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Wegen ihrer Unternehmenskultur haben viele IT-Firmen Probleme, Fachkräfte zu binden. Im Interview erklärt Recruiting-Experte Frank Rechsteiner, was die Gründe dafür sind – und warum Start-ups als Vorbilder taugen.

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  • Zu ein paar Ausschnitten aus dem Interview:

    „Denn in Zeiten des Internets sind Unternehmen gläsern: Für Bewerber ist es etwa durch soziale Netzwerke und Karriereplattformen ein leichtes Spiel herauszufinden, wie der tatsächliche „cultural fit“ im Unternehmen ist. Dann ist es doch viel cleverer, ehrlich zu kommunizieren, wie die Unternehmenskultur wirklich aussieht.“:

    Na also. Warum nicht gleich so? Die „digitale Revolution“ hat jedenfalls eindeutig ihre großen Verdienste für den Fortschritt der ganzen Gesellschaft/ Welt. Schon, weil sie jeden zu eigenen Gedanken und Ideen „zwingt“:

    „Wichtig ist es generell, sich das Muster einer solchen Unternehmenskultur anzuschauen und herauszufinden, welche Strukturen Stück für Stück im eigenen Betrieb realisierbar sind. Denn für Konzerne ist es essentiell, dass sie authentisch (…) sind. Vom starren Kopieren eines Vorbildes würde ich (…) abraten.“

    Also nur logisch:

    „Welches Recruitinginstrument halten Sie für effektiv?“ – Anwort: „Die Mitarbeiterempfehlung (…). Denn über persönliche Kontakte erfahren Jobsuchende am besten, wie die Unternehmenskultur aussieht. Und wenn ein Mitarbeiter seinen Arbeitgeber weiterempfiehlt, zeigt das, dass der „cultural fit“ dort stimmen muss. Die Vertrauensbasis ist schon geschaffen – …“

    Schlusssatz: „Es geht aber nicht primär ums Kultur-Kümmern, sondern um einen ehrlichen Umgang mit der praktizierten Kultur.“

    Die Zeiten ändern sich, und - wen wundert’s - die IT (Informationstechnologie)-Branche ist hier - wie vor Jahrhunderten der Buchdruck – der wichtigste „Treiber“, da es bei beiden um Kommunikation im weitesten Sinne geht.

    Die Zeiten, in denen „schließlich alle Unternehmen mit den gleichen Floskeln und Phrasen um Fachkräfte werben“ können, dürften jedenfalls vorbei sein.

    Und die Zeiten, in denen Banken mit Sprüchen wie „Leben Sie. Wir kümmern uns um die Details.“ (der Spruch könnte übrigens ohne weiteres auch von einer Partei oder einem Politiker sein…) auch.

    Ist auch besser so.

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