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Management in der digitalen Welt Wie Sie als Chef das Ruder in der Hand behalten

Weitermachen wie bisher geht nicht mehr: Im digitalen Zeitalter funktioniert Führung nach neuen Spielregeln. Entscheidend ist der Mix an vielseitigen Skills – für ein innovatives Management der Zukunft. Ein Gastbeitrag.
  • Annette Alsleben
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Im Management der Zukunft werden mehr universellere, vielseitigere Kompetenzen gefragt sein. Quelle: Getty Images

Im Management der Zukunft werden mehr universellere, vielseitigere Kompetenzen gefragt sein.

(Foto: Getty Images)

MünchenUtopische Ziele, extreme Taktung, maximale Unsicherheit und wegfallende Hierarchien bestimmen vielerorts die Agenda. Gleichzeitig gilt es, die Mitarbeiter nicht zu verlieren, sondern einzubinden. "Wirklich wirksam wird Management erst durch die richtige Balance von Sache und Mensch", sagt die Managementberaterin Annette Alsleben, die für unser Businessnetzwerk Leader.In diesen Gastbeitrag geschrieben hat. Einen Beitrag für Managerinnen und Manager bis in die oberste Unternehmensebene, die in der digitalen Welt Herausragendes bewirken wollen.

Durch zahlreiche Forschungsergebnisse bestätigt, werden im Management der Zukunft mehr universelle Kompetenzen gefragt sein - ein Mix an Skills im Bereich künstlicher und menschlicher Intelligenz. Auch der Universalgelehrte Leonardo da Vinci (1452–1519) war seinerzeit als Maler, Erfinder, Bildhauer, Architekt, Philosoph und Ingenieur sehr vielseitig. Er hat durch diese universellen Kompetenzen Herausragendes bewirkt.

Nun liegt sein Wirken schon einige Jahrhunderte zurück. Doch schon zu seiner Zeit galt er zu Recht als „der Erfinder der Zukunft“. Natürlich ist es utopisch zu erwarten, dass diese Breite an Kompetenzen sich in einzelnen Manager-Persönlichkeiten bündelt. Niemand hat den Anspruch, dass ein Manager ein "Universalgelehrter" sein sollte. Ganz im Gegenteil: Das Bündeln der geforderten Kompetenzen in einer Person ist in der digitalen Welt schlicht kontraproduktiv und nicht leistbar.

Stattdessen geht es vielmehr darum, loszulassen, den Anspruch aufzugeben, Aufgaben allein innerhalb von Ressorts steuern zu können. Es geht darum, in eine Haltung der Offenheit gegenüber seinem Umfeld zu kommen und deren komplementäre Kompetenzen bei der Lösung von Herausforderungen geschickt einzubinden.
Warum braucht es dieses Tun und vor allem: Wie kann man die steigende Komplexität der digitalen Welt generell besser in den Griff bekommen?

Jeder zweite Chef denkt an einen Ausstieg

Augen auf: Diese 25 Frauen machen unsere Welt besser
Kein Ranking
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Ein kurzer Hinweis noch vorweg: Es gibt kein Ranking. Wir stellen Ihnen die 25 Gewinnerinnen in alphabetischer Reihenfolge vor.

Aynur Boldaz-Özdemir, Integrationsunternehmerin
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Sie gibt Leuten eine Perspektive, die auf dem Arbeitsmarkt eigentlich keine Chancen haben. Aynur Boldaz-Özdemir, als 18-Jährige aus der Türkei nach Deutschland gekommen, behauptete sich ohne Ausbildung als ausländische Frau auf dem deutschen Arbeitsmarkt und leitet heute ihr eigenes, erfolgreiches „Integrationsunternehmen“. Forever Clean beschäftigt zu 48 Prozent Menschen mit körperlicher, geistiger oder psychischer Schwerbehinderung. In der Belegschaft arbeiten Menschen mit und ohne Behinderung, Menschen mit und ohne Migrationshintergrund – gemeinsam und inklusiv.

(Foto: Forever Clean)

Ingrid Brodnig, Journalistin und Netzaktivistin
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Eine pluralistische Gesellschaft muss auch im Netz verteidigt werden. Genau das macht Ingrid Brodnig. Die österreichische Journalistin engagiert sich couragiert gegen Hass im Internet – zuletzt in ihrem gerade erschienenen Buch „Hass im Netz“, in dem sie beschreibt, was wir gegen digitale Hetze, Mobbing und Lügen tun können. Ingrid Brodnigs Engagement hilft, eine (digitale) Zukunft zu schaffen, die keinen Hass zulässt – und niemanden mehr ausschließt.

