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Wussten Sie, dass der Fachkräftemangel, den Firmen beklagen, zu 99 Prozent hausgemacht ist? Der Grund: die meisten Chefs sind Experten darin, keine Fachkräfte zu gewinnen – weil sie diese „Not-To-Do-Liste“ beherzigen.

Kommentare

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  • Der erste Schritt überhaupt:

    Mach' den Leuten klar, wer der Boss ist.

    Und dann als Nächstes, dass es auf sie nicht wirklich ankommt.

  • Auch das ist meiner Meinung nach ein Grund für den Fachkräftemangel:

    Gibt es ihn wirklich, den Fachkräftemangel? Unbestritten ist aus meiner Erfahrung, dass es z.B. in den Pflege- und M.I.N.T.-Berufen an gut qualifizierten Fach- und Führungskräften mangelt. Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen deckt zwar in manchen Bereich rein zahlenmäßig den Bedarf. Aber, bei genauem Hinsehen stimmt die Qualifikation doch nicht mit den Anforderungen überein oder der regionale Aspekt ist ein Hindernis.

    Immer wieder wird u.a. gefordert, dass das Bildungssystem in Deutschland reformiert werden muss, damit die Zukunft Deutschlands gesichert wird. Wenngleich ich ein Anhänger einer tiefgreifenden Bildungsreform bin so muss dennoch die Frage erlaubt sein, ob die Unternehmen ihren Beitrag geleistet haben, um den Fachkräftemangel zu verhindern. Ich meine, dass dies nicht in ausreichendem Maße geschehen ist und stelle deshalb die These auf, dass der Fachkräftemangel eine Bankrotterklärung für die Personalentwickler in den Unternehmen ist. Was wurde bisher entwickelt? Am Bedarf vorbei oder in Übereinstimmung mit dem Unternehmenswachstum und mit der Unternehmensstrategie?

    Die Herausgabe von umfangreichen Seminarkatalogen, aus denen sich jeder Mitarbeiter ein Seminar aussuchen kann, geht ganz klar am Bedarf vorbei. Ebenso gehen die gut gemeinten Ideen von Führungskräften am Bedarf vorbei, die ihren Mitarbeitern den Besuch eines Seminars ihrer Wahl gestatten, und dies als Motivationsspritze betrachten. Sicherlich, Mitarbeitermotivation ist wichtig. Echte Motivation wäre jedoch, wenn die Führungskräfte mit ihren Mitarbeitern deren Entwicklungspotenzial analysieren und eine Perspektive aufzeigen würden. Bei der Analyse ergibt sich ein Delta zwischen aktuellem Stand und der Perspektive. Und hierfür werden Seminare ausgewählt, die den Mitarbeiter dorthin bringen, wo er sich und die Führungskraft ihn gerne sehen möchte.

  • Die Personalverantwortlichen sind eben auch Manager - und als Manager ist es ihr Job, Risiken zu vermeiden. Und damit sind in erster Linie die Risiken gemeint, welche dem Manager dann selbst auf die Füße fallen. Gesucht wird daher stets das "tripple-A-Produkt". Top Abschluss/Ausbildungsnoten, Top Referenzen/Arbeitserfahrung, Top lückenloser Lebenslauf garniert mit schönem Anschreiben. Wenn dann doch mal was schief geht, sind die HR'ler nicht angreifbar.

    Die ganzen genannten Punkte im Artikel sind ja schön und gut - machen den HR'ler aber angreifbar. Will er das? Nö.

    ... und darum werden die tripple-A-ler hofiert - und die anderen landen in der Subprime-Kiste.

    Der gerade boomende Wandel mit dem Schlagwirt "Digitalisierung" - hier: "Digitalisierung des Arbeitsplatzes" / "Digital Workplace" verspricht nicht nur, sondern ermöglicht einen globalen Zugriff auf die Wissensarbeiter.
    Es werden dann in weiten Teilen auch nicht mehr klassisch "Stellen besetzt", sondern es werden "Arbeitsaufträge für Projektaufgaben vergeben".

    Agile, projektorganisierte Unternehmen mit standortverteilter Zusammenarbeit und Global Staffing - VIPOCs (Virtual Project-Organized Corporations).

    Die HR'ler sind momentan natürlich völlig überfordert, da der digitale Wandel für völlig neue Verhältnisse sorgt. Das durchschnittliche Projekt hat eine Dauer von 6 bis 9 Monaten - da brauche ich ganz andere Methoden, Prozesse und Technologien um nicht der ständige Flaschenhals beim Vorankommen des Gesamtunternehmens zu sein. Skilldatenbanken, Data-Mining, und ein top-down -> bottom-up Ansatz um die richtigen und auch motivierten Projektmitarbeiter zusammenstellen zu können sind hier unsere Lösungen und Konzepte.
    Google hat gerade seine AI-powered jobs search engine gestartet. Ist natürlich wishi-washi, da primär auf Selbstdarsteller-Daten basierend - aber wir wenden die selbe Technologie in unserer Digital Workplace Solution an, welche laufend mit belastbaren Daten aus den Projekten gefüttert wird...

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