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Präsenz auf der Bühne Sieben Punkte für mehr Überzeugungskraft

An welche Konferenzauftritte erinnern Sie sich noch? Welcher Redner hat Sie mit seinem Vortragnachhaltig beeindruckt, und von welcher Präsentation im Meeting waren Sie nicht genervt? Es geht auch anders. Ein Gastbeitrag.
  • Regina Mehler
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Die Gründerin der Managementberatung 1ST ROW und Geschäftsführerin der Women Speaker Foundation gibt Tipps für den gelungenen Auftritt. Quelle: PR
Regina Mehler

Die Gründerin der Managementberatung 1ST ROW und Geschäftsführerin der Women Speaker Foundation gibt Tipps für den gelungenen Auftritt.

(Foto: PR)

MünchenHand aufs Herz – an welche Konferenzauftritte von Rednern und Rednerinnen der letzten Wochen erinnern Sie sich noch? Welcher Vortrag in Ihrem Unternehmen hat Sie nachhaltig beeindruckt, von welcher Präsentation im Meeting waren Sie nicht genervt? Haben Sie sich schon häufiger gedacht: „Das kann ich auch, vielleicht sogar besser“? Nur Mut, die Bühne gehört ihnen. Vor allem Frauen sollten die Karrierechance des großen Auftritts für ihr ganz persönliches Branding nutzen und sich und ihre Kompetenz häufiger selbstbewusst nach außen darstellen. Wie sie die Bühne richtig für sich nutzen können, weiß Regina Mehler, Gründerin der Managementberatung 1ST ROW und Geschäftsführerin der Women Speaker Foundation, die diesen Beitrag für unser Businessnetzwerk Leader.In geschrieben hat.

Sie landen fast täglich in unseren Postfächern: Einladungen zu Konferenzen, die uns eine Fülle an fachlichem Know-how und im besten Fall sogar neue Inspiration versprechen. „Melden Sie sich jetzt sofort an, sonst verpassen Sie etwas“, lautet die Botschaft. Allerdings hat die Sache ein paar Haken: Wer diese Konferenzen häufiger besucht, stellt schnell fest, dass er eigentlich gar nichts verpasst.

Denn zum einen erscheinen im Programm viele bekannte Persönlichkeiten, die mit ihren Botschaften sehr häufig auf Vortragsbühnen stehen und dort immer wieder nur sehr ähnliche Inhalte verbreiten. Zum anderen sind diese Persönlichkeiten meist männliche Redner – Rednerinnen und Managerinnen sind in vielen Fachgebieten leider immer noch die Ausnahme.

Woran liegt das? In den vergangenen Jahren waren sich die Veranstalter häufig gar nicht bewusst, dass sie nur Männer angesprochen haben. Sie besetzten die Panels so, wie es schon immer gut funktioniert hat. Angeblich seien Frauen ja auch zögerlicher, wenn es um Zusagen für öffentliche Auftritte geht, ist dann von den Verantwortlichen zu hören.

Doch hier hat sich das Blatt inzwischen deutlich gewendet: Stimmt das Geschlechterverhältnis nicht, meldet sich immer öfter die Presse mit kritischer Berichterstattung zu Wort. Oder weibliche Interessensgemeinschaften veröffentlichen einen „Brandbrief“ an die Veranstalter, während die Besucherinnen und Userinnen im Netz ihrem Ärger Luft machen. Kurz: Die Veranstalter geraten ziemlich schnell in Erklärungsnot, wenn sie ihre Panels oder Keynotes nur männlich besetzen. Andersrum gilt aber auch: Viele Frauen auf der Bühne bringt auch positive PR und gute Stimmung in den sozialen Netzwerken.

Sieben Punkte für mehr Präsenz

So erteilen Sie Bewerbern höflich eine Abfuhr
Absage mit Feingefühl
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Bei Bewerbungsschreiben gibt es eine Menge Literatur über die Erwartungen von Personalverantwortungen. Aber über die Erwartungen der Bewerber, wie eine Absage aussehen sollte, spricht kaum jemand. Eine Experten-Jury – bestehend aus Mitarbeitern von Jobware, Kienbaum und der Hochschule Fresenius – haben aus diesem Grund kürzlich gelungene Absageschreiben gekürt. Die Fachzeitschrift Personalmagazin hat die bemerkenswertesten Formulierungen aufgelistet.