(Foto: Alex Unger)

Saskia Bruysten, Unternehmerin
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Gemeinsam mit dem Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus gründete Saskia Bruysten das Unternehmen „Yunus“, das eine Brücke zwischen lokalen Sozialunternehmen und humanitären Spendern und Kreditgebern schlägt. „Yunus“ ist bisher weltweit in sieben Ländern im Einsatz, darunter Indien, Uganda und Haiti. Mit ihrem Business setzt sich die ehemalige Unternehmensberaterin für einen sozialeren Kapitalismus ein, der seine Stärke einsetzt, um eine gerechtere Welt zu schaffen.

(Foto: Yunus)

Dr. Gisela Burckhardt, Aktivisitin
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Viel zu viele Frauen und Mädchen arbeiten in der Textilindustrie immer noch unter menschenunwürdigen Bedingungen. Gisela Burckhardt setzt sich für die Rechte und die Verbesserung der Arbeitsbedingungen dieser Frauen ein. Sie hat den Verein Femnet e.V. gegründet und diskutiert als dessen Vorsitzende mit den großen Textilkonzernen, damit die Produktion fairer Kleidung die Regel wird – und nicht die Ausnahme bleibt.

(Foto: Flickr Heinrich Böll Stiftung, Stephan Roehl)

Diana Doko, Aktivistin für Suizid-Prävention und Unterstützung für Menschen mit Depressionen
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Jedes Jahr sterben in Deutschland 10.000 Menschen durch Suizid. Diana Doko setzt sich mit dem von ihr mitgegründeten Verein „Freunde fürs Leben“ dafür ein, dass diese Zahl sinkt. Sie, die selbst ihren Bruder durch Suizid verloren hat, leistet Aufklärungsarbeit bei jungen Menschen zu den Themen Suizid und seelische Gesundheit. Als Vorstandsvorsitzende des Vereins bietet sie betroffenen Menschen ein sicheres Netzwerk und trägt so dazu bei, dass weniger Menschen den Tod als letzten Ausweg wählen. Diana Dokos Vision ist eine Gesellschaft, in der Depressionen endlich kein Tabuthema mehr sind. Dafür kämpft sie jeden Tag.

(Foto: Tom Wagner)

Prof. Dr. Naika Foroutan, Sozialwissenschaftlerin
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Muslime haben in unserer Gesellschaft mit vielen Vorurteilen zu kämpfen. Die Sozialwissenschaftlerin Naika Foroutan setzt sich mit ihrer wissenschaftlichen Arbeit gegen diese Ressentiments ein. Als stellvertretende Direktorin des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung untersucht sie unter anderem Islambilder in Deutschland. Sie leitet außerdem das Projekt: „Junge Islambezogene Themen in Deutschland“ (JUNITED). Die Forschung der gebürtigen Iranerin trägt einen wichtigen Teil dazu bei, die Islamfeindlichkeit in Deutschland abzubauen und eine pluralistische Gesellschaft entstehen zu lassen.

(Foto: Nina Pieroth)

Der deutsche Management-Alltag ist von einer überbordenden Informationsflut geprägt. Dies bestätigte kürzlich eine Befragung von Führungskräften bis zum Vorstand bei Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern. Die Informations- und Aufgabenflut überfordert die Betroffenen sogar so stark, dass jede zweite Führungskraft deswegen an einen Stellenwechsel oder sogar Ausstieg dächte, wäre da nicht das zu hohe Risiko finanzieller Einbußen.

Ursache für diese Überlastung ist laut der Studie nicht erst die Digitalisierung. Hinzu kommen Themen wie Globalisierung, Verdichtung von Aufgaben auf weniger Mitarbeiter und gestiegene Anforderungen an IT-Anwendungen – willkommen in der Welt der künstlichen Intelligenz. Statt offen darüber zu sprechen, geben dies gestandene Manager eher im Vertrauten zu.

