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Berufseinsteiger
Vermeintliche „Digital Natives“

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Unternehmen müssen Bewerbungsprozesse digitaler gestalten

Nachholbedarf im Bereich Digitalisierung haben aber nicht nur einige junge Berufseinsteiger. Auch die Familienunternehmen könnten ihre Prozesse aus Sicht der Studierenden und Young Professionals digitaler gestalten – insbesondere das Bewerbungsmanagement. Nur vier von zehn Befragte gaben an, dass der Bewerbungsprozess deutscher Familienunternehmen ausreichend an die heutigen technischen Gegebenheiten angepasst sei.

Beim Bewerbungsprozess besteht laut Heidbreder Handlungsbedarf, da die Digitalisierung im Wettbewerb um die besten Talente immer wichtiger werde und „eine enorme Strahlkraft auf die Attraktivität der Arbeitgeber“ habe.

Neben Bachelor- erwarten vor allem Master-Absolventen, dass die Digitalisierung ihr Berufsbild in den kommenden Jahren verändern wird. Diese Einschätzung teilen nur wenige Doktoranden. Das könnte der Stiftung zufolge darauf zurückgeführt werden, „dass der Großteil der Bacheloranten sowie Masteranten momentan noch akuter mit dem Thema Digitalisierung konfrontiert sind und eine Veränderung als unausweichlich betrachten“.

Die Veränderungen werden aus ihrer Sicht aber vorwiegend positiv ausfallen: Die große Mehrheit der Befragten erwartet, dass sich durch die Digitalisierung, Teamarbeit intensivieren wird, sich Beruf und Privatleben besser vereinbaren lassen und sie mehr mehr Gestaltungs- und Innovationsmöglichkeiten im Job erhalten werden.

Jeder Zweite erwartet allerdings, dass dadurch auch der Stresspegel steigen wird. „Durch E-Mail, Intranet und App fühlen sich viele unter Druck, permanent erreichbar zu sein“, sagt Studienleiterin Alwine Mohnen. Nicht zu unterschätzen sei auch die soziale Dimension: „Es fehlt häufig die persönliche Interaktion und die damit einhergehende Anerkennung, wenn nur digital kommuniziert wird.“

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