Kleine Nuancen
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„Ihre Bewerbung ist in die engere Wahl gekommen. Leider müssen wir Ihnen jedoch mitteilen, dass wir uns nach sorgfältiger Prüfung anderweitig entschieden haben. Manchmal sind es nur kleine Nuancen, die eine Entscheidung zwischen den Bewerbern ausmachen.“ (BTC Business Technology Consulting AG)

Alles zu seiner Zeit
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„Aikansa kutakin sagen die Menschen in Finnland. Das heißt frei übersetzt etwa: Alles zu seiner Zeit. Von Ihrer Qualifikation sind wir überzeugt. Jedoch ist es nicht der richtige Zeitpunkt, Ihnen eine vakante Position anbieten zu können, die Ihren überzeugenden Kenntnissen und Fähigkeiten entspricht.“ (Caverion Deutschland GmbH)

Limitiertes Produkt als Zeichen der Wertschätzung
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„Wir möchten uns an dieser Stelle für Ihre Bewerbung und die damit verbundene Mühe und den Aufwand bedanken. Als Zeichen unserer Wertschätzung erhalten Sie anbei unser limitiertes Codello-Tuch.“ (Codello Lifestyle Accessories GmbH)

Von der Masse abgehoben
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„Vorweg ein ganz großes Kompliment: Ihre Bewerbung die Art Ihrer Bewerbung sind wirklich beeindruckend. Wir finden das ganz toll. Behalten Sie sich diese Form bei, damit heben Sie sich sehr von der Masse ab.“ (Smartclip AG)

Freude an Praktikanten
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„Wir freuen uns immer sehr, wenn engagierte Menschen wie Sie sich bei uns bewerben und Praxisluft schnappen wollen! Doch auch wenn wir gerne würden, können wir Ihnen leider derzeit keinen Praktikumsplatz anbieten.“ (Hansa-Flex AG)

Hören Sie auf, E-Mails zu schreiben
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Apropos E-Mails: Die zweitgrößte Beeinträchtigung für produktives Arbeiten sind zu viele E-Mails. E-Mails machen einzelne Konversationen zu bestimmten Aufgaben zwar nachvollziehbar, die damit verknüpften Dokumente und Informationen sind aber meist nicht greifbar und müssen zeitaufwändig gesucht und geordnet werden. Im Schnitt verbringen Mitarbeiter zwei Stunden ihres Arbeitstages mit E-Mails, diese Zeit kann deutlich verkürzt werden, wenn die E-Mail-Kommunikation auf externe Partner und Kunden beschränkt wird. Für Interna gibt es spezielle Collaboration-Tools.

Auch in den Unternehmen selbst wurden bei Anfragen häufig zunächst die Männer ins Vortragsrennen geschickt. Klar, denn sie besetzen auch die Mehrheit der Führungspositionen, und diese sogenannten C-Levels werden wiederum von den Organisatoren von Konferenzen meist als gute Zugpferde für ihr Programm gesehen.

Doch auch hier beobachten wir, dass das Blatt zumindest gerade dabei ist, sich zu wenden. Vor allem in jungen Firmen, in Start-ups, tauchen vermehrt Frauen in der Führungsrolle auf. Ist es ein „Pärchen“, das sich den Chefposten teilt, kann die Frau ihre Position als Sprecherin und Expertin nutzen, sie wird für wichtige Speaking-Jobs gebucht oder kann auch die PR geschickt für sich nutzen: Role-Models sind für mich hier eine Alisée de Tonnac, CEO Seedstar World, Amorelie-Chefin Lea-Sophie Cramer oder auch Refinery-Deutschland Chefin Nora Beckershaus – um nur einige wenige zu nennen.

Wenn wir die Podien stürmen wollen, können wir das auch ein Stück weit selbst in die Hand nehmen und vorantreiben. Es gibt mehrere Ansatzpunkte, um mehr Frauen auf die Bühnen zu bringen. Besonders wichtig ist hier (das wird in der öffentlichen Diskussion leider oft vergessen): eine Bühne ist mehr als die Konferenz-Bühne. Bühne fängt schon im Firmenmeeting an. Meine sieben Punkte für mehr Präsenz:

1. Machen Sie sich bereit

Um auf die Bühne zu gehen, braucht es ein Thema – Ihr Thema. Was begeistert Sie, für was brennen Sie, wo sind Sie Expertin? In welchem Fachgebiet möchten Sie etwas erreichen? Definieren Sie ihre Kernbotschaft und tragen Sie diese eine Botschaft in die Welt – in allen Variationen und wo immer es geht. Die Kraft der Wiederholung wirkt gerade im Speakergeschäft Wunder. Sie möchten überhaupt erst einmal gefunden werden? In entsprechenden Datenbanken oder Organisationen wie der Women Speaker Foundation oder auf der Plattform Speakerinnen.org können Sie ihr Profil hinterlegen (ein Hinweis übrigens auch für die Veranstalter, die sagen, sie hätten keine Frau für ihr Podium gefunden).

