Zum The Shift! Special von Handelsblatt Online
Fragt man Chefs, was sie über die Mitarbeiter denken, bescheinigen sie diesen Unterforderung. Bis zu acht Stunden pro Woche seien ihre Leute schlicht gelangweilt. Nur Luschen im Betrieb – kann das wirklich stimmen?

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  • Teil 1/2: „Ein Arbeitstag Langeweile pro Woche“

    Unsere Lebenszeit ist viel zu kostbar, als dass wir sie, um dem Götzen Geld zu huldigen, auf einer meist (jedenfalls viel zu oft) fremdbestimmten Arbeit mit "Leerlauf" totschlagen dürften.

    Zum letzten Wahlslogan der in meinen Augen reichlich verantwortungslosen FDP ("Denken wir neu"):

    Einfach das "neu" weglassen. Oder allenfalls durch "selbst" ersetzen.

    Und dabei sollte man am besten mit den ganz grundsätzlichen Fragen anfangen:

    Etwa, ob Geld - und, da "dranhängend", Arbeit - im Dienste des Menschen stehen sollten oder umgekehrt.

    Der Mensch ist (u.a.) mit Verstand begabt, damit er ihn selbst nutzt.

    KI & Co. können ihn dabei (so sie denn vernünftig programmiert sind) lediglich unterstützen.

    Die Realität hat die immer schon beschränkten Möglichkeiten unseres Demokratie- und Rechtssystems offensichtlich längst gesprengt. Nicht nur, weil es viel zu starr und bürokratisch ist und schon deshalb nicht mehr den komplexen Anforderungen unserer heutigen Welt gerecht werden kann. Sondern vor allem, weil kein Richter unserer heutigen hochkomplexen Welt noch, erstens, alle zu berücksichtigenden Fakten und Umstände kennen und, zweitens, diese dann auch noch angemessen einschätzen, abwägen und beurteilen kann. Und weil sehr vieles, das im heutigen politischen Leben eine wesentliche Rolle spielt, zum Zeitpunkt seiner Konzipierung noch schlichtweg gänzlich unbekannt war.

    In einer zeitgemäßen Demokratie, in der jeder innerhalb einer demokratisch regulierten Gesellschaft wirklich selbstbestimmt leben - und vor allem auch selbstverantwortlich mitentscheiden - kann, würden sich Machtkämpfe – und damit auch Kriege - irgendwann von selbst erübrigen.

    … In diesem Zusammenhang ("zeitgemäße Demokratie) folgt Teil 2/2!

  • Teil 2/2:

    Zum AfD-Parteitag: Hier ein Ausschnitt aus dem Gedicht "Parteimarsch der Parteilosen" von Kurt Tucholsky (1931; http://www.textlog.de/tucholsky-parteimarsch.html):

    Da streiten sich die Leute rum:
    die Jejner wären imma dumm -
    Is ja jahnich wahr!
    Un wie se alle brülln un schrein,
    und jeda sacht, det muß so sein -
    Is ja jahnich wahr!
    Nu sieh ma unsereinen an,
    vaehrtet Publikum!
    Wir treten vor dich Mann fier Mann
    als Individium.
    Es tönt die Straßen lang
    der herrliche Jesang:
    Wir brauchen keine Innung,
    wir brauchn kein Vaein!
    Wir machn uns - wir machn uns
    unsan Dreck allein!
    Wir ham doch die Jesinnung
    un ooch die Stänkerein -
    drum brauchn wa keene Innung
    und brauchn auch keen Vaein -!
    (.)"

    Herr Höcke ist übrigens zwar nicht mehr als Geschichtslehrer(!) tätig, aber nach wie vor verbeamteter "Staatsdiener".

  • "... man müsse Mitarbeiter nicht motivieren. Es genüge vollkommen, sie nicht zu demotivieren."

    Präzise auf den Punkt gebracht.

  • Für meine Begriffe sind viele angebliche Führungskräfte" schlichtweg nicht in der Lage zu führen.

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