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Commerzbank-Managerin Erdogan
„Das Geschlecht spielt bei der Arbeit keine herausragende Rolle“

Nurten Erdogan hat, so sagen die Leser von Handelsblatt und Edition F, das Zeug zur CEO. Wer ist die Frau, die bei der Commerzbank das interne M&A-geschäft betreibt?

DüsseldorfZierlich. Rabenschwarzes Haar, gerader Blick und ein Lächeln von dem das Gegenüber erst einmal nicht weiß, ob es von Herzen kommt oder einfach professionell ist: Nurten Erdogan ist das, was Großeltern vielleicht noch „eine Person“ genannt hätten. Sie hätten Persönlichkeit gemeint. Die Leser von Handelsblatt und Edition F haben sie als eine der 25 Frauen gewählt, die sie bald an der Spitze eines Dax-Konzerns sehen wollen. Warum eigentlich?

Die Frau ist Bankerin, genauer: Sie sitzt als Head of Corporate M&A bei der Commerzbank. Die Funktion beschreibt jemanden, der ständig danach Ausschau hält, welche Unternehmen neu zur Commerzbank passen würden. Jemanden, der prüft, wo es sich zu investieren lohnt mit dem Ziel, die eigene Bank immer wieder modern aufzustellen. Wer diese Aufgabe übernimmt, muss etwas von Strategie und Zahlen verstehen und Verhandlungsgeschick mitbringen. Und neugierig sein.

Neugierig auf Fintechs zum Beispiel. Das sind jene Startups, die derzeit die Finanzbranche aufmischen, digitale Bezahlsysteme anbieten, die Kreditvergabe revolutionieren oder auch die Bonität von Kunden mit Hilfe von Daten detailliert ermitteln. Fintechs können herkömmlichen Banken gefährlich werden. Man kann sich von ihnen fressen lassen oder sie umarmen. Sie liebe, sagt Erdogan, das unkomplizierte an diesen Fintechs. An eine Idee zu glauben, und auch mal das auszublenden, was möglicherweise dagegen spricht: Als Managerin in einer Großbank fühle sich so etwas manchmal wohltuend anders an.

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