2. Üben Sie ihren Auftritt

Wir werden immer wieder gefragt, wie die Expertin auf der Bühne „performt“: Ihr Auftritt muss daher sitzen – sonst werden Sie nur einmal gebucht. Übung macht die Meisterin, das gilt auf der Bühne ganz besonders. Nehmen Sie ihren Vortrag auf Video auf (ein gutes Video wird Ihnen zudem zu weiteren Auftritten verhelfen), fragen Sie Vertraute nach ihrer Meinung oder nutzen Sie Formate wie die „Generalprobe“ der Women Speaker Foundation, um ihren Vortrag in einem geschützten Raum, aber trotzdem unter Realbedingungen zu präsentieren – wertvolles Feedback ist hier garantiert.

Werden Sie zu Ihrer eigenen Marke

50 Frauen, die unsere Welt verändern
Die 50 Nominierten!
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Welche Frauen haben die innovativsten Ideen? 25 davon sucht Edition F, die Online-Plattform für ambitionierte Frauen, gemeinsam mit dem Handelsblatt und weiteren starken Medien. Wir stellen Ihnen heute die 50 Nominierten vor und eröffnen damit das Voting für die Endauswahl der 25 Finalistinnen, das nun bis zum 18. Mai 2017 läuft.
(Bild: Edition F)

Dr. Sabrina Badir, Erfinderin Pregnolia
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Eine Schwangerschaft kann eine wunderschöne Zeit sein und doch herrscht in ihr oft die Sorge um das noch ungeborene Baby. Besonders groß ist die Angst vor Frühgeburten, die zu den häufigsten Ursachen von Sterblichkeit und Langzeiterkrankungen bei Neugeborenen zählen. Der häufigste Grund für Frühgeburten ist eine Schwäche im Gebärmutterhals, die bisher nur mäßig durch Ultraschalluntersuchungen erkannt werden konnte. Dr. Sabrina Badir hat gemeinsam mit Francisco Delgado das Züricher Unternehmen Pregnolia gegründet und ein Verfahren entwickelt, mit dem durch eine absolut schmerzfreie Methode der Unterdruck im Gebärmutterhals gemessen wird. Dieses Verfahren liefert mehr Daten als die herkömmlichen Methoden, indem festgestellt wird, wie weich das Gewebe ist, denn je weicher das Gewebe, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit auf eine Fehlgeburt.
Hier geht es zur Abstimmung. Sollten Sie sich nicht dort registrieren wollen, senden Sie eine Mail an 25Frauen@editionf.com. Bitte wählen Sie dann den Betreff: Vorname Nachname (Ihre Top-25-Frau). Andere Formate können leider nicht ausgewertet werden.
(Foto: © Alain Herzog & venturelab)

Dr. Anne Christin Bansleben, Gründerin Deepmello Rhabarberleder
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Viele Menschen tragen gerne Leder, denn es bietet anderen Stoffen gegenüber einige Vorteile. Ein Problem ist allerdings, dass zur Weiterverarbeitung der Tierhäute mit schädlichen Chemikalien gearbeitet werden muss. Durch das Verfahren von Dr. Anne Christin Bansleben, einer promovierten Ernährungswissenschaftlerin, kann auf die Chemikalien verzichtet werden. Sie hat quasi durch Zufall entdeckt, dass Wirkstoffe aus der Rhabarberwurzel eine gerbende Wirkung haben und ein Verfahren entwickelt, wie man damit das Leder pflanzlich gerben kann.
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(Foto: © Andreas Troitsch)

Katrin Bermbach, Nora Blum, Farina Schurzfeld, Gründerinnen Selfapy
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Die Belastungen in unserem Leben und besonders in unseren Berufen scheinen immer größer zu werden. Immer mehr Menschen erkranken an Angststörungen, Depressionen oder Burnout. Obwohl es immer selbstverständlicher wird, einen Psychologen aufzusuchen, haben trotzdem viele Angst davor, diesen Schritt zu gehen und noch mehr, dass ihr Vorgesetzter von den Terminen erfahren könnte. Hinzu kommen noch Wartezeiten von bis zu einem halben Jahr für einen verfügbaren Psychologentermin. Um diesen Menschen trotzdem eine psychologische Beratung zur Seite stellen zu können und die Zeit zum Termin zu überbrücken, haben Katrin Bermbach, Nora Blum und Farina Schurzfled Selfapy entwickelt, eine psychologische Onlinebetreuung. Hierbei werden die Teilnehmer anonym über neun Wochen psychologisch durch Telefonate und Chats begleitet, während sie außerdem an Onlinekursen angepasst an ihre Erkrankungen teilnehmen. Das alles wird von der Krankenkasse übernommen.
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(Foto: © selfapy)

