Abschied vom Veränderungsterror: Fuck off, Change!
Echte Veränderung – so unser Gastautor – ist eigentlich ganz einfach. Erstens: Es gibt keine Regeln – meistens. Zweitens: Verändere nichts, wenn es gut läuft. Drittens: Schaffe Neues, ohne das Alte zu zerstören. Viertens: Entwickle Gewohnheiten weiter – anstatt immer neue Gewohnheiten zu erlernen.
Foto: Getty ImagesWarum stoßen Change-Projekte immer wieder auf Widerstand? Warum scheitern so viele Change-Projekte und bringen nicht den erhofften Erfolg? Warum verursacht Veränderung Ängste? Die Antwort darauf gibt unser Gastautor Ardeschyr Hagmaiers. „Change Fuck!“, schreit er in seinem Beitrag, den er für unser Businessnetzwerk Leader.In geschrieben hat, nur so heraus und bricht mit den bisherigen Vorstellungen über Change-Management. Denn entscheidend ist nicht die Veränderung um jeden Preis, sondern die beste Lösung: Chancen-Denken statt Change-Denken.
Wenn ich in meinen Seminaren, Trainings oder Coachings gestandene Führungskräfte frage, ob sie lieber etwas verändern wollen oder verbessern, ernte ich zunächst einmal überraschte Blicke. „Klar, wir wollen uns verbessern!“, lautet die Antwort. „Warum tun Sie es dann nicht?“, bohre ich weiter, „warum setzen Sie immer nur auf Veränderungen, statt zu überlegen, wie Sie Dinge besser machen können?“
Tagtäglich fallen ganze Heerscharfen von Beratern in den Unternehmen ein, um das Unterste zuoberst zu kehren und alles zu verändern. Stehen all diese Firmen vor dem Konkurs? Laufen ihnen die Kunden massenweise weg? Rebellieren ihre Mitarbeiter? Wenn die Antwort dreimal „Nein“ lautet, muss in dieser Firma doch irgendetwas gut laufen. Nicht alles kann schlecht sein. Warum dann alles verändern?