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Bitte keine bösen Überraschungen

Vorsicht bei Geschenken im Job

Es ist wieder soweit: Die Weihnachtsgeschenke der Geschäftspartner landen auf dem Tisch. Aber Achtung! Geschenke erhalten nicht nur die Freundschaft, sie führen auch zu Ärger. Wer zu viel annimmt, macht sich strafbar.
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Zur Weihnachtszeit kommen viele Geschenke von Geschäftspartnern an. Was davon darf man behalten und ab wann wird es rechtlich grenzwertig? Quelle: ap

Zur Weihnachtszeit kommen viele Geschenke von Geschäftspartnern an. Was davon darf man behalten und ab wann wird es rechtlich grenzwertig?

(Foto: ap)

BonnDer erste Advent steht vor der Tür und zwischen Lebkuchen, Glühwein und der Betriebsweihnachtsfeier stellt sich für viele Mitarbeiter und Unternehmer die Frage, was sie sich im Arbeitsleben schenken können - und was besser nicht. Vor allem bei Geschenken von Geschäftspartnern herrscht vielerorts oft große Unsicherheit - und die ein oder andere Gefälligkeit bewegt sich schnell in der rechtlichen Grauzone. Karten für das nächste WM-Finale, der edle Kugelschreiber, die teure Flasche Wein: wenn Sie solche Geschenke bedenkenlos annehmen, kann es richtig teuer werden.

Einer, der sich bei diesem Thema gut auskennt, ist Sebastian Müller, Verbandsanwalt und Arbeitsrechtler des Berufsverbandes „Die Führungskräfte“. Seiner Meinung nach fährt man am sichersten, wenn man eine ganz klare und eindeutige Regelung im Arbeitsvertrag oder in Compliance-Richtlinien gibt. Müller: „Bitte in diesen Tagen einfach mal in den eigenen Vertrag oder die unternehmensweit geltenden Regelungen schauen. Wenn das Thema ausdrücklich geregelt ist, dann gilt dies auch genau so. Die Regelung, dass man gar keine Geschenke annehmen darf, ist mittlerweile immer weiter verbreitet. Daran muss man sich unbedingt halten. Achtung: Oft versteckt sich die Regelung in Anhängen, auf die nur Bezug genommen wird. Diese muss man kennen - Unwissenheit schützt hier nicht!“

Allerdings haben viele Unternehmen noch immer keine oder eher unklare Regeln hierzu. Die Frage, wann es sich um eine harmlose Aufmerksamkeit und wann man sich pflichtwidrig verhält, wenn man Geschenke entgegennimmt ist also oftmals nicht einfach zu klären. Keine ungefährliche Konstellation, denn: „Wenn Unternehmen meinen, die Grenze sei überschritten, zögern sie auch in der Weihnachtszeit nicht, arbeitsrechtliche Maßnahmen wie Abmahnung oder Kündigung gegen ihre Mitarbeiter einzuleiten. Einen Schaden muss noch nicht mal der Arbeitgeber erleiden – und trotzdem kann je nach Fall sogar eine fristlose Kündigung die Folge sein“, erläutert DFK-Anwalt Müller. Schließlich könne sogar strafrechtlich eine Bestechlichkeit im Raume stehen, wenn man hiervon beispielsweise die Vergabe eines Auftrags abhängig macht.

Gadgets und Geschenke für den Gabentisch
Aventho wireless
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Gerade erst frisch auf der IFA in Berlin vorgestellt: Beyerdynamics kabelloser Kopfhörer Aventho. Besonders daran ist die integrierte Klang-Personalisierung, die der Heilbronner Hersteller in Zusammenarbeit mit dem Berliner Hörtechnologie-Startup Mimi Hearing Technologies entwickelt hat. Damit wird der Kopfhörer so etwas wie die Brille fürs Ohr und liefert sozusagen einen an das individuelle Hörvermögen angepassten Sound. Preis: 449 Euro. Wir werden das Gadget demnächst für Sie testen.
(Foto: Beyerdynamic)

Rollentraining gegen Langeweile
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Die Tage sind wieder merklich kürzer, draußen ist es kalt und nass: Ganz klar, das ist kein ideales Rad-Wetter. Die bessere Option für viele Radfahrer ist häufig ein Rollentrainer – und der muss nicht langweilig sein, wie der Hersteller Bkool beweist. Der „Smart Pro 2“ gehört zu den intelligenten Rollen, die nicht nur Steigungen bis zu 20 Prozent (bis zu 1.200 Watt) simulieren können, sondern dem Nutzer auch noch spektakuläre 3D-Routen und reale Videos von Strecken in der ganzen Welt bieten, auf denen sie sich interaktiv mit anderen Fahrern messen können (u.a. kompatibel mit Garmin und Strava). Preis: 547 Euro.

