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Flexibles Arbeiten Mit Teilzeit in den Chefsessel

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Enormer Wachstumsschub
Augen auf: Diese 25 Frauen machen unsere Welt besser
Kein Ranking
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Ein kurzer Hinweis noch vorweg: Es gibt kein Ranking. Wir stellen Ihnen die 25 Gewinnerinnen in alphabetischer Reihenfolge vor.

Aynur Boldaz-Özdemir, Integrationsunternehmerin
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Sie gibt Leuten eine Perspektive, die auf dem Arbeitsmarkt eigentlich keine Chancen haben. Aynur Boldaz-Özdemir, als 18-Jährige aus der Türkei nach Deutschland gekommen, behauptete sich ohne Ausbildung als ausländische Frau auf dem deutschen Arbeitsmarkt und leitet heute ihr eigenes, erfolgreiches „Integrationsunternehmen“. Forever Clean beschäftigt zu 48 Prozent Menschen mit körperlicher, geistiger oder psychischer Schwerbehinderung. In der Belegschaft arbeiten Menschen mit und ohne Behinderung, Menschen mit und ohne Migrationshintergrund – gemeinsam und inklusiv.

(Foto: Forever Clean)

Ingrid Brodnig, Journalistin und Netzaktivistin
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Eine pluralistische Gesellschaft muss auch im Netz verteidigt werden. Genau das macht Ingrid Brodnig. Die österreichische Journalistin engagiert sich couragiert gegen Hass im Internet – zuletzt in ihrem gerade erschienenen Buch „Hass im Netz“, in dem sie beschreibt, was wir gegen digitale Hetze, Mobbing und Lügen tun können. Ingrid Brodnigs Engagement hilft, eine (digitale) Zukunft zu schaffen, die keinen Hass zulässt – und niemanden mehr ausschließt.

(Foto: Alex Unger)

Saskia Bruysten, Unternehmerin
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Gemeinsam mit dem Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus gründete Saskia Bruysten das Unternehmen „Yunus“, das eine Brücke zwischen lokalen Sozialunternehmen und humanitären Spendern und Kreditgebern schlägt. „Yunus“ ist bisher weltweit in sieben Ländern im Einsatz, darunter Indien, Uganda und Haiti. Mit ihrem Business setzt sich die ehemalige Unternehmensberaterin für einen sozialeren Kapitalismus ein, der seine Stärke einsetzt, um eine gerechtere Welt zu schaffen.

(Foto: Yunus)

Dr. Gisela Burckhardt, Aktivisitin
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Viel zu viele Frauen und Mädchen arbeiten in der Textilindustrie immer noch unter menschenunwürdigen Bedingungen. Gisela Burckhardt setzt sich für die Rechte und die Verbesserung der Arbeitsbedingungen dieser Frauen ein. Sie hat den Verein Femnet e.V. gegründet und diskutiert als dessen Vorsitzende mit den großen Textilkonzernen, damit die Produktion fairer Kleidung die Regel wird – und nicht die Ausnahme bleibt.

(Foto: Flickr Heinrich Böll Stiftung, Stephan Roehl)

Diana Doko, Aktivistin für Suizid-Prävention und Unterstützung für Menschen mit Depressionen
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Jedes Jahr sterben in Deutschland 10.000 Menschen durch Suizid. Diana Doko setzt sich mit dem von ihr mitgegründeten Verein „Freunde fürs Leben“ dafür ein, dass diese Zahl sinkt. Sie, die selbst ihren Bruder durch Suizid verloren hat, leistet Aufklärungsarbeit bei jungen Menschen zu den Themen Suizid und seelische Gesundheit. Als Vorstandsvorsitzende des Vereins bietet sie betroffenen Menschen ein sicheres Netzwerk und trägt so dazu bei, dass weniger Menschen den Tod als letzten Ausweg wählen. Diana Dokos Vision ist eine Gesellschaft, in der Depressionen endlich kein Tabuthema mehr sind. Dafür kämpft sie jeden Tag.

(Foto: Tom Wagner)

Prof. Dr. Naika Foroutan, Sozialwissenschaftlerin
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Muslime haben in unserer Gesellschaft mit vielen Vorurteilen zu kämpfen. Die Sozialwissenschaftlerin Naika Foroutan setzt sich mit ihrer wissenschaftlichen Arbeit gegen diese Ressentiments ein. Als stellvertretende Direktorin des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung untersucht sie unter anderem Islambilder in Deutschland. Sie leitet außerdem das Projekt: „Junge Islambezogene Themen in Deutschland“ (JUNITED). Die Forschung der gebürtigen Iranerin trägt einen wichtigen Teil dazu bei, die Islamfeindlichkeit in Deutschland abzubauen und eine pluralistische Gesellschaft entstehen zu lassen.

(Foto: Nina Pieroth)

Aus Sicht von „Chefsache“ sollten hier mehr Unternehmen mit gutem Beispiel vorangehen – auch um Frauen zu signalisieren, dass die berufliche Karriere trotz Familie nicht in einer Sackgasse stecken bleiben muss. Denn wenn sich Frauen noch stärker am Erwerbsleben beteiligen würden, als das heute der Fall ist, bekäme Deutschlands Volkswirtschaft einen Wachstumsschub.

Obwohl Frauen rund die Hälfte der Bevölkerung ausmachen, tragen sie zum deutschen Bruttoinlandsprodukt (BIP) nur 38 Prozent bei, hat das McKinsey Global Institute (MGI) für „Chefsache“ ausgerechnet.   Dabei könnte die Wirtschaftsleistung im Jahr 2025 um zwölf Prozent oder 422 Milliarden Euro höher ausfallen, wenn Frauen stärker einbezogen würden.

Dazu müsste nach den Berechnungen des MGI ihre Erwerbsquote bis 2025 von heute 54,7 auf gut 59 Prozent steigen. Beim Arbeitsvolumen der Frauen – heute durchschnittlich 30,5 Wochenstunden – geht McKinsey von einer Erhöhung um zwei Stunden aus. Außerdem erwarten die Berater, dass sich Frauen stärker für klassische „Männerberufe“ entscheiden, die mit höherer wirtschaftlicher Produktivität einhergehen.

Mehr Flexibilität bis in die Chefetagen hinein hat aus Sicht des Netzwerks aber nicht nur Vorteile für die Führungskräfte selbst. Viele weltweit tätige Unternehmen bauten längst auf internationale Teams und dezentrale Strukturen, heißt es in dem Bericht. Dies müsste flexible Arbeitsmodelle eigentlich begünstigen, wenn nicht sogar notwendig machen. Denn: „Ohne Flexibilität wird es etwa kaum möglich sein, mit dem Kollegen in Frankreich am Vormittag ein Strategiekonzept auszuarbeiten und es am Abend dem Geschäftsführer in den USA per Videokonferenz vorzustellen.“

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