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Global Beauty Confidence Report

„Pickelproblem, heute Abend Party!”

Die Körperpflege-Marke Dove hat in einer globalen Studie danach gefragt, wie es um das Selbstbewusstsein von Mädchen und Frauen steht. Das erschreckende Ergebnis verlangt nach einer neuen Definition von Schönheit.
Der perfekte Körper: 400.000 Schönheitsoperationen wurden 2015 in Deutschland durchgeführt.
Bin ich schön?

Der perfekte Körper: 400.000 Schönheitsoperationen wurden 2015 in Deutschland durchgeführt.

Köln„Pickelproblem, heute Abend Party!”, „Wegen Akne zu Hause bleiben?”, „Hilfe, meine Haare!” oder „Kann ich so aus dem Haus?”: die einschlägigen Internetforen sind voll von solchen Hilferufen. Hinter diesen Beiträgen stecken oft zahlreiche Frauen, die sich in ihrer Haut nicht wohlfühlen – das kann fatale Folgen haben, wie eine globale Dove-Studie, die dem Handelsblatt exklusiv vorliegt, jetzt zeigt.

Der Unilever-Konzern untersuchte für seine Körperpflegemarke in insgesamt 13 Ländern die Ansichten zu Schönheit und Selbstvertrauen von 10.500 Mädchen und Frauen. Mit dem Ergebnis, dass ein niedriges Selbstwertgefühl und die kritische Wahrnehmung der eigenen Schönheit immer noch ein großes Thema sind. Überall auf der Welt, so heißt es, nimmt das Selbstbewusstsein von Frauen, wenn es um den eigenen Körper geht, stetig ab – ungeachtet von Alter und Herkunft.

Das verwundert kaum, lautet doch die heutige Maxime, die uns wie Smog umgibt: „Sei jung, schlank und schön!”. Das moderne Menetekel: „Wer nicht gesund ist, hat selbst schuld.” Und so träumen viele Frauen – natürlich auch Männer, aber die wurden hier nicht explizit untersucht – vom perfekten Körper ohne Fett, ohne Falten, ohne Krankheit. Dabei sind sie sich selbst stets die schärfste Richterin und sie urteilen hart, wie der „Global Beauty Confidence Report“ zeigt.

So stehen im Kern der Studie vor allem die negativen Auswirkungen eines gestörten Schönheitsempfindens. Fast alle deutschen Mädchen (87 Prozent) und Frauen (86 Prozent) geben an, dass sie auf wichtige Aktivitäten des sozialen Lebens verzichten und sich damit freiwillig in die soziale Isolation verbannen.

Unreine oder blasse Haut? Da werden Treffen mit Freunden und der Familie oder der geplante Freibadbesuch schnell wieder abgesagt. Besonders krass: Hierzulande hat bei fast allen Frauen (91 Prozent) und der Mehrheit der Mädchen (79 Prozent) ein negatives Körpergefühl schon einmal dazu geführt, dass sie auf Nahrung verzichtet oder ihre Gesundheit anderweitig gefährdet haben, weil sie beispielsweise Arztbesuche vermeiden.

Bin ich schön? Ein Länder-Check
Models von Dove zeigen die Vielfalt des weiblichen Körpers
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Die Körperpflege-Marke Dove untersuchte in der bisher größten und umfassendsten Studie die Ansichten zu Schönheit und Selbstvertrauen von Mädchen und Frauen aus insgesamt 13 Ländern, unter anderem Deutschland. Das Ergebnis: Ein niedriges Selbstwertgefühl und die kritische Wahrnehmung der eigenen Schönheit sind immer noch ein großes Thema (lesen Sie hier den ausführlichen Text zur Studie).

(Foto: PR Dove)

Wenn Mädchen und Frauen sich nicht wohlfühlen...
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Überall auf der Welt nimmt das Selbstbewusstsein von Frauen, wenn es um den eigenen Körper geht, stetig ab – ungeachtet von Alter und Herkunft. Im Kern der Studie stehen vor allem die negativen Auswirkungen eines gestörten Schönheitsempfindens. Fast alle Mädchen (87 Prozent) und Frauen (86 Prozent) in Deutschland geben an, dass sie auf wichtige Aktivitäten ihres sozialen Lebens verzichten und sich freiwillig in die soziale Isolation verbannen. Besonders krass: Hierzulande hat bei fast allen Frauen (91 Prozent) und der Mehrheit der Mädchen (79 Prozent) ein negatives Körpergefühl schon einmal dazu geführt, dass sie auf Nahrung verzichtet oder ihre Gesundheit anderweitig gefährdet haben, weil sie beispielsweise Arztbesuche vermieden haben.