Anika Brömel, Diplom-Physikerin und PhD-Studentin
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Im Jahr 2004 gewann Anika Brömel den Wettbewerb „Jugend forscht“ in der Kategorie Geo- und Raumwissenschaften. Gemeinsam mit zwei Forschungspartnern hat sie damals die Veränderung der Vegetation in Wäldern untersucht. Das Innovative dabei: Anstatt einfach gesunde und kranke Bäume zu zählen und dann auszuwerten, nutzten sie Satellitenbilder der Deutschen Anstalt für Licht- und Raumfahrttechnik. Nationalparks können damit langwierige und kostspielige Untersuchungen erspart werden. Mittlerweile ist Anika Brömel Diplom-Physikerin und macht ihren PhD am Institut für angewandte Physik der Uni Jena.
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(Foto: © privat)

Prof. Emmanuelle Marie Charpentier, Direktorin Berliner Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie
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Seit 2015 ist Prof. Emanuelle Marie Charpentier Direktorin am Berliner Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie. Sie ist eine der Entdeckerinnen eines adaptiven Immunsystems, das Bakterien gegen eingehende fremde Gen-Elemente schützt und durch das DNA gezielt verändert werden kann. Für ihre Forschung wurde die gebürtige Französin mit zahlreichen Preisen geehrt und gilt als eine der innovativsten Forscherinnen ihres Fachgebiets.
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(Foto: © Bianca Fioretti Hallbauer und Fioretti)

Prof. Dr. Sissi Closs, Professorin für Informations- und Medientechnik
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Um wirklich herauszufinden, ob ein Produkt tatsächlich das erfüllt, für das es vorgesehen war, braucht man einen Vergleichspunkt, von dem ausgegangen werden kann. Dafür werden mittlerweile ganz selbstverständlich technische Dokumentationen genutzt – in den 80er Jahren war das allerdings noch gar nicht so selbstverständlich. Zu dieser Zeit hat Professorin Dr. Sissi Closs mit Comet Computer das erste Dienstleistungsunternehmen für Software-Dokumentation in Deutschland gegründet und war maßgeblich an der Entwicklung von Prozessen beteiligt, die unter anderem die Produktionsbeobachtung, Rückverfolgung und Reproduzierbarkeit von Produkten gewährleisten.
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(Foto: © Gregor Schäfer)

3. Keine Scheu vor Entertainment

Männer sind häufig viel selbstbewusster, lockerer und somit unterhaltsamer, wenn sie präsentieren – das gilt nicht nur bei einem Fachvortrag, sondern auch in wichtigen Meetings. Davon können Frauen eine Menge lernen: Statt die Vorträge mit Fakten zu überfrachten und sich an die Textvorlage zu klammern, sollten auch Sie mehr Mut zu Infotainment und Emotion haben. Nutzen Sie die Kraft der Bilder und des Storytellings, erzählen Sie von eigenen Erfahrungen, seien Sie authentisch – so bleiben Sie eher im Gedächtnis der Teilnehmer und der Veranstalter und die Chance auf eine weitere Anfrage steigt.

4. Sagen Sie Ja!

Kommt ein spannendes Angebot, sagen Sie auf jeden Fall erst einmal ja – mit den Zähnen klappern können Sie später. Nutzen Sie ihre Chance und arbeiten Sie danach daran, diese Chance mit Leben und Ihren Inhalten zu füllen. Sie werden sehen, es lohnt sich nicht zuletzt für Ihr Selbstbewusstsein, eine neue Herausforderung anzunehmen.

5. Werden Sie zu Ihrer eigenen Marke

Ein bestimmtes Outfit, eine einprägsame Brille, ein ausgefallener Titel, eine ungewöhnliche Visitenkarte, ein Vita-Video – um bei den eigenen Kontakten sowie den Veranstaltern und Teilnehmern einer Konferenz in Erinnerung zu bleiben, hilft es, unverkennbar sein eigenes Ding zu machen und das auch deutlich zu zeigen. Gerade Frauen neigen noch immer eher zu Zurückhaltung und Bescheidenheit und lassen anderen - nicht selten männlichen Kollegen – den Vortritt. Wer sich seines eigenen Markenkerns und seiner Botschaft bewusst ist und dabei trotzdem authentisch und sympathisch bleibt, wird nicht mehr so leicht in diese Falle tappen.

