Bitte kein Weichei: Was wir als Väter tun können, liebe Männer!

Bitte kein Weichei
Was es heute heißt, Mann zu sein

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Was wir als Väter tun können, liebe Männer!

Also, bitte, liebe Männer, schauen wir hin, was für uns heute möglich geworden ist, und nutzen wir diese Chancen! Zumindest jene, die uns persönlich schmecken. Zu nächst einmal natürlich für uns selbst, für den Kontakt zum eigenen Selbst. Aber darüber hinaus auch für die Menschen um uns herum, insbesondere natürlich für unsere eigenen Kinder.

Daher schließe ich noch diesen mir zumindest dringlichen Appell an: Wenn wir es tatsächlich schaffen, uns immer mehr von den Männlichkeitsvorstellungen der Gesellschaft, der Frauen, der anderen Männer zu emanzipieren, wenn wir auch immer häufiger erkennen, was in unserem Inneren vorgeht, welche Impulse es gibt, welche Gefühle in einer bestimmten Situation auftauchen, dann, bitte, zeigen wir anderen doch etwas davon! Wohlgemerkt: Das ist weniger ein Rat, es ist eine Bitte. Ob nämlich ein solcher Gefühlsausdruck uns persönlich gut tun oder vielleicht die Partnerschaft intensivieren wird, das weiß ich nicht mit Bestimmtheit.

Sicher ist das von Fall zu Fall unterschiedlich. Darum mache ich mir auch keine Sorgen: Die meisten Männer, die einen immer besseren Kontakt zu ihren Gefühlen entwickeln, finden schon nach und nach einen guten Weg, damit umzugehen. Nein, ich denke jetzt eher daran, dass jeder männliche Gefühlsausdruck, jedes einzelne „Ich weiß es ehrlichgesagt auch nicht!“, je des „Es tut mir leid!“, jedes „Ich liebe Dich!“, jedes „Nein, ich habe jetzt keine Lust!“ natürlich eine Vorbildwirkung hat.

Ein jeder Ausdruck von Trauer, von Hilflosigkeit, Fürsorge oder Angst erschwert es unseren Söhnen, anderen Jungen und Männern (und natürlich auch Mädchen und Frauen), die Präambel Mann-Sein heißt, keine Gefühle zu haben noch zu glauben und weiterzuverbreiten. Und, liebe Väter, was wir als Väter tun können, ist so mit – vom Prinzip her – ganz leicht: Wir können wir selbst sein! Männer aus Fleisch und Blut, mit Stärken und Schwächen, mit Gefühlen und Bedürfnissen. Wir können all diese Aspekte des Mensch-Seins unseren Kindern zeigen und so mit emotional präsente Rollenvorbilder für unsere Söhne und realistische Männerfiguren für unsere Töchter sein.

Und wer derart selbstbewusst und engagiert Vorbild ist, der könnte vielleicht sogar Vorreiter werden – und den häufigen, oft recht subtilen, Männerabwertungen und Männerdiskriminierungen des Alltags mal entgegentreten. Sozusagen mit gezücktem Wortschwert entgegen reiten. Etwa wenn beim Elternabend der Protokollführer explizit gebeten wird, das Thema „Waschen der Turnsachen“ deutlich sichtbar ins Protokoll aufzunehmen, da „heute Abend doch sehr viele Männer hier sind“. Oder wenn wieder einmal jemand mitfühlend über die neue Kita-Familie sagt: „Die haben es auch nicht leicht mit drei kleinen Kindern – und dann auch noch drei Jungen!“

Kommentare zu " Bitte kein Weichei: Was es heute heißt, Mann zu sein"

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  • Was richtige Männer gar nie brauchen, oder gebraucht haben, ist ein Männertherapeut.
    ICH habe zeitlebens mein Ding gemacht und nie gefragt, wie andere mich haben wollen.
    Mit bestem Erfolg. Ich habe 2 tolle Söhne, die ich in meinem Sinne erziehe, auch das läuft bestens bisher. Die Frau an meiner Seite zieht mit, die anderen vorher sind irgendwann ausgestiegen (worden). Finanziell unabhängig, mit großem Freundeskreis ausgestattet, könnte mein Leben supertoll sein, wenn wir nicht diese abartige, schädliche Regierung hätten. Denn leider sehe ich die Gefahr, dass die mein Leben und das von uns allen kaputt machen werden mit ihrer Irrsinns-Politik.

  • Mal wieder ein TOTAL VERLOGENER Artikel.
    Diese weitaus ehrlichere Ist-Beschreibung des Mannes - von einer Frau wohlgemerkt - ist dagegen dem geneigten Mainstream-Leser wohl nicht zuzumuten:

    "Mit welcher Perfidie und welch bösartigem Zynismus das Grüne Demiurgentum dabei an sein zerstörerisches Werk geht, ist frappierend.
    Es ist ihm tatsächlich gelungen, aus dem weißen Mann eine effeminierte Memme zu machen, nicht Fisch, nicht Fleisch, irgendetwas dazwischen halt, abgerichtet für Hausarbeit und Kinderpflege oder eben fürs Schwulsein. Dass dieses zwittrige Elend keinen Mumm hat, irgendwas zu verteidigen, das ihm lieb und wert sein sollte, liegt auf der Hand. Was schon sollte ihm lieb und wert sein? Das ewig fordernde, zimperliche, neurotische und faul gewordene Frauenzimmertum, das sich zuweilen diktatorischer gebärdet als die Dicke Bertha? Ein Frauenzimmertum, das sich nach der ersten Schwangerschaft bereits ins sexuelle Rentnertum begibt und in seiner Frigidität sogar den alten Bauknecht* übertrumpft? Frauenzimmer, mit denen einzulassen inzwischen für den Mann eine bedrohliche Existenzfrage geworden ist? Soll er eine Zeitkultur verteidigen, die die Frau ihm in jedem Falle vorzieht und sie zur Richterin über sein Gedeih kürt?...
    Da hat er lieber kapituliert und sich zum niedlichen Teddy gewandelt. Er hat eh keine andere Chance."
    http://krisenfrei.de/von-der-vaterlosen-gesellschaft-zum-neo-matriarchat/

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. http://www.handelsblatt.com/netiquette

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