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Brain-Drain-Risiko
So vergraulen Chefs ihre besten Talente

In Deutschland sind neun von zehn jungen Mitarbeitern offen für einen neuen Job. Vor allem wenn die Berufseinsteiger unzufrieden mit dem Chef sind, verlieren Unternehmen den Kampf um die begehrten Talente.
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DüsseldorfJunge Mitarbeiter binden, Talente gewinnen und halten: das ist für viele Firmen oft eine große Herausforderung im tristen Unternehmensalltag. Wer eine Firma leitet, weiß wie sehr es schaden kann, plötzlich einen guten Mitarbeiter an die Konkurrenz zu verlieren. Ist der erste Schock verarbeitet, kommt es drauf an, sich mit der Frage zu beschäftigen, warum der Mitarbeiter gekündigt hat.

Vielleicht kennen Sie den Spruch: „Mitarbeiter kommen wegen der Firma, bleiben wegen der Aufgabe und gehen wegen des Chefs“? Da ist durchaus viel Wahres dran, wie eine neue Studie zeigt. Demnach sind derzeit neun von zehn Young Professionals offen für einen neuen Job. Jeder fünfte sucht sogar aktiv nach einem neuen Arbeitgeber. Allzu schwierig dürfte ihre Suche nicht werden, denn zwei Drittel aller jungen Talente haben in den vergangenen zwölf Monaten Jobangebote von anderen Unternehmen erhalten – und das völlig unabhängig davon, ob sie eine neue Perspektive suchen oder nicht.

Im Schnitt erhalten sie 3,6 Jobangebote, vor zwei Jahren waren es nur 2,6 Angebote. Am größten ist das Risiko, dass Mitarbeiter ihren Arbeitgeber verlassen, aktuell in den Branchen Medien und Werbung, Consulting und Wirtschaftsprüfung sowie Banken und Versicherungen. Das ist das Ergebnis des Young Professional Barometers 2016, das von dem Marktforschungsunternehmen Trendence erstellt wird. Dabei befragen die Experten für Personalmarketing jedes Jahr rund 10.000 junge berufstätige Akademiker aller Branchen mit bis zu zehn Jahren Berufserfahrung zu ihren Karriereplänen und Wunscharbeitgebern.

Welche enorme Schaden der deutschen Wirtschaft dadurch entsteht, haben wir hier schon einmal erklärt. Ein wesentlicher Treiber der Wechselwilligkeit ist die Unzufriedenheit der Mitarbeiter mit ihrem Arbeitgeber. Young Professionals, die aktuell sehr unzufrieden sind, begeben sich fast siebenmal häufiger aktiv auf die Suche nach einem neuen Job als sehr zufriedene Mitarbeiter. „Unternehmen, die ihre Mitarbeiter langfristig halten wollen, müssen die Unzufriedenheit im Unternehmen bekämpfen und dafür vor allem in die Führungskompetenz ihrer Führungskräfte investieren“, erklärt Trendence-Geschäftsführer Holger Koch.

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BMW ist Wunscharbeitgeber Nummer eins

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