Zum Special von Handelsblatt Online

Flexibilisierung Arbeit ohne Grenzen

Seite 3 von 3:
Umstrittene Bürokonzepte
Das sind die besten Arbeitgeber Deutschlands
Glassdoor-Award für Mitarbeiterzufriedenheit
1 von 16

Die Karriereplattform Glassdoor hat die besten Arbeitgeber 2017 in der Kategorie Mitarbeiterzufriedenheit ermittelt. Zum zweiten Mal auch in Deutschland. Von Anfang November 2015 bis Ende Oktober 2016 wurden weltweit über 2,1 Millionen anonyme Arbeitgeberbewertungen eingereicht. Im Fokus: Mitarbeiterzufriedenheit, Vor- und Nachteile des Jobs, Karrieremöglichkeiten, Vergütung, Zusatzleistungen, Kultur und Work-Life-Balance. 25 deutsche Unternehmen erhalten den Glassdoor-Award für Mitarbeiterzufriedenheit. Die Top 15 im Überblick.

Platz 15: Volkswagen
2 von 16

Auf Platz 15 im Ranking schafft es der Wolfsburger Autobauer. Im Durchschnitt aller Kategorien erhält Volkswagen von den Mitarbeitern 4,0 von fünf möglichen Punkten. Ein Angestellter schreibt auf Glassdoor: „Professionalität, Zusammenarbeit mit Konzerngesellschaften, soziale Sicherheit.“

Platz 14: Fraunhofer Gesellschaft
3 von 16

Etwas besser als der Volkswagen-Konzern schneidet die Fraunhofer Gesellschaft ab: Sie erhält im Durchschnitt 4,1 von fünf möglichen Punkten. Mitarbeiter schätzen laut Glassdoor vor allem die Kollegen und die Arbeitsbedingungen.

Platz 13: Bayer
4 von 16

Der Leverkusener Pharmakonzern ist der Karriereplattform zufolge bei Mitarbeitern besonders beliebt aufgrund der Karrieremöglichkeiten und Zusatzleistungen. Auch Bayer erzielt im Durchschnitt 4,1 Punkte.

Platz 12: Vodafone
5 von 16

Platz zwölf belegt das Mobilfunkunternehmen Vodafone. „Modernes Unternehmen mit vielen Entwicklungschancen, sehr gute Arbeitsumgebung sowie moderne und flexible Arbeitskultur mit mobilen Arbeitsmöglichkeiten“, schreibt ein Mitarbeiter.

Platz 11: Infineon Technologies
6 von 16

Bei Infineon sind die Mitarbeiter laut Glassdoor insbesondere mit der Vergütung, den Zusatzleistungen sowie den Aufstiegschancen zufrieden. Der deutsche Halbleiterhersteller hat seinen Sitz im bayerischen Neubiberg. Süddeutschland ist im Ranking mit insgesamt 13 Arbeitgebern aus Bayern und Baden-Württemberg besonders stark vertreten.

Platz 10: BMW
7 von 16

Ebenfalls aus Bayern kommt der Autobauer, der den zehnten Rang belegt: BMW. Mitarbeiter loben, dass sie sich einfach intern auf eine andere Stelle bewerben können, wenn ihnen der aktuelle Arbeitsbereich nicht mehr gefällt.

Laptops und Firmen-Smartphones seien keine Aufforderung dazu, stets erreichbar zu sein, sagt Riera: „Mitarbeiter dürfen und sollen Auszeiten aktiv einfordern.“ Der Dialog zwischen Abteilungsleitern und Mitarbeitern sei dafür wichtig. Auch Microsoft-Personalchef Köhler sieht die Führungskräfte in der Pflicht. „Wir erwarten, dass mindestens einmal im Monat ein persönlicher Austausch stattfindet.“ Die Manager seien zudem zum Thema Burn-out geschult und sensibilisiert worden.

Befürworter der neuen Freiheit betonen gerne, dass besonders Berufsstarter hier eine hohe Erwartungshaltung haben. Doch zumindest die heranwachsende Generation sei skeptisch, sagt Christian Scholz, Professor für Organisation, Personal- und Informationsmanagement an der Universität Saarbrücken: „Die Generation Z strebt eine vollständige Trennung von Berufs- und Privatleben an. Erzwungene Flexibilität lehnt sie ab.“

Hellhörig machen sollte Unternehmen laut Scholz, dass der öffentliche Dienst mit seinen geregelten Arbeitszeiten bei der Generation Z ganz oben auf der Liste der Wunscharbeitgeber stehe. Wenig abgewinnen können die Heranwachsenden auch den neuen Bürokonzepten. Sich jeden Morgen erst einmal einen Platz suchen? Und dann jeden Abend die eigenen Habseligkeiten im Spind verschließen? „Die Generation Z lehnt solche Ansätze konsequent ab“, sagt Scholz.

Auf Gegenliebe stoße der geteilte Schreibtisch, der am Ende des Arbeitstags leer hinterlassen werden muss, aber auch bei Vertretern älterer Generationen nicht unbedingt. „Niemand will täglich um einen Schreibtisch kämpfen und sich neu einrichten.“ Das Argument, dass so die Kommunikation im Unternehmen gestärkt werde, hält Scholz für vorgeschoben: „Der wahre Treiber sind immer Kosteneinsparungen durch weniger Bürofläche.“

Microsoft-Manager Köhler widerspricht. Zwar gebe es in der neuen Zentrale nur 1.100 Arbeitsplätze – bei 1.900 Mitarbeitern in der Region. Dafür seien aber Besprechungs- und Rückzugsräume ausgebaut worden. Weil Microsoft Deutschland vor allem eine Vertriebsorganisation ist, seien viele Kollegen oft auf Achse. „Die Mitarbeiter, die jeden Tag ins Büro kommen, finden immer einen Arbeitsplatz“, sagt Köhler. Das Reservieren eines Schreibtisches ist ohnehin tabu. Wer das probiert, findet am nächsten Tag schon mal ein Schild mit der Aufschrift „No Camping“.

Startseite
Seite 123Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Flexibilisierung - Arbeit ohne Grenzen

0 Kommentare zu "Flexibilisierung: Arbeit ohne Grenzen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%