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Global Beauty Confidence Report
„Pickelproblem, heute Abend Party!”

Die Körperpflege-Marke Dove hat in einer globalen Studie danach gefragt, wie es um das Selbstbewusstsein von Mädchen und Frauen steht. Das erschreckende Ergebnis verlangt nach einer neuen Definition von Schönheit.

Köln„Pickelproblem, heute Abend Party!”, „Wegen Akne zu Hause bleiben?”, „Hilfe, meine Haare!” oder „Kann ich so aus dem Haus?”: die einschlägigen Internetforen sind voll von solchen Hilferufen. Hinter diesen Beiträgen stecken oft zahlreiche Frauen, die sich in ihrer Haut nicht wohlfühlen – das kann fatale Folgen haben, wie eine globale Dove-Studie, die dem Handelsblatt exklusiv vorliegt, jetzt zeigt.

Der Unilever-Konzern untersuchte für seine Körperpflegemarke in insgesamt 13 Ländern die Ansichten zu Schönheit und Selbstvertrauen von 10.500 Mädchen und Frauen. Mit dem Ergebnis, dass ein niedriges Selbstwertgefühl und die kritische Wahrnehmung der eigenen Schönheit immer noch ein großes Thema sind. Überall auf der Welt, so heißt es, nimmt das Selbstbewusstsein von Frauen, wenn es um den eigenen Körper geht, stetig ab – ungeachtet von Alter und Herkunft.

Das verwundert kaum, lautet doch die heutige Maxime, die uns wie Smog umgibt: „Sei jung, schlank und schön!”. Das moderne Menetekel: „Wer nicht gesund ist, hat selbst schuld.” Und so träumen viele Frauen – natürlich auch Männer, aber die wurden hier nicht explizit untersucht – vom perfekten Körper ohne Fett, ohne Falten, ohne Krankheit. Dabei sind sie sich selbst stets die schärfste Richterin und sie urteilen hart, wie der „Global Beauty Confidence Report“ zeigt.

So stehen im Kern der Studie vor allem die negativen Auswirkungen eines gestörten Schönheitsempfindens. Fast alle deutschen Mädchen (87 Prozent) und Frauen (86 Prozent) geben an, dass sie auf wichtige Aktivitäten des sozialen Lebens verzichten und sich damit freiwillig in die soziale Isolation verbannen.

Unreine oder blasse Haut? Da werden Treffen mit Freunden und der Familie oder der geplante Freibadbesuch schnell wieder abgesagt. Besonders krass: Hierzulande hat bei fast allen Frauen (91 Prozent) und der Mehrheit der Mädchen (79 Prozent) ein negatives Körpergefühl schon einmal dazu geführt, dass sie auf Nahrung verzichtet oder ihre Gesundheit anderweitig gefährdet haben, weil sie beispielsweise Arztbesuche vermeiden.

Ein Blick über die Studie hinaus auf aktuelle Zahlen der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastischen Chirurgie zeigt, dass es sogar noch krasser geht. So wurden 2015 in Deutschland rund 400.000 ästhetisch-plastische Operationen durchgeführt. Die Top-Ten der Eingriffe: Fettabsaugungen, Ohrenkorrekturen, Entfernung von Tränensäcken und Schlupflidern, Facelifting, Nasenkorrekturen, Oberschenkel-, Gesäß- und Bauchdeckenstraffung, Brustoperationen.

„Sobald es um das eigene Erscheinungsbild geht, ist das Selbstbewusstsein weltweit ein kritisches Thema. Wenn sich Mädchen und Frauen aus diesem Grund von der Gesellschaft abwenden, verpassen sie einfach zu viel“, sagt Lejla Mader, Brand-Managerin bei Dove. „Die neuen Studienergebnisse sind sehr beunruhigend, wenn auch nicht überraschend in Anbetracht des zunehmenden Schönheitsdrucks, der von einer stetig wachsenden Anzahl klassischer und sozialer Medien ausgeht.“

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