Allerdings gestehen auch verständnisvolle Topmanager auf Führungskräfteveranstaltungen öffentlich ein, dass von der Mannschaft extrem viel verlangt wird, der Leistungsanspruch überbordend ist und die Leute gefordert sind, auf sich aufzupassen. Wenn das so einfach wäre! Ist man erst einmal im "Hamsterrad" drin, bleibt einem nur eine überschaubare Anzahl an Möglichkeiten, das System zu ändern. Da braucht es schon ein bisschen mehr, Übergreifendes.

Eins der Zauber-Instrumente, das auch im digitalen Wandel immer häufiger gefordert ist, heißt: Vernetzung! Dabei geht es nicht nur um die vernetzte künstliche Intelligenz, die oft bei Zukunftsthemen im Vordergrund steht. Diese ist wertvolle Basis und Unterstützer, aber nicht der Treiber der menschlichen Zukunft. Selbst führende Manager von Microsoft betonen aktuell, dass auch in Zukunft die Technologie ohne die Menschen nicht funktionieren wird.

Erst vernetzte menschliche Intelligenz ist der sichere Boden, auf dem man in Zeiten maximaler Unsicherheit und dauernder Erosion steht. Es bewährt sich einfach: Die richtigen Leute zu kennen und sie beim Umschiffen gefährlicher Klippen im Boot zu haben, hat schon so manches Projekt erfolgreich zum Ziel geführt. Auch ist es entscheidend, stets die richtigen fachlichen Informationen zu haben. Hier gilt es, wie ein Seismograf laufend aktuelle Entwicklungen zu spüren, aufzunehmen.

Den Gegner mit ins Boot holen

So sehen echte Businessfrauen aus!
Wie sehen Businessfrauen aus? So zum Beispiel!
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Quelle: Nazir Azhari

Rote Lackschuhe und kurze Röcke zwischen Männerbeinen im Zweireiher: Frauenbilder, mit denen sich schon lange niemand mehr identifizieren möchte. Deswegen haben wir vor zwei Wochen gefragt: Wo sind eigentlich die Fotos, die moderne, authentische und natürliche Frauen zeigen? In einem Foto-Wettbewerb suchten wir Ideen, wie wir das ändern können. Nun stehen die Gewinnerbilder, wie dieses hier von Nazir Azhari, fest.

Schluss mit Bleistiftrock und steifer Pose
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Quelle: Johanna Vikell
Wir, das sind die Businessplattform Edition F als Initiator der Mission, die Foto-Community EyeEm, das Handelsblatt und andere namhafte Medienpartner (Zeit Online, Ze.tt, Manager Magazin und Huffington Post). Und gemeinsam wollen wir die Perspektive auf Frauen in der Arbeitswelt verändern. Schluss mit grausamen Stockphotos! Es leben schöne Fotos wie dieses hier von Johanna Vikell.
#Womeninbusiness
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Quelle: Michael Moeller
Mit #Womeninbusiness wollen wir moderne, natürliche und authentische Frauen zeigen. Frauen, die sich täglich in ihrem Job abrackern, aber nicht immer top gestylt im Hosenanzug erscheinen. Solche, die auch mal den Wecker überhören, in Windeseile Klamotten aus dem Schrank ziehen und sich die Haare erst im Auto auf dem Weg zur Arbeit kämmen.
Berufsalltag wie er auch aussehen kann
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Quelle: Tyler

Frauen, die nicht ihre weiblichen Vorzüge in den Fokus stellen, sondern mit ihrem fachlichen Können bestechen.

Danke!
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Quelle: Ana Caprini

Wir freuen uns sehr, dass Sie unsere Mission so toll unterstützt haben. Die Auswahl der Gewinnerinnen ist uns allen nicht leicht gefallen.

Wow: So viele tolle Bilder!
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Quelle: Astrid Hapsari

Insgesamt wurden über 3.000 Bilder eingereicht, aus denen wir für Sie die Top-Ten-Gewinnerfotos gewählt haben.

Trending Topic
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Quelle: Martin Rehm

Jeder Fotograf und jede Fotografin hatte die Möglichkeit, authentische Fotos aus seinem Joballtag entweder auf der Online-Plattform EyeEm hochzuladen oder oder sie per Mail einzureichen. Bereits am ersten Tag wurde der #WomeninBusiness zum Trending Topic bei Twitter.