(Foto: Infografik Dove)

Werbung, Facebook, Twitter & Co.: Wer ist schuld?
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Eine der wichtigsten Ursachen für den eigenen Schönheitsdruck: Eine eindeutige Mehrheit der deutschen Mädchen (66 Prozent) und Frauen (72 Prozent) nennt das durch die Medien kommunizierte unrealistische Schönheitsbild. Zusätzlich geben 50 Prozent der deutschen Frauen an, dass eine Ursache für ihr Streben nach einem Schönheitsideal ihre ständige Onlinepräsenz in sozialen Netzwerken ist.

(Foto: Infografik Dove)

Schönheit im Länder-Check
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Ein spannendes Ergebnis der Studie ist auch, dass Schönheitsdruck zwar ein weltweites Problem ist, Frauen diesen aber je nach kulturellem Hintergrund unterschiedlich wahrnehmen. Die Nuancen und sich verändernden Schönheitsdefinitionen lassen sich in vier Gruppen aufteilen...

Die Traditionalistinnen (China, Indien, Südafrika und die Türkei)
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Religion und gesellschaftliche Konventionen bilden den kulturellen Schwerpunkt im Leben der Traditionalistinnen. Mädchen empfinden, dass der gesellschaftliche Druck, dem Vorbild der Mutter Folge zu leisten, sehr hoch ist. Hier hat sich eine einzigartige Spannung entwickelt, da mehr und mehr junge Frauen die traditionellen Einstellungen und Schönheitsideale der vorherigen Generationen hinterfragen. Interessanterweise haben Frauen und Mädchen, die dieser kulturellen Gruppe zugehörig sind, ein höheres Körperselbstbewusstsein als im Vergleich zu den „modernen Kulturen“. 96 Prozent der indischen Frauen sind sich ihrer eigenen Schönheit bewusst – der höchste Wert im Ländervergleich!

Die Modernistinnen (Deutschland, USA, Kanada, Großbritannien und Australien)
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Während ihr privates und öffentliches Leben von einem modernen Standard an Gleichberechtigung und Freiheit geprägt sind, erfahren Modernistinnen einen hohen gesellschaftlichen Druck, „alles zu sein“ (Hausfrau, Mutter, Karrierefrau etc.) und möglichst „alles zu geben“. Diese kulturelle Gruppe ist sich der negativen Auswirkungen der Medien auf das eigene Schönheitsbild zwar durchaus bewusst, lässt sich davon aber dennoch beeinflussen und hat dementsprechend auch ein geringeres Körperselbstbewusstsein. Das anschaulichste Beispiel sind hier die USA: 50 Prozent der Amerikanerinnen fühlen sich selbstbewusst in ihrer Schönheit – das sind 35 Prozent weniger als noch im Jahr 2010.

Die Dualistinnen (Mexiko, Brasilien und Russland)
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Dualistinnen leben ein vielschichtiges und gegensätzliches Leben: Öffentlich werden sie darin bestärkt, sich zu bilden und karriereorientiert zu denken, im Privaten wird von ihnen jedoch erwartet, das traditionelle Frauenbild als Hausfrau und Mutter zu erfüllen. Das Schönheitsbild schwankt zwischen traditionellen Vorstellungen und modernen Idealen.

Ein Blick über die Studie hinaus auf aktuelle Zahlen der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastischen Chirurgie zeigt, dass es sogar noch krasser geht. So wurden 2015 in Deutschland rund 400.000 ästhetisch-plastische Operationen durchgeführt. Die Top-Ten der Eingriffe: Fettabsaugungen, Ohrenkorrekturen, Entfernung von Tränensäcken und Schlupflidern, Facelifting, Nasenkorrekturen, Oberschenkel-, Gesäß- und Bauchdeckenstraffung, Brustoperationen.

„Sobald es um das eigene Erscheinungsbild geht, ist das Selbstbewusstsein weltweit ein kritisches Thema. Wenn sich Mädchen und Frauen aus diesem Grund von der Gesellschaft abwenden, verpassen sie einfach zu viel“, sagt Lejla Mader, Brand-Managerin bei Dove. „Die neuen Studienergebnisse sind sehr beunruhigend, wenn auch nicht überraschend in Anbetracht des zunehmenden Schönheitsdrucks, der von einer stetig wachsenden Anzahl klassischer und sozialer Medien ausgeht.“

Werbung, Facebook, Twitter & Co: Wer ist schuld?
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