(Foto: bkool.com)

Garmin Edge 1030
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Mit dem Edge 1030 liefert der Navi-Experte Garmin einen absolut würdigen Nachfolger des populären 1000er GPS-Fahrradcomputers. Das Gerät überzeugt vor allem mit einem großen Display, das sich auch bei direkter Sonneneinstrahlung optimal ablesen lässt, einer extrem langen Akkulaufzeit von bis zu 20 Stunden und mit einer Navigation, die sogar beim Wandern genutzt werden kann. Wir haben den neuen Edge, der Radfahrer sogar vor gefährlichen Kurven warnen kann, aktuell hier auf dem Tisch liegen und werden in Kürze ausführlich darüber berichten. Preis: 599,99 Euro.
(Foto: Garmin)

Hightech in Vollholz
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Ein 2-Terrabyte-Server, der aussieht wie ein durchgestyltes Luxus-Objekt: das ist Homie. Was das Gerät des Herstellers Datamate kann? Damit installieren Sie zu Hause eine eigene Private-Cloud und bleiben so Herrscher über Ihre Daten. Darüber hinaus kann das Gerät auch zur Multimedia-Zentrale werden, über die sich Filme, Fotos und Musik im Heimnetzwerk streamen lassen. Mit Benutzerfreundlichkeit, Nachhaltigkeit und Design will Datamate vor allem bei IT-Laien punkten. Preis: 999 Euro.
(Foto: Datamate)

Wifi aus der Hostentasche
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Ein Gadget für moderne Weltenbummler: das ist Skyroam Solis, ein mobiler 4G-LTE-Hotspot der gleichzeitig auch als Powerbank (6.000 mAh) für schlappe Smartphone-Akkus dient. Da Roaming innerhalb der EU inzwischen nichts mehr kostet, macht das Gerät natürlich eher für Menschen Sinn, die überall sonst auf der Welt unterwegs sind. Denn vor allem für Geschäftsreisende bleibt mobiles Telefonieren und Surfen außerhalb der EU teuer. Mit diesem smarten Hub kostet ein Tagespass weniger als 10 Euro pro Tag und man kann gleichzeitig mit bis zu fünf Geräten über den Hotspot im mobilen Internet surfen. Preis: 154,99 Euro.
(Foto: Skyroam)

Garmin Vivomove HR
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Die neue Vivomove HR aus dem Hause Garmin vereint die Funktionen eines smarten Fitness-Trackers mit dem Design einer klassischen Analoguhr. Dazu gehören unter anderem integrierte Herzfrequenzmessung am Handgelenk, Connected Features, sowie Fitness- und Stresslevelmessung. Ein unter dem Ziffernblatt ist ein OLED-Touchdisplay verbaut, das nur sichtbar wird, wenn es benötigt wird. Wetterdaten, Musiksteuerung, Find my Phone und weitere Features zählen ebenfalls zu den Genen der Uhr, die es in insgesamt vier Farbvarianten im Handel gibt. Preis: ab 199,99 Euro.

(Foto: Garmin)

Handpresso
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Mit diesem Gadget zünden Sie den Koffein-Turbo auch im Auto. Der Handpresso kocht, angesteckt an den Zigarettenanzünder, frischen Espresso. Preis: 159 Euro. Für Sie haben wie das Gerät ausführlich getestet (hier lesen).

(Foto: Handpresso.de)

Sie sehen: Die Grenze des rechtlich zulässigen ist ohne verbindliche Verhaltensregeln im Unternehmen schwer zu ziehen. Oft hört man zudem von einer Geschenkwert-Grenze von etwa 25 Euro, darunter sollen Geschenke nicht ins Gewicht fallen. Rechtsanwalt Müller: „So einfach ist das leider nicht. Richtig ist vielmehr: Gewährte Vorteile fallen nur dann nicht ins Gewicht, wenn sie so gering sind, dass die Annahme nicht zum Eindruck einer Beeinflussung oder Verpflichtung des Beschenkten führt. Darunter fallen einfache Werbekugelschreiber, Notizbücher, Blöcke oder Schlüsselanhänger.“ Unproblematisch sind also im Regelfall die Annahme von Kugelschreibern, Kalendern und Krimskrams.

Aber Achtung: Die Bewertung der Zulässigkeit eines Geschenkes kann nicht schematisch an Wertgrenzen festgemacht werden, sondern ist Einzelfallentscheidung! Die Kriterien sind unter anderem der Anlass der Zuwendung, die Position und Status des Empfängers, der Zusammenhang zur beruflichen Tätigkeit und auch, ob das eigentlich geringwertige Geschenk Teil eines systematischen Annäherns an den Empfänger (sog. ,Anfüttern') ist.

Im Fokus: Führungskräfte
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2 Kommentare zu "Bitte keine bösen Überraschungen: Vorsicht bei Geschenken im Job"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Wie hübsch hässlich doch diese komplexen Regeln sind - Deutschland einig Regulierungsland!

  • Gestern habe ich ein Ferrari geschenkt bekommen. Jetzt habe ich Ärger. Ach nee war ja nur Spielzeugauto...

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