnen mal mit der eigenen Nase: Sehr geehrte Männer!

Mein größter Wunsch an uns alle ist dieser: Schauen wir doch mal ganz genau hin, ob wir Männer bei all den aktuellen Veränderungen nicht viel leicht Großes, ja, Großartiges zu gewinnen haben! Kann da nicht so einiges für uns dabei herausspringen, an Entlastungen, aber auch an Neuentdeckungen? Wie sagte meine Mutter immer, wenn sie uns ein neues Gemüsegericht vorsetzte: „Ihr müsst es ja nicht essen, wenn es Euch nicht schmeckt! Aber bitte zumindest mal probieren!“

Wenn wir Männer die vielen Chancen der Krisen, der gesellschaftlichen Entwicklungen, der in der Tat manchmal verwirrenden Veränderungen so wenig erkennen, dann dürfen wir uns nicht wundern, wenn wir am Ende bloß die Verunsicherung und die Hilflosigkeit ernten, aber nicht die Potentiale, die neuen Möglichkeiten, die Erleichterungen, die Freude und die anderen Früchte. Wenn wir uns nicht grundlegend emanzipieren von Männlichkeitsvorstellungen, die von außen an uns herangetragen werden und die teilweise durchaus mit unseren tiefsten Bedürfnissen übereinstimmen können, es aber nicht zwangsläufig müssen, sollten wir nicht überrascht sein, wenn uns am Lebensende die Frage nicht loslässt, ob das tatsächlich unser Leben war, das wir da gelebt haben.

Kommentare zu " Bitte kein Weichei: Was es heute heißt, Mann zu sein"

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  • Was richtige Männer gar nie brauchen, oder gebraucht haben, ist ein Männertherapeut.
    ICH habe zeitlebens mein Ding gemacht und nie gefragt, wie andere mich haben wollen.
    Mit bestem Erfolg. Ich habe 2 tolle Söhne, die ich in meinem Sinne erziehe, auch das läuft bestens bisher. Die Frau an meiner Seite zieht mit, die anderen vorher sind irgendwann ausgestiegen (worden). Finanziell unabhängig, mit großem Freundeskreis ausgestattet, könnte mein Leben supertoll sein, wenn wir nicht diese abartige, schädliche Regierung hätten. Denn leider sehe ich die Gefahr, dass die mein Leben und das von uns allen kaputt machen werden mit ihrer Irrsinns-Politik.

  • Mal wieder ein TOTAL VERLOGENER Artikel.
    Diese weitaus ehrlichere Ist-Beschreibung des Mannes - von einer Frau wohlgemerkt - ist dagegen dem geneigten Mainstream-Leser wohl nicht zuzumuten:

    "Mit welcher Perfidie und welch bösartigem Zynismus das Grüne Demiurgentum dabei an sein zerstörerisches Werk geht, ist frappierend.
    Es ist ihm tatsächlich gelungen, aus dem weißen Mann eine effeminierte Memme zu machen, nicht Fisch, nicht Fleisch, irgendetwas dazwischen halt, abgerichtet für Hausarbeit und Kinderpflege oder eben fürs Schwulsein. Dass dieses zwittrige Elend keinen Mumm hat, irgendwas zu verteidigen, das ihm lieb und wert sein sollte, liegt auf der Hand. Was schon sollte ihm lieb und wert sein? Das ewig fordernde, zimperliche, neurotische und faul gewordene Frauenzimmertum, das sich zuweilen diktatorischer gebärdet als die Dicke Bertha? Ein Frauenzimmertum, das sich nach der ersten Schwangerschaft bereits ins sexuelle Rentnertum begibt und in seiner Frigidität sogar den alten Bauknecht* übertrumpft? Frauenzimmer, mit denen einzulassen inzwischen für den Mann eine bedrohliche Existenzfrage geworden ist? Soll er eine Zeitkultur verteidigen, die die Frau ihm in jedem Falle vorzieht und sie zur Richterin über sein Gedeih kürt?...
    Da hat er lieber kapituliert und sich zum niedlichen Teddy gewandelt. Er hat eh keine andere Chance."
    http://krisenfrei.de/von-der-vaterlosen-gesellschaft-zum-neo-matriarchat/

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. http://www.handelsblatt.com/netiquette

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