Werden Sie Führungskraft

Astronautinnen, die das Zeug fürs All haben
Wer wird Deutschlands erste Astronautin?
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Mehr als 400 Frauen bewarben sich als erste deutsche Astronautin. Sechs Frauen haben es geschafft: Sie sind Deutschlands Hoffnung auf eine erste Frau im All. Sie haben das offizielle Auswahlverfahren des Deutsches Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), das an die Standards der Europäischen Raumfahrtbehörde ESA zur Astronautenauswahl angelehnt ist, durchlaufen und bestanden.

Die Finalistinnen
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„Während der Untersuchungen, die das DLR in Kooperation mit der Firma HE Space durchgeführt hat, haben die Kandidatinnen mit ihrer professionellen Einstellung bewiesen, dass sie über die psychologischen Fähigkeiten und medizinischen Voraussetzungen verfügen, um sich auf ein Flug in den Weltraum vorzubereiten“, sagt Claudia Stern vom DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin, „Im Rahmen des Auswahlprozesses konnte das DLR einmalige psychologische und medizinische Daten erlangen von Frauen im Zusammenhang mit einem Flug ins All.“

Hoch hinaus
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Damit haben sie bewiesen, dass sie körperlich und geistig in der Lage sind, den Belastungen des Alls standzuhalten. Am 1. März wurden die sechs Frauen bei Airbus in Bremen der Öffentlichkeit vorgestellt. Und das sind die Finalistinnen:

Nicola Baumann: Eurofighter-Pilotin
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Nicola Baumann, geboren am 10. März 1985 in München, Bayern, ist Eurofighter-Pilotin bei der Bundeswehr in Nörvenich bei Köln. Sie trägt den Dienstgrad „Major“ und ist unter anderem für die Luftraumüberwachung in Deutschland und befreundeten Nato-Nationen zuständig.

Nicola Baumann
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Nach einer Offiziersausbildung machte die Münchnerin Baumann eine Ausbildung zur Kampfflugzeugpilotin und absolvierte ein Fernstudium in Maschinenbau. Geschwindigkeiten von mehr als 2.000 km/h gehören für sie seither zum Alltag.

Lisa Marie Haas: Entwicklungsingenieurin
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Lisa Marie Haas, geboren am 23. September 1983 in Nürtingen, Baden-Württemberg, ist Entwicklungsingenieurin und Teilprojektleiterin bei der Robert Bosch GmbH in Reutlingen.

Lisa Marie Haas
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Haas ist spezialisiert auf Sensoren, die im Bereich Consumer Electronics zum Einsatz kommen, zum Beispiel in Handys, Spielekonsolen, Wearables oder in Drohnen. Sie promovierte am Institut für Theoretische Physik in Heidelberg.

6. Werden Sie Netzwerkerin

Business-Netzwerke können gerade für Frauen echte Karriere-Booster sein. Denn sie bieten fachlichen Austausch, Möglichkeiten zur Kontaktpflege und spannende Veranstaltungen, auf denen sich neue Chancen eröffnen. Voraussetzung ist ein ehrliches Engagement und die Bereitschaft, auch selbst etwas in das Netzwerk hinein zu geben, bevor man selbst etwas bekommt. Reines Visitenkarten-Sammeln ist dagegen Zeitverschwendung.

7. Werden Sie Führungskraft

Veranstalter stehen auf Hierarchien und „C-Level“. Noch immer scheinen diejenigen, die eine Leitungsfunktion oder die entsprechende Position nachweisen können, auch eher für einige Konferenzen infrage zu kommen. Abgesehen davon, dass mehr weibliche Führungskräfte den hiesigen Unternehmen sicher guttun würden – vielleicht ist das ja ein weiterer Anreiz, um einen Schritt nach oben auf der Karriereleiter zu wagen? Kämpfen Sie für Ihren Titel in der nächsten Gehaltsverhandlung.

Fazit: Werden Sie aktiv

Es kommt niemand auf Sie zu – jedenfalls nicht so leicht, das lässt sich auch im Speaker-Business sagen. Wenn es Sie auf die Bühne zieht, dann sollten Sie alle Chancen nutzen, um diesen Weg auch wirklich zu gehen. Bringen Sie sich fachlich auf den neuesten Stand, nutzen Sie Ihre Kontakte, erweitern Sie Ihre Netzwerke, zeigen Sie Engagement und treten Sie in die erste Reihe. Zeigen sie deutlich, dass Sie bereit für die Bühne sind. Denn die Bühne gehört denen, die sie klug für sich nutzen.

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