Seien Sie hierzu gut vernetzt. Haben Sie die für Ihre Ziele wichtigen Leute auf Ihrer Seite. Beobachten Sie scharf Ihre Umwelt. Seien Sie insbesondere auch aufmerksam für die Unruhe unter der Oberfläche. Denn dort lauert so manche große Tretmine. Führen Sie Gespräche mit den richtigen Leuten. Sondieren Sie die News und werten Sie aktuelle Infostände aus. Gibt es neue Entscheidungsstände? Gibt es Widersacher, die sich gegen gefasste Beschlüsse auflehnen und Ihre gewünschte Zielerreichung torpedieren? Finden Sie heraus: Was treibt diese Widersacher an? Was sind deren Motive? Können Sie sich diese Motive zunutze machen und die passenden Gegenargumente ins Feld führen?

Mit der richtigen Argumentationsstrategie und einem durchdachten Vorgehen kann man so manchem Gegner den Wind aus den Segeln nehmen. Und wenn es gut läuft, ihn sogar ins Boot holen. Eins der zentralen Steuerungsinstrumente, um in der digitalen Welt die steigende Unsicherheit in den Griff zu kriegen und gleichzeitig sicher durch die undurchschaubare Komplexität zu navigieren. Das ist ja schließlich auch die Erwartung der Mitarbeiter an das Management: Das Vorleben von Sicherheit in der Unsicherheit ist gefordert. Mitarbeiter wollen, dass Führungskräfte "echt" sind und sie ihnen vertrauensvoll folgen können.

Außerdem geht es darum, nicht nur die Mitarbeiter, sondern auch Partner innerhalb und außerhalb des Unternehmens zu gewinnen. Und somit den Anforderungen an die eigene Management-Rolle elegant gerecht zu werden. Nicht dadurch, dass man alles selber liefert, sondern dadurch, dass man die Kompetenzen aus seinem Umfeld geschickt bündelt und für sich nutzt. Denn nur so werden zukünftig Antworten geliefert, die Einzelnen oder einigen wenigen allein nicht in den Sinn gekommen wären.

Meines Erachtens ist dies für Manager selbstverständlich leistbar unter Beibehaltung der vollen Souveränität und ohne sein Gesicht zu verlieren. Die Kunst dabei ist, aus der Fülle der unterstützenden Stellhebel jeweils den zu betätigen, der die gewünschte Wirkung erzielt. Dies setzt voraus, dass Sie stets einen guten Überblick über die jeweils aktuelle Situation und Ihr Umfeld haben: sowohl beim Aufgaben-Management, in der Mitarbeiterführung und insbesondere der Selbststeuerung, denn Sie sind Ihre wichtigste Ressource.

Wie wir als Mensch die Digitalisierung gestalten

Diese Frauen wollen wir bis 2025 als Dax-CEO sehen
Der Wettbewerb
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Welche der nominierten Frauen wollen Sie bis zum Jahr 2025 im Vorstand eines Dax-Konzerns sehen? Gemeinsam mit der Plattform Edition F und der Huffington Post haben wir den Wettbewerb ausgerufen – und mehr als 500 Nominierungen erhalten. Aus den 50 Frauen, die es in die Vorauswahl geschafft hatten, konnten unsere Leser wiederum ihre Favoritin auswählen und ihre Stimme abgeben. Heute präsentieren wir die Gewinnerinnen.

Aliz Tepfenhart, Geschäftsführerin der Burda Digital Holding
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Im Mai dieses Jahres wechselte Aliz Tepfenhart von der Otto Group zur Burda Digital Holding, für die sie ab sofort als Geschäftsführerin fungiert. Die Managerin zeichnet sich vor allem durch ihre breite Erfahrung im E-Commerce aus, die sie sich als Geschäftsführerin des Baur Versands sowie als Geschäftsführerin von Quelle (Burda Group Russland) aneignete. Das Wissen setzt sie nun für die B2C-Transaktionen der von Burda gebündelten Digitalunternehmen und -Marken ein.

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Antonella Mei-Pochtler, Geschäftsführung Boston Consulting Group
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Antonella Mei-Pochtler ist Senior Partnerin und Geschäftsführerin bei der Boston Consulting Group und berät als Expertin für Markenführung internationale Unternehmen, vor allem aus der Konsumgüterindustrie und der Medienbranche. Sie ist 1984 bei BCG im Münchener Büro eingestiegen, wurde 1990 zur Partnerin und acht Jahre später zur Senior Partnerin ernannt. 1997 eröffnete sie das Wiener Büro von BCG.

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Dr. Caren Genthner-Kappesz, CEO Kalahari
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Nach ihrer Promotion in Mathematik und einer Firmengründung verbrachte sie einige Jahre bei der Boston Consulting Group, es folgten Führungspositionen bei Ebay, Shopping.com und Brands4friends. Seit zweieinhalb Jahren ist sie CEO bei Kalahari.com, Südafrikas größtem Shoppingportal, das kürzlich mit dem zweiten Marktführer Takealot.com fusionierte. Ihr ehemaliger Chef bei Ebay schwärmte in einem Interview mit der „Wirtschaftswoche“ geradezu: „Ihr Team hat sich bei ihr gut aufgehoben gefühlt. Auch in Konfliktsituationen argumentiert sie sachlich. Sie packt mit an, ist eine Macherin.“

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Catrin Hinkel, Vorstandsmitglied Accenture und Geschäftsführerin des Bereichs Health
& Public Service und Human Capital & Diversity Lead
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Sie gehört zu den Top-Frauen der deutschen IT-Branche: Catrin Hinkel ist Geschäftsführerin bei Accenture, einem der weltweit führenden Managementberatungs-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleister, hat in ihrer Karriere Klienten aus den Sparten Telekommunikation, Versorger, Chemie, High Tech und Public Service betreut. Bis 2010 verantwortete sie das gesamte SAP-Implementierungsgeschäft von Accenture im deutschsprachigen Raum.

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Claudia Michalski, Geschäftsführerin der Verlagsgruppe Handelsblatt
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Claudia Michalski ist Geschäftsführerin der Verlagsgruppe Handelsblatt und schwerpunktmäßig für den Fachmedienbereich der Verlagsgruppe sowie die Tochter- und Beteiligungsgesellschaften (wie etwa VDI-Verlag, Meedia, Bellevue & more) zuständig. Hier verantwortet sie insbesondere den strategischen Ausbau und das Beteiligungsmanagement. Darüber hinaus ist Michalski stellvertretende Sprecherin des Verbandes Deutsche Fachpresse und Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft Zeitschriftenverlage. Die Medienmanagerin arbeitete zuvor für den Verlag Walter de Gruyter und den Beuth Verlag.

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Dr. Claudia Nagel, Gründerin und Geschäftsführerin Operations, Technik & Finanzen Kiwi.ki
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Die Idee zu Kiwi.ki kam Claudia Nagel im Jahr 2011, als die dreifache Mutter mit Tüten und Taschen behängt vor ihrer verschlossenen Haustür stand und sich fragte, warum man im 21. Jahrhundert immer noch so etwas wie einen Metallschlüssel braucht. 2012 gründete die Ingenieurin und ehemalige McKinsey-Beraterin dann mit zwei Partnern ihr Hardware-Startup, das die herkömmlichen Schlüssel abschaffen will: Das schlüssellose Zugangssystem kann über einen kleinen Transponder Haustüren automatisch aus einer Entfernung von bis zu drei Metern entriegeln. Außerdem lässt sich die Haustür über eine Smartphone-App öffnen. Mehrere Millionen Euro konnte die Gründerin von Investoren einsammeln. Großkonzerne wie die Deutsche Post haben mittlerweile Exklusivverträge mit dem Startup abgeschlossen.

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So können Sie auf dieser Basis die richtigen nächsten Schritte einleiten. Denn gerade in Zeiten steigender Komplexität, wo uns alles über den Kopf zu wachsen droht, kommt es besonders darauf an, richtig zu filtern. Stets braucht es dazu seismografische Aufmerksamkeit. Was sind die absoluten Prioritäten? Was ist das wirklich Wichtigste? Was ist am dringlichsten zu tun? Womit wird am meisten Wirkung erzielt?

Die Kunst liegt darin, einen regelmäßigen Soll-Ist-Abgleich zu vollziehen. Hierzu ist es hilfreich, dass Sie immer wieder Abstand zu Ihrem Arbeitsumfeld gewinnen, sich selbst immer wieder herausnehmen, um aus der Distanz heraus die richtigen Signale zu erkennen. Nicht nur deshalb werden in immer mehr Unternehmen Schulungen in Achtsamkeit angeboten. Denn die Wahrnehmung des Jetzt und Hier, das Sich-Versetzen in einen Zustand, in dem man im aktuellen Augenblick lebt, vermittelt die höchstmögliche Sicherheit. Dies mag für so manchen faktenorientierten Manager noch befremdlich klingen, doch schon lange gelten diese Praktiken in höchsten Managerkreisen nicht mehr als Esoterik, sondern sind selbstverständlich gelebtes Tun. Mit der Wirkung, dass Gelassenheit, Stärke, Kraft und der Blick für das Wesentliche geschult werden. Nicht nur für die eigene Gesundheit – auch das Umfeld profitiert davon.

Damit wir als Mensch die Digitalisierung gestalten können, muss der Mensch im engen Zusammenspiel mit der Digitalisierung von Dingen stehen. Sonst erleben wir als Mensch eine zunehmende Verunsicherung, eine beängstigende Zukunft (Protektionismus, Brexit und der drohende Zerfall von Europa lassen grüßen).

Wir brauchen das Gefühl der Sicherheit, das Gefühl, Herr über die technischen Entwicklungen und den Fortschritt zu sein, damit die Welle der Digitalisierung nicht "über uns hinwegschwappt". Damit wir als Mensch das Gefühl haben, weiter "das Heft in der Hand zu halten" und es uns nicht von der zukünftigen "künstlichen Intelligenz" oder Robotern abgenommen wird.

Um dies zu erreichen, braucht es das richtige Tempo und vor allem: die Einbindung der Menschen als Beteiligte – von der obersten Unternehmensspitze bis in die Niederungen der "Maschinenräume". Es braucht die Vielseitigkeit an Kompetenzen, den richtigen Mix an Skills, damit dies in der Digitalen Welt gelingt. Die geschickte Verzahnung von Hard- und Soft Skills, von künstlicher und menschlicher Intelligenz - eben das "DA VINCI Management".

Über die Autorin

Annette Alsleben ist Rednerin, Managementberaterin (u.a. BMW, Lidl) und Ökonomin und hat sich spezialisiert auf das Thema Wertewandel im Management im digitalen Zeitalter. Alsleben hat über 20 Jahre Praxis als Managerin auf Top-Management-Ebene in namhaften Konzernen. In den letzten Jahren steuerte sie diverse unternehmensweite Großprojekte. Gerade ist ihr neues Buch "Da Vinci Management - Herausragend Handeln in der Digitalen Welt" im Verlag Orell Füssli erschienen (ISBN: 978-3-280-05641-7).

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Mehr zu: Management in der digitalen Welt - Wie Sie als Chef das Ruder in der Hand behalten

3 Kommentare zu "Management in der digitalen Welt: Wie Sie als Chef das Ruder in der Hand behalten"

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  • Inhaltlich volle Zustimmung.

    Es gibt sogar ein Werkzeug, um das Vorgehen von Handeln unter maximaler Ungewissheit (auch "Komplexität" oder "Unsicherheit") zu einem Handeln unter reiner Kompliziertheit zu überführen.

    Das up2U-Protokoll: https://up2u.blog/2017/03/17/what-is-it/

    Wichtig ist die Unterscheidung zw. Management (Verwaltung) und Führung (Leadership).
    Verwaltung geschieht auf dem blauen Pfad. Hier werden "Ergebnisse erzielt" - hier zählt Effizienz.
    Auf dem roten Pfad braucht es Führung, um das Richtige in Angriff zu nehmen - Effektivität.

    MACCHIAVELLI beschrieb, wie man einen Staat verwaltet - blau.
    CLAUSEWITZ beschrieb dagegen, wie man Schlachten gewinnt - "der Nebel des Krieges" - rot.

    Alles Blaue lässt sich früher oder später automatisieren.
    Es braucht Menschen und deren Interaktion auf Augenhöhe <) (>, um ZUVOR das Richtige zu bestimmen.

  • Habe gerade eine hochinteressante Doku zum Thema gesehen und bin immer noch baff (http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/wdr-weltweit/video-tanzende-bauarbeiter---arbeiten-schweden-gluecklicher-100.html).

    Nicht nur als Deutscher könnte man meinen, es handele sich um ein Märchen.

    Ist aber, zumindest in Schweden, Realität.

  • Im digitgalen Zeitalter funktioniert Führung nach neuen Regeln? Ein Schmarren. Es funktioniert so, wie es immer funktioniert hat: nach den Prinzipien von Niccolo Machiavalli, niedergeschrieben in "Der Fürst". Im Grossen wie im Kleinen. Alles andere ist schöngeistige Akrobatik. Natürlich können wir das bedauern. Ändern wir es nichts.

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